Philodendron 'Prince of Orange'
Philodendron 'Prince of Orange' ist eine selbstköpfende Hybride, deren neue Blätter leuchtend kupferorange austreiben und über Bernstein und Gelbgrün zu Tiefgrün altern.
Überblick
Philodendron 'Prince of Orange' ist eine selbstköpfende Hybride, geschätzt für ihre neuen Blätter, die sich leuchtend kupferorange entfalten und dann über Bernstein und Gelbgrün zu Tiefgrün altern (Philodendron 'Prince of Orange'). Anders als ihre kletternden Verwandten wächst sie als kompakte Rosette aus einem zentralen Herz, was sie zu einer ordentlichen, farbenfrohen Tischpflanze macht. Sie ist eine vom Menschen geschaffene Sorte, daher ergibt jeder Blattschub einen lebenden Farbverlauf an einer einzigen Pflanze.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Diese Pflanze ist eine Kulturhybride und kommt nicht wild vor, hat also kein eigenes natürliches Verbreitungsgebiet. Ihr Elternmaterial geht auf die Gattung Philodendron zurück, deren Arten in den warmen, feuchten Regenwäldern des tropischen Mittel- und Südamerikas heimisch sind. In diesen Wäldern wachsen wilde Philodendren auf dem schattigen Waldboden und an unteren Stämmen, weshalb diese Hybride drinnen helles indirektes Licht, gleichmäßige Wärme und beständige Feuchtigkeit bevorzugt.
Aussehen
Die Blätter sind breit, länglich und sanft speerförmig mit leicht gewellter Oberfläche und erreichen an einer eingewachsenen Pflanze meist etwa 20 bis 30 cm Länge. Neuer Austrieb erscheint leuchtend orange, wechselt dann zu Lachsrosa, Gelbgrün und schließlich zu einem gefestigten Tiefgrün, sodass eine gesunde Pflanze mehrere Farben zugleich zeigt. Der Wuchs ist selbstköpfend statt rankend, mit Blättern, die strahlenförmig aus einem kurzen zentralen Herz wachsen. Drinnen bildet sie ausgewachsen meist einen polsterförmigen Horst von etwa 45 bis 60 cm Höhe und ungefähr ebenso viel Breite.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Jedes neue Blatt erscheint feurig orange und sorgt ohne Blüten für ein Farbenspiel.
- Ihr selbstköpfender, horstbildender Wuchs bleibt kompakt und braucht weder Moosstab noch Rankgitter.
- Sie ist nachsichtig, wächst schnell an und verträgt normale Bedingungen in Innenräumen gut.
- Das mehrfarbige Laub passt als warmer Akzent zu Regalen, Schreibtischen und Pflanzengruppen.
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Ein paar Stunden sanfte Morgensonne vertiefen die Orangetöne, doch grelle Mittagssonne verbrennt die Blätter und bleicht die Farbe aus. Zu wenig Licht lässt den Neuaustrieb stumpf und schlicht grün werden. Gießen: Gießen, wenn sich die obersten 3 bis 5 cm der Mischung trocken anfühlen, dann gründlich gießen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Gleichmäßig feucht, aber nie nass halten, denn ständig nasse Wurzeln laden Fäulnis ein. Erde: Eine lockere, luftige Aroid-Mischung, die schnell abfließt, zum Beispiel Torf oder Kokosfaser mit reichlich Orchideenrinde und Perlit, in einem Topf mit Abzugslöchern. Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wohl bei 18 bis 27 °C; vor kalter Zugluft und allem unter etwa 13 °C schützen. Normale Raumluftfeuchtigkeit verträgt sie, ist aber über 50 % am glücklichsten und zeigt in trockenerer Luft knusprigere Blätter. Düngen: Im Frühjahr und Sommer monatlich mit einem ausgewogenen, verdünnten Zimmerpflanzendünger düngen und im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, pausieren. Extra: Die Orangefärbung ist ein Merkmal junger Blätter und kein Dauerzustand, daher nicht erwarten, dass alte Blätter orange bleiben; kurze Luftwurzeln und ein dicker werdendes Herz sind mit dem Alter normal. Giftig für Katzen und Hunde (unlösliche Calciumoxalat-Kristalle) - Kauen verursacht Reizungen im Maul, Speicheln und Erbrechen.
Vermehrung
Weil sie selbstköpfend statt rankend wächst, durch Teilung oder über basale Stecklinge mit einem Knoten vermehren. Wenn die Pflanze reift, kann sie Ableger oder ein bewurzeltes Triebstück am Herz bilden; ein gesundes Stück mit mindestens einem Knoten und einigen Wurzeln abtrennen, in feuchte Aroid-Mischung topfen und warm und feucht halten, bis neuer Austrieb erscheint. Die Bewurzelung ist langsamer und weniger zuverlässig als bei kletternden Philodendren, daher hilft Geduld.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Zu viel Wasser und schwere Erde führen zu gelb werdenden unteren Blättern und Wurzelfäule.
- Saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Wollläuse und Thripse können sich auf den Unterseiten und im Herz festsetzen.
- Verblasste, ganz grüne neue Blätter und langer Wuchs zeigen meist zu wenig Licht.
Giftigkeit & Sicherheit
Diese Pflanze ist giftig für Katzen und Hunde. Wie alle Philodendren enthält sie in ihrem Gewebe unlösliche Calciumoxalat-Kristalle; wenn ein Haustier auf den Blättern kaut oder hineinbeißt, werden diese nadelartigen Kristalle freigesetzt und reizen Maul und Rachen. Typische Anzeichen sind starke Schmerzen im Maul, Pfoten am Maul, übermäßiges Speicheln, Schluckbeschwerden und Erbrechen. Sie reizt auch Menschen, daher außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern halten und nach dem Umgang mit geschnittenen Stielen oder Pflanzensaft die Hände waschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Auffälliger orangefarbener Neuaustrieb bringt ohne Blüten fortwährend Farbe.
- Kompakte, selbstköpfende Form braucht keine Stütze und bleibt ordentlich.
Nachteile
- Giftig für Katzen, Hunde und Kinder, daher muss der Standort sorgfältig gewählt werden.
- Das Orange ist vorübergehend und verblasst zu Grün, was Käufer enttäuschen kann, die eine dauerhaft orange Pflanze erwarten.
Am besten geeignet für
- Einsteiger und fortgeschrittene Gärtner, die unkomplizierte Farbe auf Regal oder Schreibtisch wollen.
- Haushalte ohne Haustiere oder mit sorgfältiger Aufstellung und hellem indirektem Licht.
Philodendron 'Prince of Orange' - häufige Fragen
Warum sind meine neuen Blätter grün statt orange ausgetrieben?
Bleiben die Blätter für immer orange?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.