Hagebutte
Die Hagebutte ist die leuchtend scharlachrote Frucht der Rose - und eine der reichsten natürlichen Vitamin-C-Quellen unter allen Teepflanzen.
Überblick
Die Hagebutte ist die leuchtend scharlachrote Frucht der Rose - und eine der reichsten natürlichen Vitamin-C-Quellen unter allen Teepflanzen. Nachdem die Blütenblätter gefallen sind, schwellen die Hagebutten an und reifen und ergeben einen säuerlichen, fruchtigen, rosig gefärbten Tee, der seit Langem als Wintertonikum geschätzt wird. Viele Gärtner ziehen die passende Pflanze längst, ohne zu ahnen, welche Ernte am Strauch wartet.
Bestimmung & Aussehen
Hagebutten sind die fleischigen Früchte, die nach der Rosenblüte zurückbleiben - oval bis rund, glatt, glänzend und von Grün zu leuchtendem Orangerot reifend. Sie sitzen an dornigen, überhängenden Trieben mit den vertrauten gefiederten, gezähnten Rosenblättern. Im Inneren umschließt die Frucht Samen, die von feinen, reizenden Härchen umgeben sind, welche entfernt werden müssen.
Wo sie wächst
Rosen wachsen auf der gesamten gemäßigten Nordhalbkugel. Die besten Hagebutten kommen von Wild- und Strauchrosen - besonders von der Hundsrose (Rosa canina) der Hecken und von der Kartoffelrose (Rosa rugosa), die große, fleischige Hagebutten trägt. Sie gedeihen in der Sonne und in gut durchlässigem Boden.
Anbau zu Hause
Eine hagebuttentragende Rose ziehen: Kartoffelrosen sind ideal, robust, krankheitsresistent und ertragreich, während wilde Hundsrosen sich für eine Hecke eignen. In der Sonne in gut durchlässigen Boden pflanzen. Entscheidend: nicht ausputzen - die verblühten Blüten müssen stehen bleiben, damit sich die Hagebutten bilden und reifen können. Die meisten modernen Hybridrosen sind auf Blüte gezüchtet und setzen wenige Hagebutten an.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne - Rosen brauchen gutes Licht, um gut zu blühen und zu fruchten.
Gießen
Zum Einwachsen und in Trockenphasen gießen; eingewachsene Strauchrosen sind recht trockenheitsverträglich.
Boden & Temperatur
Fruchtbarer, gut durchlässiger Boden. Kartoffel- und Wildrosen sind in den gemäßigten Klimaten sehr winterhart.
Ernte & Zubereitung
Die Hagebutten pflücken, wenn sie voll gefärbt und leicht weich sind, idealerweise nach dem ersten leichten Frost, der sie süßer macht. Sie aufschneiden und die Samen samt ihrer reizenden Härchen herauskratzen - dieser Schritt ist unerlässlich. Das gereinigte Fruchtfleisch frisch oder getrocknet verwenden. Für Tee einen Esslöffel getrockneter Hagebutten 10 Minuten simmern oder ziehen lassen und dann gut abseihen.
Gesundheit & Nutzen
Hagebuttentee ist berühmt für seinen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt und ein überliefertes Tonikum für Winter und kalte Jahreszeit. Er ist koffeinfrei, säuerlich und fruchtig und reich an Antioxidantien. Hagebutten werden zudem seit Langem verwendet, um das Wohlbefinden der Gelenke zu unterstützen. Der Geschmack des Tees ist angenehm genug, um ihn schlicht aus Freude zu trinken.
Häufige Probleme
- Kratzen im Hals oder Reizung - die Samenhärchen wurden nicht entfernt; immer entkernen und gründlich abseihen.
- Es bilden sich keine Hagebutten - die Blüten wurden ausgeputzt, oder es ist eine auf Blüte gezüchtete Hybride; die Blüten stehen lassen und eine hagebuttentragende Rose ziehen.
- Harte, saure Hagebutten - zu früh gepflückt; voll gefärbt und nach einem Frost ernten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Außergewöhnlich reich an Vitamin C.
- Säuerlicher, fruchtiger, wirklich genussvoller Tee.
- Eine zusätzliche Ernte von einem Zierstrauch.
Nachteile
- Samen und reizende Härchen müssen entfernt werden.
- Viele Hybridrosen setzen wenige oder keine Hagebutten an.
- Bedeutet, nicht auszuputzen - weniger späte Blüten.
Am besten geeignet für
- Alle, die Strauch- oder Wildrosen ziehen.
- Menschen, die einen vitaminreichen Wintertee wollen.
- Hecken- und Bauerngärten.
Weniger geeignet für Gärten mit Edelrosen, die nur auf Blüten gezüchtet sind.
Hagebutte - häufige Fragen
Warum muss ich die Samen entfernen?
Welche Rosen geben die besten Hagebutten?
Wann soll ich sie pflücken?
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