Pflanzen-Glossar
Rund um Pflanzenpflege gibt es viel Fachsprache. Hier steht, was sie tatsächlich bedeutet, in klarem Deutsch. Tipp einfach los, um die Liste zu filtern.
- Abdecken (Top Dressing)
- Eine frische Schicht Substrat, Kompost oder Dekomaterial auf der Oberfläche eines Topfes.
- Abhärten
- Eine drinnen vorgezogene Pflanze langsam ans Freiland gewöhnen, indem man sie Schritt für Schritt den Bedingungen draußen aussetzt.
- Akklimatisieren
- Eine Pflanze über ein bis zwei Wochen behutsam an einen neuen Platz gewöhnen - vor allem an mehr Licht -, damit sie keinen Schock bekommt und Blätter abwirft.
- Anstauen (Bottom Watering)
- Den Topf in eine Schale Wasser stellen, damit das Substrat die Feuchtigkeit von unten aufzieht. Das fördert tiefere Wurzeln und durchfeuchtet gleichmäßig.
- Aronstabgewächs (Araceae)
- Eine Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse - Monstera, Philodendron, Efeutute, Flamingoblume. Sie mögen ein grobes, luftiges Substrat und helles indirektes Licht.
- Ausputzen
- Verblühtes abnehmen, bevor es Samen ansetzt. Das bringt viele Pflanzen dazu, weiterzublühen, statt Kraft in Samen zu stecken.
- Chlorose
- Vergilben der Blätter durch Mangel an Blattgrün - oft von zu viel Wasser, zu wenig Licht oder einem Nährstoffmangel.
- Dünger (NPK)
- Pflanzennahrung. Die drei Zahlen stehen für Stickstoff (Blätter), Phosphor (Wurzeln und Blüten) und Kalium (allgemeine Widerstandskraft).
- Durchwurzelt
- Wenn die Wurzeln den Topf ausgefüllt haben und anfangen zu kreisen, sodass kaum noch Substrat bleibt. Ein Zeichen, dass Umtopfen ansteht.
- Einjährig
- Eine Pflanze, die ihren ganzen Lebenszyklus - keimen, blühen, Samen ansetzen, absterben - in einer einzigen Saison durchläuft. Viele Gemüse und Beetpflanzen sind einjährig.
- Entspitzen
- Die Triebspitze abknipsen, damit eine Pflanze sich verzweigt und buschig wächst statt hoch und spillrig. Üblich bei Kräutern, Tomaten und vielen Zimmerpflanzen.
- Epiphyt (Aufsitzerpflanze)
- Eine Pflanze, die auf einer anderen oder auf Rinde wächst statt in Erde und ihre Feuchtigkeit aus der Luft zieht - Orchideen und viele Farne.
- Hydroponik
- Pflanzen in Wasser und Nährlösung ziehen statt in Erde.
- Keimblatt (Kotyledone)
- Das erste Blatt oder Blattpaar eines Sämlings, Teil des Samens selbst. Die Laubblätter, die danach kommen, sehen aus wie bei der erwachsenen Pflanze.
- Keimung
- Der Moment, in dem ein Samen austreibt und zu wachsen beginnt - bei passender Wärme, Feuchtigkeit und manchmal Licht. Verschiedene Samen brauchen verschiedene Bedingungen, um die Keimruhe zu brechen.
- Knolle
- Ein verdickter unterirdischer Spross oder eine verdickte Wurzel, die Energie speichert, etwa eine Kartoffel oder eine Dahlie. Aus ihren Augen treiben neue Pflanzen aus.
- Lehm (Lehmboden)
- Der ideale Gartenboden: eine ausgewogene, krümelige Mischung aus Sand, Schluff und Ton, die Feuchtigkeit und Nährstoffe hält und trotzdem abtrocknet.
- Luftfeuchtigkeit
- Die Feuchtigkeit in der Luft. Viele tropische Zimmerpflanzen hätten sie gern höher, als ein normal geheizter Raum sie bietet.
- Luftwurzel
- Eine Wurzel, die oberhalb der Erde wächst. Kletterer wie die Monstera halten sich damit fest und nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf.
- Mehrjährig (Staude)
- Eine Pflanze, die mehrere Jahre lebt, im Winter oft einzieht und im Frühjahr wieder austreibt. Die meisten Zimmerpflanzen und viele Gartenblumen sind mehrjährig.
- Mulch
- Eine Schicht Material - Kompost, Rinde, Stroh oder Kies -, die man auf die Erde gibt, um Feuchtigkeit zu halten, Unkraut zu bremsen und Wurzeln zu schützen.
- Nodium (Blattknoten)
- Die Stelle am Trieb, an der Blätter, Knospen oder Wurzeln austreten. Ein Steckling braucht mindestens einen Knoten, um zu bewurzeln.
- Panaschierung
- Weiße, cremefarbene oder andersfarbige Bereiche auf Blättern, wo weniger Blattgrün sitzt. Panaschierte Pflanzen brauchen oft mehr Licht.
- Perlit
- Leichte weiße Vulkangranulat-Körnchen, die man ins Substrat mischt, damit es besser abtrocknet und Luft an die Wurzeln kommt.
- pH-Wert (Boden)
- Ein Maß dafür, wie sauer oder basisch ein Boden ist, auf einer Skala von 0 bis 14. Die meisten Pflanzen mögen etwa 6 bis 7; manche, etwa Heidelbeeren, brauchen sauren Boden.
- Photoperiode (Tageslänge)
- Die Länge von Tag und Nacht, die eine Pflanze erlebt und die Vorgänge wie das Blühen auslöst. Kurztag- und Langtagpflanzen reagieren auf das wechselnde Tageslicht im Jahreslauf.
- Photosynthese
- Wie Pflanzen aus Licht, Wasser und Kohlendioxid den Zucker herstellen, von dem sie wachsen. Kein Licht, keine Nahrung.
- Rhizom
- Ein verdickter unterirdischer Spross, der Energie speichert und neue Triebe schickt - Bogenhanf und Glücksfeder wachsen daraus.
- Rückschnitt
- Eine Pflanze schneiden, um sie in Form zu bringen, Totes zu entfernen oder buschigen Neuaustrieb anzuregen.
- Ruhephase
- Eine natürliche Pause, meist im Herbst und Winter, in der das Wachstum sich verlangsamt oder aussetzt. In dieser Zeit deutlich weniger gießen und düngen.
- Schossen
- Wenn eine Pflanze vorzeitig in Blüte geht und Samen ansetzt, meist durch Hitze oder Stress ausgelöst. Blattgemüse wie Salat und Rucola werden dadurch bitter und zäh.
- Spillrig (geil gewachsen)
- Langgezogener, dünner Wuchs mit großen Abständen zwischen den Blättern - fast immer ein Zeichen für zu wenig Licht. Siehe Vergeilung.
- Steckling
- Ein Stück Trieb oder Blatt, das man abnimmt, um daraus eine neue Pflanze zu ziehen - die Grundlage der Vermehrung.
- Substrat
- Die Mischung, in der eine Pflanze steht. Verschiedene Pflanzen wollen verschiedene Mischungen - luftig für Aronstabgewächse, mineralisch für Sukkulenten.
- Sukkulente
- Eine Pflanze, die Wasser in dicken Blättern oder Trieben speichert - Kakteen, Aloe, Echeverie. Sie wollen Sonne und selten Wasser.
- Torffrei
- Erde ohne Torf, dessen Abbau wichtige kohlenstoffspeichernde Moore zerstört. Torffreie Mischungen aus Rinde, Kokosfaser und Holzfaser sind die nachhaltige Wahl.
- Transpiration
- Wie Pflanzen Wasserdampf über die Blätter abgeben - ein Teil davon, wie sie Wasser aus den Wurzeln nach oben ziehen.
- Umfallkrankheit
- Eine Pilzkrankheit, die Sämlinge auf Höhe des Substrats faulen lässt, sodass sie umkippen. Ursachen sind zu viel Wasser und zu wenig Luftbewegung; sauberes Werkzeug und dünnes Aussäen senken das Risiko.
- Umtopfen
- Eine Pflanze in einen neuen Topf mit frischem Substrat setzen, meist eine Nummer größer, wenn sie ihren bisherigen ausgewachsen hat.
- Vergeilung (Etiolement)
- Blasser, langgezogener, spillriger Wuchs durch zu wenig Licht, weil die Pflanze zur helleren Quelle strebt.
- Vermehrung
- Neue Pflanzen aus Stecklingen, Teilung, Kindeln oder Samen ziehen.
- Vermiculit
- Ein schwammiges Mineral, das man ins Substrat mischt, um Feuchtigkeit und Nährstoffe zu halten - oft bei der Anzucht verwendet.
- Welken
- Hängender, schlaffer Wuchs. Meist Durst (erholt sich nach dem Gießen), kann aber auch zu viel Wasser und Wurzelfäule bedeuten.
- Zweijährig
- Eine Pflanze, die zwei Saisons für ihren Lebenszyklus braucht - im ersten Jahr Blätter, im zweiten Blüten und Samen. Fingerhut und manche Gemüse sind zweijährig.
- Zwiebel
- Ein unterirdisches Speicherorgan aus fleischigen Blattschichten, das Nahrung für die Pflanze vorhält - Küchenzwiebeln, Knoblauch, Tulpen und Narzissen wachsen aus Zwiebeln.
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