Philodendron 'Silver Sword' (Philodendron hastatum)
Philodendron 'Silver Sword' ist ein kletterndes Aronstabgewächs mit pfeilförmigen Blättern, die einen kühlen, metallisch silberblauen Schimmer tragen.
Überblick
Der Silver Sword ist ein kletterndes Aronstabgewächs, geschätzt für seine pfeilförmigen Blätter mit kühlem, metallisch silberblauem Schimmer (Philodendron hastatum). Er ist eine wüchsige Rankpflanze, deren Blattform sich mit zunehmender Reife dramatisch verändert, was einen großen Teil seines Reizes für Sammler ausmacht. Trotz des auffälligen Aussehens ist er nachsichtig in der Pflege, auch wenn der Schimmer bei hellem Licht und an einer Stütze am besten zur Geltung kommt.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Philodendron hastatum ist in einem kleinen Gebiet im Südosten Brasiliens heimisch, im Atlantischen Regenwald von Espírito Santo. Er wächst als Hemiepiphyt, wurzelt als Jungpflanze im Boden und klettert dann mithilfe von Luftwurzeln Baumstämme hinauf zum Licht. In der Natur gilt er als selten und durch Lebensraumverlust bedroht, daher sind fast alle Pflanzen in Kultur in Gärtnereien vermehrt.
Aussehen
Jugendblätter sind schmal und schwertartig mit einem sanften silbergrauen Schimmer, der der Pflanze ihren Namen gibt. Wenn sie klettert und reift, verbreitert sich das Laub zu einer eher dreieckigen, pfeilförmigen Form mit zwei Lappen an der Basis, und die Blätter können 30 bis 45 cm lang werden. Der metallische Glanz ist am Neuaustrieb am stärksten und wird mit dem Alter der Blätter zu einem grüneren Ton. Mit Moosstab oder Rankgitter klettert er stetig und kann drinnen 1,5 bis 2 m oder mehr übersteigen, wobei er entlang des Triebs dicke Luftwurzeln bildet.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Ungewöhnliches metallisch silberblaues Laub, das das Licht anders einfängt als die meisten grünen Zimmerpflanzen
- Schneller, lohnender Wachser, der beim Klettern sichtbar an Größe und Blattform gewinnt
- Nachsichtiger als viele silbrige Aronstabgewächse und tolerant gegenüber gelegentlichen Gießpausen
- Eine bekannte Sammlerpflanze, die vergleichsweise günstig und gut erhältlich bleibt
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Gutes Licht hält den Silberschimmer lebhaft und die Blätter groß. Grelle direkte Mittagssonne meiden, die das Laub verbrennen kann, ebenso tiefen Schatten, der kleine, stumpfe Blätter und langen Wuchs hervorbringt. Gießen: Gießen, wenn sich die obersten 3 bis 5 cm der Mischung trocken anfühlen, dann gründlich gießen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. In der Wachstumszeit leicht feucht, aber nie nass halten - Wurzeln faulen in staunasser Erde schnell. Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroid-Mischung - zum Beispiel Blumenerde, aufgelockert mit Orchideenrinde, Perlit und etwas Kokosfaser oder Holzkohle. Sie braucht Luft um die Wurzeln und einen Topf mit Abzugslöchern. Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wohl bei 18 bis 27 °C. Über 13 °C und fern von kalter Zugluft halten. Normale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen verkraftet er, wächst bei 50 bis 60 % oder mehr aber voller und schneller. Düngen: Im Frühjahr und Sommer alle 3 bis 4 Wochen einen ausgewogenen Flüssigdünger in halber Stärke geben. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, zurückfahren. Extra: Ihm einen Moosstab oder ein Rankgitter geben - eine Kletterstütze ist der mit Abstand wichtigste Faktor für größere, besser geformte Altersblätter und bändigt zugleich die dicken Luftwurzeln. Zu beachten ist, dass diese Pflanze giftig für Katzen und Hunde ist, daher außer ihrer Reichweite halten.
Vermehrung
Über Triebstecklinge mit mindestens einem Knoten vermehren (die Verdickung, an der ein Blatt und eine Luftwurzel entspringen). Knapp unterhalb eines Knotens schneiden, die Schnittstelle eine Stunde abtrocknen lassen und dann in Wasser, feuchtem Sphagnum-Moos oder direkt in einer leichten, luftigen Mischung bewurzeln. Warm und feucht halten, dann erscheinen Wurzeln meist innerhalb weniger Wochen; eintopfen, sobald sie einige Zentimeter lang sind.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Wurzelfäule durch zu viel Wasser oder dichte, wasserhaltende Erde - die häufigste Todesursache
- Verlust der Silberfarbe, kleine Blätter und langes Strecken bei wenig Licht
- Saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Thripse, Wollläuse und Blattläuse, besonders in trockener Luft
Giftigkeit & Sicherheit
Giftig für Katzen und Hunde. Wie andere Philodendren enthält er in Blättern und Trieben unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Wenn ein Tier auf der Pflanze kaut, werden diese nadelartigen Kristalle freigesetzt und bohren sich in Maul und Rachen, was starke Reizung im Maul, Speicheln, Pfoten am Maul, Schluckbeschwerden und Erbrechen verursacht. Dieselben Kristalle reizen menschliche Haut und Münder, daher bei Empfindlichkeit Handschuhe tragen und die Pflanze von Haustieren und kleinen Kindern fernhalten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Auffälliges metallisches Laub, das sich von typischen grünen Zimmerpflanzen abhebt
- Wüchsig und befriedigend in der Pflege, wenn er eine Kletterstütze bekommt
Nachteile
- Giftig für Haustiere und Menschen beim Kauen
- Braucht einen Stab und helles Licht, um seine volle, großblättrige Altersform zu erreichen
Am besten geeignet für
- Aroid-Sammler, die einen silbrigen Philodendron ohne hohen Preis wollen
- Gärtner, die einen Moosstab, helles indirektes Licht und einen Platz ohne Haustiere bieten können
Philodendron 'Silver Sword' (Philodendron hastatum) - häufige Fragen
Warum verliert mein Silver Sword seinen silbernen Schimmer?
Brauche ich wirklich einen Moosstab?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.