Milchstern
Milchsterne erzählen zwei Geschichten - weiße Satinsterne für den Garten und die Chincherinchee der Floristen, deren Schnittähren legendär einen MONAT im Wasser halten.
Überblick
Milchsterne (Ornithogalum) teilen sich in zwei Geschichten: den Garten-Milchstern - weiße Satinsterne, die verwildern (energisch - Standortwahl nötig) - und die Chincherinchee der Floristen, deren geschnittene Ähren legendäre einen MONAT im Wasser halten. Weiß, einfach, und beide Gesichter sind es wert, gekannt zu werden. (Ornithogalum umbellatum / thyrsoides.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
umbellatum: Wiesen Europas und des Mittelmeerraums; thyrsoides (Chincherinchee): Kapregion Südafrikas - nicht winterhart, aber in der Vase unsterblich.
Aussehen
umbellatum: Büschel von 15-25 cm aus grün gestreiften Satinsternen, die sich zur Mittagssonne öffnen, Mai. thyrsoides: dichte weiße Blütenkegel von 30-50 cm, Frühsommer, in Floristenqualität.
Warum man ihn pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Porzellanweiße Sterne, null Aufwand
- Chincherinchee = die haltbarste Schnittblume, Punkt
- Schattenverträgliches Verwildern (umbellatum)
- In Mengen günstig
Pflege
Licht: Sonne bis Halbschatten (umbellatum); volle Sonne (thyrsoides).
Wasser: Normal; beide ruhen im Sommer trocken.
Boden: Jeder durchlässige Boden.
Pflanzung: Herbst, 8 cm tief. umbellatum: NUR WO BEGRENZT (gemähter Rasen, Baumscheiben, eingefasste Beete) - er besiedelt Flächen mit an Frechheit grenzendem Eifer und ist in Teilen Nordamerikas als invasiv gelistet; regional prüfen, niemals Zwiebeln an wilden Rändern entsorgen. thyrsoides: in den Zonen 8-10 im Boden, anderswo im Frühjahr pflanzen und wie Gladiolen ausgraben.
Winterhärte: umbellatum Zonen 4-9; thyrsoides 8-10 (oder einjährige Kultur).
Nach der Blüte: umbellatum regelt sich selbst (genau das ist der Vorbehalt); thyrsoides in kalten Zonen ausgraben und trocken lagern.
Vermehrung
Brutzwiebeln - reichlich (umbellatum braucht keine Hilfe; das ist das Leitmotiv).
Häufige Probleme & Schädlinge
- Die Wuchskraft von umbellatum, wo sie unerwünscht ist (wie empfohlen platzieren - regionale Listen invasiver Arten!)
- Blüten schließen sich an trüben Tagen
- Wenig sonst
Giftigkeit & Sicherheit
Giftig bei Verzehr (Cardenolide - vor allem die Zwiebeln) für Haustiere und Weidetiere; ein weiterer Grund für ordentliche, begrenzte Standorte. Geschnittene Chincherinchee-Stiele sind in der Vase in Ordnung, aber das Vasenwasser von Haustieren fernhalten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Leuchtendes Weiß für ein paar Cent
- Die Vasenblume, die einen Monat hält
- Wächst überall (der Vorbehalt als Lob formuliert)
Nachteile
- umbellatum überschreitet ungepflegt Grenzen
- Öffnet sich nur zur Mittagszeit
- thyrsoides nicht winterhart
Am besten geeignet für
- Begrenztes Verwildern (Baumscheiben, gemähte Ränder)
- Schnittblumenreihen (vor allem thyrsoides)
- Füller für weiße Gärten
- Liebhaber langer Vasenhaltbarkeit
Milchstern - häufige Fragen
Eine Schnittblume, die einen MONAT hält - wirklich?
Ist die Gartenart invasiv?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.