Schafgarbe
Die Schafgarbe ist eine zähe, federige Wildblume mit einer der längsten Geschichten aller Kräuter - ihr botanischer Name, Achillea, bindet sie an die Achilles-Sage.
Überblick
Die Schafgarbe ist eine zähe, federige Wildblume mit einer der längsten Geschichten aller Kräuter - ihr botanischer Name, Achillea, bindet sie an die Sage von Achilles. Ihre Blätter und Blüten ergeben einen leicht bitteren, aromatischen Tee, der überliefert getrunken wird, um Fieber zu brechen, Erkältungen zu lindern und die Verdauung zu unterstützen. Sie ist trockenheitsfest, bestäuberfreundlich und wächst fast überall.
Bestimmung & Aussehen
Eine winterharte Staude von 30-90 cm Höhe, mit fein geteilten, weichen, farnartigen aromatischen Blättern und flachen Dolden winziger Blüten - bei der Wildpflanze weiß, bei Gartenformen gelb, rosa oder rot. Die Stängel sind zäh und leicht verholzend. Zerriebenes Laub hat einen scharfen, krautigen, leicht medizinischen Duft.
Wo sie wächst
Heimisch in Europa, Asien und Nordamerika, gehört die Schafgarbe zu den am weitesten verbreiteten Pflanzen der gemäßigten Welt. Sie wächst auf Wiesen, in Grasland, an Straßenrändern und auf Rasenflächen, gedeiht in magerem, trockenem, gut durchlässigem Boden und voller Sonne und steckt Trockenheit und Vernachlässigung weg.
Anbau zu Hause
Die Schafgarbe lässt sich leicht aus Samen, durch Teilung oder aus einer Gärtnereipflanze ziehen. Ihr volle Sonne und gut durchlässigen Boden geben - sie bevorzugt ausdrücklich mageren Grund und nimmt nährstoffreiche, nasse Bedingungen übel. Sie breitet sich über kriechende Wurzeln aus und sät sich selbst aus, steht also am besten in einer wilden Ecke oder begrenzt. Nach der Blüte für frischen Austrieb zurückschneiden.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne - die Schafgarbe braucht starkes Licht und blüht im Schatten schlecht.
Gießen
Nur zum Einwachsen gießen; die Schafgarbe ist hoch trockenheitsverträglich und mag nassen Boden nicht.
Boden & Temperatur
Magerer, trockener, gut durchlässiger Boden. Eine sehr winterharte Staude in den gemäßigten Klimaten.
Ernte & Zubereitung
Blätter und Blütendolden in voller Blüte an einem trockenen Tag pflücken. Beides wird verwendet, frisch oder getrocknet; die Schafgarbe trocknet gut. Für Tee einen Teelöffel des getrockneten Krauts 5-10 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen. Die Tasse ist aromatisch und merklich bitter, daher wird sie oft mit Minze, Holunderblüte oder Honig gemischt.
Gesundheit & Nutzen
Die Schafgarbe ist ein klassisches Erkältungs- und Fieberkraut, überliefert heiß getrunken, um das Schwitzen anzuregen und ein Fieber zu "brechen", und verwendet, um Verdauung und Kreislauf zu unterstützen. Sie ist koffeinfrei. Ihre Bitterkeit gehört zu ihrer überlieferten verdauungsfördernden Wirkung - doch die meisten Menschen mischen sie für eine angenehmere Tasse.
Häufige Probleme
- Umkippender Wuchs - zu viel Schatten oder zu nährstoffreicher Boden; ihr mageren Grund und volle Sonne geben.
- Breitet sich zu weit aus - die kriechenden Wurzeln begrenzen oder sie in einem wilden Bereich ziehen.
- Sehr bitterer Tee - natürlich; mit süßeren Kräutern oder Honig mischen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Extrem zäh, trockenheitsfest und einfach.
- Lange Geschichte als Erkältungs- und Fieberkraut.
- Hervorragend für Bestäuber.
Nachteile
- Deutlich bitter - braucht meist eine Mischung.
- Breitet sich über Wurzeln und Samen aus.
- Braucht volle Sonne, um zu leisten.
Am besten geeignet für
- Trockene, sonnige, pflegeleichte und wilde Gärten.
- Alle, die ein überliefertes Kraut der kalten Jahreszeit wollen.
- Bestäuberfreundliche Pflanzungen.
Weniger geeignet für feuchte, schattige Gärten oder alle, die einen süß schmeckenden Tee wollen.
Schafgarbe - häufige Fragen
Warum ist Schafgarbentee bitter?
Weiße oder farbige Schafgarbe für Tee?
Wie wird sie bei Erkältungen verwendet?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.