Philodendron squamiferum
Philodendron squamiferum ist ein auffälliges kletterndes Aronstabgewächs, dessen Blattstiele wie mit grobem Fell von flauschigen rot-kastanienbraunen Haaren bedeckt sind.
Überblick
Philodendron squamiferum ist ein auffälliges kletterndes Aronstabgewächs, von Sammlern für ein unverwechselbares Merkmal geschätzt: flauschige rot-kastanienbraune Haare, die seine Blattstiele wie grobes Fell bedecken. Zusammen mit glänzenden, tief gelappten, eichenblattartigen Blättern wirkt er zugleich architektonisch und ein wenig wild (Philodendron squamiferum). Er ist eine hemiepiphytische Kletterpflanze, klettert von Natur aus also Baumstämme hinauf, statt als ordentlicher Busch zu wachsen.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Die Art ist in den tropischen Regenwäldern des nordöstlichen Südamerikas heimisch, vor allem in Französisch-Guayana, Suriname und im Norden Brasiliens. In der Natur wächst sie als kletternder Hemiepiphyt, keimt auf dem Waldboden und erklimmt dann Baumstämme zum helleren Licht. Ihre Heimat ist warm, feucht und von einem dichten Kronendach beschattet, wobei sich die Wurzeln in Rinde und zerfallendem organischem Material statt in tiefer Erde verankern.
Aussehen
Ausgewachsene Blätter sind geigenförmig bis fünflappig, erinnern an die Silhouette eines breiten Eichenblatts oder einer Geige und können an eingewachsenen Pflanzen etwa 25 bis 45 cm lang werden. Sie sind tief glänzend grün mit leicht ledriger Textur. Das Kennzeichen sitzt an den Blattstielen: Sie sind dicht mit weichen, haarartigen roten bis kastanienbraunen Schuppen bedeckt, die der Pflanze ihren Namen geben (squamiferum bedeutet schuppentragend). Er wächst als Kletterpflanze und kann mit einer Stütze drinnen 1,5 bis 2 m oder mehr erreichen, wobei er beim Klettern entlang des Triebs dicke Luftwurzeln bildet.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Die flauschigen roten Blattstiele sind wirklich ungewöhnlich und machen ihn unter den Aronstabgewächsen zu einem herausragenden Gesprächsstück.
- Kräftiges, tief gelapptes Laub verleiht einem Raum eine skulpturale, dschungelartige Präsenz.
- Er ist nachsichtiger als viele seltene Sammler-Philodendren und verträgt eine Reihe von Bedingungen in Innenräumen.
- Ein wüchsiger Kletterer, der einen Moosstab mit der Zeit mit größeren, besser geformten Altersblättern belohnt.
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Mittleres Licht verträgt er, wird an dunklen Plätzen aber lang und bildet kleinere Blätter. Von greller direkter Sonne fernhalten, die das Laub verbrennt. Gießen: Gießen, wenn die obersten 3 bis 5 cm der Mischung abgetrocknet sind. Überschüssiges Wasser vollständig ablaufen lassen. Er mag keine nassen, staunassen Wurzeln, daher lieber etwas trockener als dauerhaft nass halten. Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroid-Mischung - etwa zu gleichen Teilen Blumenerde, Orchideenrinde und Perlit, idealerweise mit etwas Kokosfaser oder Holzkohle. Gute Belüftung um die Wurzeln ist unerlässlich. Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wohl bei 18 bis 27 °C. Kalte Zugluft und alles unter etwa 13 °C meiden. Bevorzugt 60 % oder mehr Luftfeuchtigkeit; mit normaler Luft im Haushalt kommt er zurecht, wächst mit zusätzlicher Luftfeuchtigkeit aber voller und gesünder. Düngen: Im Frühjahr und Sommer etwa alle 4 bis 6 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, das Düngen einstellen oder reduzieren. Extra: Ihm einen Moosstab oder ein Brett zum Klettern geben - die Luftwurzeln wollen sich festhalten, und eine gestützte Pflanze bildet viel größere, dramatischere Blätter als eine, die man hängen lässt. Wichtig: Diese Pflanze ist wegen unlöslicher Calciumoxalat-Kristalle giftig für Katzen und Hunde, daher außer Reichweite von Haustieren halten.
Vermehrung
Über Triebstecklinge mit mindestens einem Knoten vermehren (die Stelle, an der ein Blatt und eine Luftwurzel entspringen). Einen Steckling unterhalb eines Knotens schneiden, die Schnittstelle ein bis zwei Stunden abtrocknen lassen und ihn dann in Wasser, feuchtem Sphagnum-Moos oder direkt in einer leichten Aroid-Mischung bewurzeln. Warm und feucht halten; Wurzeln erscheinen meist innerhalb weniger Wochen, danach kann man eintopfen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Gelb werdende Blätter deuten meist auf zu viel Wasser oder schlechte Drainage; prüfen, ob die Mischung nicht dauerhaft nass bleibt.
- Kleine, weit auseinanderstehende Blätter und lange kahle Triebe weisen auf zu wenig Licht oder eine fehlende Kletterstütze hin.
- Auf Spinnmilben, Wollläuse und Thripse achten, besonders in trockener Raumluft - die Blattunterseiten kontrollieren und früh behandeln.
Giftigkeit & Sicherheit
Philodendron squamiferum ist giftig für Katzen und Hunde. Wie bei anderen Philodendren enthält sein Gewebe unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Wenn ein Tier auf Blättern oder Stielen kaut oder hineinbeißt, werden diese nadelartigen Kristalle freigesetzt und bohren sich in das weiche Gewebe von Maul und Rachen, was starke Reizung im Maul, Speicheln, Pfoten am Maul, Schluckbeschwerden und Erbrechen verursacht. Beim Verschlucken reizt er auch Menschen, und der Pflanzensaft kann empfindliche Haut belasten. Gut außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern halten und nach dem Schneiden die Hände waschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Markante flauschige rote Blattstiele, die kaum eine andere Zimmerpflanze bietet.
- Für einen Philodendron in Sammlerqualität relativ robust und einsteigerfreundlich.
Nachteile
- Giftig für Haustiere und Kinder, daher braucht der Standort Überlegung.
- Braucht eine Kletterstütze und ordentliche Luftfeuchtigkeit, um am besten auszusehen, und kann ohne sie wuchern oder lang werden.
Am besten geeignet für
- Aroid-Liebhaber und Sammler, die einen ungewöhnlich strukturierten Philodendron wollen.
- Gärtner, die einen Moosstab, Wärme und mäßige Luftfeuchtigkeit an einem Platz ohne Haustiere oder außer Reichweite bieten können.
Philodendron squamiferum - häufige Fragen
Warum sind die Stiele behaart und rot?
Braucht er einen Moosstab?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.