Gala
Gala ist die Unkomplizierte - ein früher, reich tragender, orange gestreifter Apfel mit mildem Bonbon-Süß, nachsichtigem Wesen und bescheidener Baumgröße, der klassische erste Apfelbaum.
← Alle Obstbäume auf DeutschWenn du deinen ersten Apfelbaum pflanzt, wird dir Gala aus gutem Grund immer wieder empfohlen: Sie trägt jung, sie trägt reich, sie reift früh, verträgt sehr unterschiedliche Klimate und bringt die milden, aromatischen Äpfel hervor, die Kinder mögen und jeder kennt. Als neuseeländische Kreuzung mit Golden-Delicious-Erbe verlangt sie vom Gärtner weniger als fast jeder andere gute Tafelapfel.
Frucht & Geschmack
Klein bis mittelgroß, orangerote Streifen über Gold, mit festem, knackigem Fleisch und einer milden, blumigen Süße - wenig Säure, leicht wegzuessen, der Pausenbrot-Apfel schlechthin. Am besten schmeckt sie baumreif; im langen Lager verliert sich das Aroma.
Baumgröße & Unterlagen
Von Natur aus kompakt und früh tragend: 2,5 m auf der Schwachwuchsunterlage M9 (Fruchtansatz im 2. bis 3. Jahr), 3,5 bis 4,5 m auf MM106. Eine der besten Sorten für Spalier, Kordon und Kübel.
Befruchtung
Teilweise selbstfruchtbar - ein einzelner Baum setzt etwas an, aber ein Partner (Fuji, Granny Smith, Honeycrisp) verdoppelt den Ertrag. Wegen ihrer langen Blüte ist sie auch für andere Sorten ein ausgezeichneter Befruchter.
Klima & Winterhärte
Winterhärtezone 4 bis 8 und für einen guten Tafelapfel bemerkenswert hitzeverträglich - eine der wenigen Sorten, die vom kalten Norden bis in die warmen Ränder des Apfelanbaus funktioniert. Mäßiger Kältebedarf im Winter.
Standort & Boden
Volle Sonne, jeder anständige, gut durchlässige Boden, pH 6,0 bis 7,0. Keine besonderen Macken - der Inbegriff der Anspruchslosigkeit.
Schnitt & Pflege
Leichter jährlicher Winterschnitt; Fruchtbüschel auf einzelne Früchte ausdünnen, sonst bleiben sie klein (Gala setzt gern zu viel an). Nach kräftigen Schnitten auf Wasserschosse achten, ansonsten braucht sie kaum Eingriffe.
Ernte & Lagerung
Ende August bis September, unter den ersten guten Äpfeln der Saison; in zwei oder drei Durchgängen pflücken, während die Streifen dunkler werden. Gekühlt hält sie 2 bis 3 Monate, gedacht ist sie aber fürs frühe Essen.
Probleme
Anfälligkeit für Schorf und Feuerbrand sind die bekannten Schwächen - nicht über das Laub gießen und befallene Triebe zügig herausschneiden. Sonst robust.