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Philodendron 'Florida Ghost'

Philodendron 'Florida Ghost' ist ein kletterndes Aronstabgewächs, von Sammlern geschätzt für die gespenstisch fast weißen neuen Blätter, denen es seinen Namen verdankt.

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Philodendron 'Florida Ghost'
Licht
Helles, indirektes Licht.
Gießen
Gießen, wenn sich die obersten 3 bis 5 cm der Mischung trocken anfühle…
Kategorie
Zimmerpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Philodendron 'Florida Ghost' ist ein kletterndes Aronstabgewächs, von Sammlern geschätzt für die gespenstisch fast weißen neuen Blätter, denen es seinen Namen verdankt. Er wird meist als Auslese der Hybride Philodendron 'Florida' beschrieben (Philodendron 'Florida Ghost'), die ihrerseits meist als Kreuzung aus Philodendron pedatum und Philodendron squamiferum geführt wird. Frische Blätter entfalten sich in geisterhaftem Creme bis Blassmint und vertiefen sich dann langsam zu sattem Grün, während sie ausreifen.

Herkunft & natürlicher Lebensraum

'Florida Ghost' ist eine gärtnerische Hybride und kommt nirgends wild vor - er existiert nur in Kultur. Seine Elternarten stammen aus den feuchten tropischen Regenwäldern des nördlichen Südamerikas, wo sie als Hemiepiphyten wachsen, im Boden wurzeln und dann Baumstämme hinauf zum helleren Licht klettern. Dieser Hintergrund erklärt seine Pflege: Er will Wärme, gleichmäßige Feuchtigkeit, hohe Luftfeuchtigkeit und etwas zum Klettern, ganz wie seine Vorfahren aus dem Regenwald.

Aussehen

Das Kennzeichen ist die Farbreise des Laubs. Neue Blätter erscheinen fast reinweiß bis blasscreme (das "Geister"-Stadium), durchlaufen ein Gelbgrün oder Mintgrün und reifen schließlich zu glänzendem Tiefgrün. Die Blätter sind tief gelappt, entwickeln mit zunehmender Reife drei bis fünf fingerartige Abschnitte und können an einem eingewachsenen Exemplar etwa 20 bis 30 cm lang werden. Die Blattstiele sind oft rötlich und leicht höckerig. Er ist ein natürlicher Kletterer, der entlang des Triebs Luftwurzeln bildet und mit Moosstab oder Stütze drinnen 1,5 m oder mehr erreichen kann; ohne Stütze bleibt er kleiner und wuchert in die Breite.

Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile

  • Dramatisch farbwechselnde Blätter, von geisterhaftem Weiß bis Tiefgrün, alle zugleich an einer Pflanze
  • Skulpturales, tief gelapptes Laub, das beim Klettern an einem Moosstab eindrucksvoll aussieht
  • Ein echtes Sammler-Gesprächsthema, das dennoch nachsichtiger ist als viele seltenere Aronstabgewächse
  • Jung kompakt genug für ein Regal oder eine Pflanzenwand und dennoch lohnend, ihn über die Zeit hochzuziehen

Pflege

Licht: Helles, indirektes Licht. Gutes Licht sorgt für den stärksten Farbkontrast am Neuaustrieb; bei zu wenig Licht treiben die Blätter grüner aus und die Pflanze wird lang. Grelle direkte Mittagssonne meiden, die das helle junge Laub verbrennt. Gießen: Gießen, wenn sich die obersten 3 bis 5 cm der Mischung trocken anfühlen, dann gründlich gießen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Leicht feucht, aber nie nass halten - er mag nicht im Wasser stehen, und kalte, nasse Wurzeln laden Fäulnis ein. Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroid-Mischung: etwa zu gleichen Teilen Blumenerde, Orchideenrinde und Perlit, mit einer Handvoll Kokosfaser oder Holzkohle. Ziel ist Luft um die Wurzeln bei gleichzeitigem Feuchtigkeitsspeicher. Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Warme Bedingungen von 18 bis 27 °C passen am besten; vor allem unter etwa 13 °C und vor kalter Zugluft schützen. Er schätzt Luftfeuchtigkeit von 60 % oder mehr - höhere Luftfeuchtigkeit fördert größere Blätter und eine sauberere Geisterfärbung, doch normale Raumluftfeuchtigkeit verträgt er mit etwas kleinerem Wuchs. Düngen: Im Frühjahr und Sommer etwa alle 4 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, zurückfahren. Extra: Ihm einen Moosstab oder ein Rankgitter geben - als Kletterer bildet er Luftwurzeln und belohnt Halt mit größeren, besser geformten Blättern. Warnung: Diese Pflanze ist wegen unlöslicher Calciumoxalat-Kristalle giftig für Katzen und Hunde; Kauen verursacht Reizungen im Maul, Speicheln und Erbrechen, daher außer Reichweite von Haustieren halten.

Vermehrung

Über Triebstecklinge vermehren und darauf achten, dass jeder Steckling mindestens einen Knoten enthält - die kleine Verdickung, an der ein Blatt und Luftwurzeln entspringen. Ein Knoten ist unerlässlich; ein Blatt ohne Knoten wurzelt nicht. Knapp unterhalb eines Knotens schneiden, die Schnittstelle ein bis zwei Stunden abtrocknen lassen und den Steckling dann in Wasser, feuchtem Sphagnum-Moos oder direkt in einer leichten, luftigen Mischung bewurzeln. Warm und feucht halten, dann erscheinen neue Wurzeln meist innerhalb weniger Wochen.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Zurückschlagender oder ganz grüner Wuchs: Meist ist zu wenig Licht die Ursache, daher an einen helleren Platz stellen, um die Geisterfärbung zurückzuholen
  • Wurzelfäule und gelb werdende Blätter durch zu viel Wasser oder eine dichte, wasserhaltende Mischung
  • Saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Wollläuse, Blattläuse und Thripse, besonders in trockener Raumluft; Blätter abwischen und früh mit Kaliseife behandeln

Giftigkeit & Sicherheit

Philodendron 'Florida Ghost' ist giftig für Katzen und Hunde. Wie andere Philodendren enthält er in Blättern und Trieben unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Wenn ein Haustier in die Pflanze beißt oder darauf kaut, werden diese nadelartigen Kristalle freigesetzt und reizen Maul und Rachen, was starke Schmerzen im Maul, übermäßiges Speicheln, Pfoten am Maul, Schluckbeschwerden und Erbrechen verursacht. Beim Verschlucken reizt er auch Menschen, und der Pflanzensaft kann empfindliche Haut belasten. Gut außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern halten und nach dem Umgang mit Stecklingen die Hände waschen.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Einzigartiges, sich ständig wandelndes weiß-grünes Laub, das kaum eine andere Pflanze erreicht
  • Einfacher zu halten und leichter erhältlich als viele seltene Sammler-Aronstabgewächse

Nachteile

  • Giftig für Katzen und Hunde, daher schlecht geeignet für Haushalte mit neugierigen Haustieren
  • Neuaustrieb kann bei wenig Licht grüner ausfallen und seine "Geister"-Wirkung verlieren

Am besten geeignet für

  • Fortgeschrittene Hobbygärtner und Aroid-Sammler, die helles Licht, Wärme und einen Moosstab bieten können
  • Haushalte ohne Haustiere oder Gärtner, die ihn sicher außer Reichweite eines Tieres aufstellen können

Philodendron 'Florida Ghost' - häufige Fragen

Warum sind meine neuen Blätter grün statt weiß?
Die Geisterfärbung ist bei hellem, indirektem Licht am stärksten. Treiben neue Blätter grün statt hell aus, bekommt die Pflanze meist nicht genug Licht - sie näher an ein helles Fenster stellen (aber ohne grelle direkte Sonne), dann sollte der Neuaustrieb mehr vom geisterhaften Kontrast zeigen.
Braucht er einen Moosstab?
Nicht zwingend, doch er ist ein Kletterer, der mit Stütze am besten wächst. Ein Moosstab oder Rankgitter lässt seine Luftwurzeln haften und fördert größere, besser geformte Blätter; ohne Stütze bleibt er kleiner und neigt dazu, in die Breite zu wuchern.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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