Roselle-Hibiskus
Die Roselle ist der Hibiskus hinter dem berühmten rubinroten Hibiskustee - ein herber, cranberryartiger, leuchtend gefärbter Aufguss.
Überblick
Die Roselle ist der Hibiskus hinter dem berühmten rubinroten Hibiskustee - ein herber, cranberryartiger, leuchtend gefärbter Aufguss, der weltweit heiß oder eisgekühlt getrunken wird. Was man aufbrüht, ist nicht das Blütenblatt, sondern der fleischige rote Kelch, der nach der Blüte um die Samenkapsel anschwillt. Sie ist ein schnellwüchsiger tropischer Einjähriger, der sich bei einer langen warmen Saison auch in kühleren Klimaten ziehen lässt.
Bestimmung & Aussehen
Eine hohe, verzweigte einjährige Pflanze, die 1,5-2,5 Meter erreicht, mit rötlichen Stängeln und tief gelappten grünen Blättern, die oft rot überlaufen sind. Die Blüten sind blassgelb mit dunkelroter Mitte und halten nur einen Tag. Der Gewinn ist der zurückbleibende Kelch - ein dicker, glänzender, tiefroter, fleischiger Becher, der sich um die sich entwickelnde Samenkapsel bildet.
Wo sie wächst
Heimisch im tropischen Afrika und heute in den Tropen weithin angebaut - in Westafrika, der Karibik, Mexiko, Südostasien -, ist die Roselle eine Grundkultur für kalte und heiße Hibiskusgetränke. Sie braucht Hitze und eine lange frostfreie Vegetationszeit und blüht im Herbst, wenn die Tage kürzer werden.
Anbau zu Hause
Die Samen im zeitigen Frühjahr drinnen aussäen, denn die Roselle braucht eine lange Saison. Erst nach jedem Frost auspflanzen, an den wärmsten, sonnigsten Platz oder in einen großen Topf. Sie wächst über den Sommer schnell und hoch und blüht dann im Herbst, wenn die Nächte länger werden. In kühlen Klimaten gibt der Anbau unter Glas den Kelchen Zeit, sich vor dem Frost zu entwickeln.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne und so viel Hitze wie möglich - die Roselle ist eine echte Tropenpflanze.
Gießen
Über die Wachstumszeit großzügig und regelmäßig gießen, um ihr schnelles, hohes Wachstum zu tragen.
Boden & Temperatur
Nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden. Frostempfindlich - in kühlen Klimaten als Sommereinjährige oder unter Glas ziehen.
Ernte & Zubereitung
Die Kelche etwa 1-2 Wochen nach dem Abfallen der Blüte ernten, solange sie noch zart sind und sich leicht abbrechen lassen. Die Samenkapsel aus der Mitte ziehen und den roten Kelch dann frisch oder getrocknet verwenden. Für Tee eine kleine Handvoll getrockneter Kelche 5-10 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen. Das Ergebnis ist ein tief rubinrotes, herbes Getränk - hervorragend gekühlt und gesüßt.
Gesundheit & Nutzen
Hibiskustee ist koffeinfrei, reich an Anthocyanen und Vitamin C und wurde auf eine bescheidene blutdrucksenkende Wirkung hin untersucht. Seine helle Säure führt dazu, dass er oft gesüßt oder gemischt wird. Die leuchtend rote Farbe stammt vollständig aus den Kelchpigmenten.
Häufige Probleme
- Keine Kelche vor dem Frost - die Saison ist zu kurz; früher drinnen vorziehen oder unter Glas ziehen.
- Zähe, holzige Kelche - zu spät gepflückt; ernten, solange sie noch zart sind.
- Langsamer Start im Freien - zu kalt ausgepflanzt; auf echte Wärme warten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Liefert den echten rubinroten Hibiskustee.
- Schnellwüchsige und auffällige Pflanze.
- Die Kelche trocknen und lagern sehr gut.
Nachteile
- Braucht eine lange, heiße, frostfreie Saison.
- Nur der Kelch wird verwendet, nicht die Blüte.
- Herb - braucht meist Süße.
Am besten geeignet für
- Gärtner in warmen Klimaten oder in kühlen Klimaten mit Gewächshaus.
- Alle, die herbe, gekühlte Hibiskusgetränke lieben.
- Gärtner, die eine kraftvolle, ertragreiche Einjährige wollen.
Weniger geeignet für kurze, kühle Vegetationszeiten ohne Schutz.
Roselle-Hibiskus - häufige Fragen
Welcher Teil der Roselle ergibt den Tee?
Kann ich sie in einem kühlen Klima ziehen?
Warum ist mein Hibiskustee so sauer?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.