Indianernessel (Goldmelisse)
Die Indianernessel ist eine auffällige nordamerikanische Staude, deren Blätter und Blüten einen duftenden, nach Zitrus und Thymian riechenden Tee ergeben.
Überblick
Die Indianernessel, auch Goldmelisse oder Bergamotte genannt, ist eine auffällige nordamerikanische Staude, deren Blätter und Blüten einen duftenden, nach Zitrus und Thymian riechenden Tee ergeben. Ihr englischer Name "Oswego tea" erinnert an die Verwendung durch die Oswego und später durch amerikanische Siedler. Mit ihren dramatisch zottigen Blüten in Rot, Rosa oder Violett ist sie in der Rabatte ebenso ein Star wie als Teekraut.
Bestimmung & Aussehen
Eine aufrechte, horstbildende Staude von 60-120 cm Höhe, mit vierkantigen Stängeln und aromatischen, gezähnten, lanzettlichen Blättern. Die Blüten sind unverwechselbar - zottige, schopfartige Köpfe röhriger Einzelblüten in Scharlachrot, Rosa, Malve oder Violett, unwiderstehlich für Bienen, Schmetterlinge und Kolibris. Zerriebene Blätter riechen nach Zitrus und Oregano.
Wo sie wächst
Heimisch im Osten Nordamerikas, wächst die Indianernessel auf feuchten Wiesen, an Waldrändern und Bachufern. Sie wird als Zier- und Teepflanze weithin kultiviert. Sie bevorzugt feuchten, fruchtbaren Boden und Sonne und breitet sich stetig über unterirdische Ausläufer aus.
Anbau zu Hause
Die Indianernessel aus einer Gärtnereipflanze oder durch Teilung ziehen. Ihr Sonne bis leichten Schatten und feuchten, fruchtbaren Boden geben. Sie breitet sich über Ausläufer aus, wenn auch weit weniger aggressiv als Minze - sie alle paar Jahre teilen, damit sie wüchsig bleibt. Gute Luftzirkulation ist wichtig, denn die Indianernessel neigt bei stehender, dichter Pflanzung zu Echtem Mehltau.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne bis leichter Schatten; volle Sonne gibt die beste Blüte.
Gießen
Den Boden verlässlich feucht halten - die Indianernessel liebt Feuchtigkeit, und Trockenstress lädt den Mehltau ein.
Boden & Temperatur
Feuchter, fruchtbarer, gut durchlässiger Boden. In gemäßigten Klimaten eine winterharte Staude.
Ernte & Zubereitung
Blätter vor und während der Blüte pflücken und die farbigen Blüten ebenfalls verwenden. Beides lässt sich frisch oder getrocknet nutzen. Für Tee eine kleine Handvoll frischer Blätter und Blüten oder einen Teelöffel getrocknete 5 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen. Die Tasse ist aromatisch und zitrusfrisch - die Blüten geben zudem eine hübsche Farbe.
Gesundheit & Nutzen
Tee aus Indianernessel ist koffeinfrei und wird überliefert getrunken, um Halsschmerzen zu lindern, Erkältungen zu erleichtern und die Verdauung zu beruhigen. Die Blätter enthalten Thymol, dieselbe Aromaverbindung wie im Thymian, die dem Tee seinen Duft und eine sanft antiseptische Note gibt.
Häufige Probleme
- Echter Mehltau - das Hauptproblem; ihr Platz, Luftzirkulation und gleichmäßige Feuchtigkeit geben und mehltauresistente Sorten wählen.
- Sich ausbreitende Horste - alle paar Jahre teilen, um sie zu begrenzen und zu verjüngen.
- Schwache Blüte - zu viel Schatten; in die Sonne setzen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Spektakuläre Blüten; hervorragend für Bestäuber.
- Aromatischer, zitrusfrischer, wohltuender Tee.
- Blätter und Blüten sind beide verwendbar.
Nachteile
- Sehr anfällig für Echten Mehltau.
- Breitet sich über Ausläufer aus - braucht Teilung.
- Braucht beständige Feuchtigkeit.
Am besten geeignet für
- Bestäuber- und Bauerngärten.
- Alle, die Schönheit und einen nützlichen Tee zugleich wollen.
- Sonnige, feuchte Rabatten.
Weniger geeignet für trockene Gärten oder enge, luftarme Plätze.
Indianernessel (Goldmelisse) - häufige Fragen
Warum steckt "Bergamotte" im Namen, wenn es nicht die Zitrusfrucht ist?
Was ist Oswego tea?
Wie vermeide ich Mehltau?
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