Philodendron melanochrysum
Philodendron melanochrysum ist ein begehrtes kletterndes Aronstabgewächs mit langen, samtigen, dunklen Blättern, die mit goldgrüner Aderung schimmern.
Überblick
Philodendron melanochrysum ist ein begehrtes kletterndes Aronstabgewächs, gehalten wegen seiner langen, samtigen, dunklen Blätter, die mit goldgrüner Aderung schimmern (Philodendron melanochrysum). Der englische Name "Black Gold Philodendron" fängt die tief schwärzlich-grünen Blattspreiten und ihren metallischen Glanz ein. Er ist ein Sammlerliebling, der Geduld belohnt, aber gleichmäßige Wärme und Luftfeuchtigkeit verlangt.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Die Art ist in den tropischen Regenwäldern Kolumbiens heimisch, wo sie als Hemiepiphyt an den unteren Andenhängen wächst. In der Natur keimt sie auf dem Waldboden und klettert dann Baumstämme hinauf, wobei ihre Luftwurzeln die Rinde greifen, während sie dem helleren, feuchteren Licht in der Kronenschicht entgegenwächst. Dieser warme, schattige, feuchtigkeitsreiche Unterwuchs ist die Umgebung, die ihre Pflege nachahmen soll.
Aussehen
Junge Pflanzen zeigen bescheidene herzförmige Blätter, doch die Pflanze verwandelt sich dramatisch, wenn sie reift und klettert. Adulte Blätter werden lang und schmal herzförmig und erreichen oft 60 cm oder mehr, wenn die Pflanze eine hohe Stütze zum Klettern bekommt. Die Oberfläche ist tief schwärzlich-grün mit samtiger, lichtschluckender Textur, durchzogen von feinen hellgoldenen und kupferfarbenen Adern. Der Wuchs ist kletternd rankend; drinnen kann sie an einem Moosstab 1,5 bis 2,4 m hoch werden, wobei die Blätter umso größer werden, je höher sie klettert.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Dramatische samtige schwarzgrüne Blätter mit leuchtend goldenen Adern, die wie lebende Kunst wirken.
- Die Blätter werden merklich größer und eindrucksvoller, wenn die Pflanze reift und klettert.
- Eine echte Sammlerpflanze, die einen Schritt über gewöhnliche Aronstabgewächse hinaus markiert.
- Gedeiht an einem Moosstab und wird so zu einem auffälligen vertikalen Blickfang in einem warmen Raum.
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Sie braucht viel Licht, um ihre dramatische Form zu behalten, doch direkte Mittagssonne verbrennt und bleicht die samtigen Blätter. Ein Ostfenster oder ein Platz etwa einen Meter von einem hellen Süd- oder Westfenster entfernt passt gut. Gießen: Die Mischung während des aktiven Wachstums leicht und gleichmäßig feucht halten und gießen, wenn sich die obersten 2-3 cm gerade eben trocken anfühlen. Nie nass stehen lassen, denn die fleischigen Wurzeln faulen in staunasser Mischung schnell; im Winter weniger gießen. Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroid-Mischung: Orchideenrinde, Perlit und Kokosfaser oder Torf mit etwas Holzkohle. Sie soll zugleich Feuchtigkeit halten und Luft an die Wurzeln lassen. Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wärme ist unverhandelbar. 18 bis 27 °C anstreben und nie unter 13 °C. Luftfeuchtigkeit über 60 % wird klar bevorzugt; trockene Luft verursacht kleine, knusprige, schlecht geformte Blätter. Düngen: Im Frühjahr und Sommer alle 2 bis 4 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen und in den dunkleren, kühleren Monaten aufhören. Extra: Ihr einen Moosstab oder ein Brett zum Klettern geben; ohne senkrechte Stütze bleiben die Blätter klein und die Pflanze wuchert in die Breite. Ihre Luftwurzeln greifen die Stütze und schätzen einen feuchten Stab. Hinweis: Diese Pflanze ist giftig für Katzen und Hunde, daher außer ihrer Reichweite halten.
Vermehrung
Über Triebstecklinge mit mindestens einem Knoten vermehren (die Stelle, an der ein Blatt und eine Luftwurzel entspringen). Knapp unterhalb eines Knotens schneiden, die Schnittstelle eine Stunde abtrocknen lassen und den Steckling dann in feuchtem Sphagnum-Moos, Wasser oder einer leichten, luftigen Mischung bewurzeln. Warm, feucht und hell, aber ohne direkte Sonne halten; Wurzeln bilden sich meist über mehrere Wochen, danach kann man eintopfen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Kleine oder missgebildete Blätter, meist durch zu wenig Licht, fehlende Kletterstütze oder niedrige Luftfeuchtigkeit.
- Gelb werdende Blätter und matschige Triebe durch zu viel Wasser und kalte, nasse Wurzeln.
- Saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Thripse, Wollläuse und Blattläuse, die trockene Raumluft mögen und sich auf den Blattunterseiten verstecken.
Giftigkeit & Sicherheit
Philodendron melanochrysum ist giftig für Katzen und Hunde. Wie bei anderen Philodendren enthalten alle Teile unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Wenn ein Haustier auf Blättern oder Stielen kaut oder hineinbeißt, werden diese nadelartigen Kristalle freigesetzt und bohren sich in Maul und Rachen, was starke Reizung und Brennen im Maul, Pfoten am Maul, übermäßiges Speicheln und Erbrechen verursacht. Beim Kauen reizt sie auch Menschen. Diese Pflanze gut außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern halten und nach dem Umgang mit Stecklingen die Hände waschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Spektakuläres, unverwechselbares Samtlaub, das kaum eine Zimmerpflanze erreicht.
- Die Blätter belohnen gute Pflege, indem sie mit der Zeit dramatisch größer werden.
Nachteile
- Anspruchsvoll bei Wärme und Luftfeuchtigkeit; hat es in trockenen oder kühlen Räumen schwer.
- Giftig für Katzen und Hunde und für ungeduldige Gärtner langsam im Anwachsen.
Am besten geeignet für
- Erfahrene Sammler, die gleichmäßige Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und einen Moosstab bieten können.
- Haushalte ohne Haustiere oder Gärtner, die sie zuverlässig außer Reichweite von Tieren halten können.
Philodendron melanochrysum - häufige Fragen
Warum bleiben die Blätter meines Melanochrysum klein?
Ist Philodendron melanochrysum schwer zu halten?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.