Ringelblume
Die Ringelblume ist eine fröhliche Einjährige, deren goldorange Blütenblätter einen milden, leicht erdigen, sonnenfarbenen Tee ergeben.
Überblick
Die Ringelblume ist eine fröhliche Einjährige, deren goldorange Blütenblätter einen milden, leicht erdigen, sonnenfarbenen Tee ergeben. Lange als hautberuhigendes und verdauungsförderndes Kraut geschätzt, ist die Ringelblume zugleich eine der am leichtesten aus Samen zu ziehenden Pflanzen - einmal gesät, blüht sie monatelang und kehrt von selbst wieder. Wenige Teepflanzen sind so einfach oder so leuchtend.
Bestimmung & Aussehen
Eine buschige Einjährige von 30-60 cm Höhe, mit weichen, leicht klebrigen, hellgrünen lanzettlichen Blättern und margeritenartigen Blütenköpfen in kräftigem Gelb und Orange, 4-7 cm breit. Die Blüten öffnen sich mit der Sonne und haben einen schwach harzigen Duft. Sie blüht bei regelmäßigem Pflücken durchgehend vom Frühsommer bis zu den ersten Frösten.
Wo sie wächst
Vermutlich in Südeuropa heimisch, wird die Ringelblume so lange kultiviert, dass ihre genaue Herkunft unklar ist. Sie wird weltweit als unkomplizierte Garten- und Kräuterpflanze gezogen, gedeiht in der Sonne, verträgt mageren Boden und sät sich überall dort verlässlich selbst aus, wo sie sich wohlfühlt.
Anbau zu Hause
Ringelblumensamen im Frühjahr direkt dorthin säen, wo sie blühen soll, an einen sonnigen, gut durchlässigen Platz. Sie keimt schnell und blüht binnen weniger Wochen. Ausputzen - oder schlicht weiterernten -, damit die Blüten die ganze Saison nachkommen. Sie sät sich selbst aus, sodass sie nach einer einzigen Aussaat Jahr für Jahr wiederkehrt.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne gibt die meisten Blüten, wobei sie leichten Schatten verträgt.
Gießen
Mäßig gießen; die Ringelblume ist recht trockenheitsverträglich, blüht aber bei gleichmäßiger Feuchtigkeit am besten.
Boden & Temperatur
Durchschnittlicher, gut durchlässiger Boden; verträgt mageren Grund. Als winterharte Einjährige gezogen; sie übersteht leichten Frost.
Ernte & Zubereitung
Die Blütenköpfe voll geöffnet pflücken, idealerweise an einem trockenen Morgen. Die Blütenblätter vom grünen Grund abziehen, denn verwendet werden die Zungenblüten. Sie in einer einzigen Lage trocknen, bis sie papierartig sind. Für Tee einen Esslöffel getrockneter Blütenblätter 5-10 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen, das gibt eine goldene, milde, sanft erdige Tasse.
Gesundheit & Nutzen
Die Ringelblume ist vor allem als Hautkraut bekannt, doch als koffeinfreier Tee wird sie überliefert getrunken, um die Verdauung zu beruhigen und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Die Blütenblätter sind reich an Carotinoiden und Flavonoiden. Der Geschmack ist mild, daher wird die Ringelblume oft mit Minze oder Kamille gemischt.
Häufige Probleme
- Wenige Blüten - hört man mit dem Ausputzen auf, lässt die Blüte nach; weiterpflücken hält sie in Gang.
- Echter Mehltau spät in der Saison - die Luftzirkulation verbessern; meist ein kleines Problem zum Jahresende.
- Blattläuse an den Knospen - abspülen oder hinnehmen; selten ernst.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Extrem einfach aus Samen.
- Blüht monatelang; sät sich selbst aus.
- Leuchtend, fröhlich, bestäuberfreundlich.
Nachteile
- Milder Geschmack - braucht oft eine Mischung.
- Einjährig - auf Selbstaussaat angewiesen, um wiederzukehren.
- Die Blütenblätter sind etwas fummelig zu trennen.
Am besten geeignet für
- Absolute Einsteiger, die garantierten Erfolg wollen.
- Sonnige Rabatten, Töpfe und Schnittgärten.
- Alle, die einen sanften, hübschen Kräutertee mögen.
Weniger geeignet für alle, die einen geschmacksstarken Tee für sich allein wollen.
Ringelblume - häufige Fragen
Ist die Ringelblume dasselbe wie die Tagetes aus dem Beetpflanzenregal?
Welchen Teil verwende ich?
Schmeckt sie nach viel?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.