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Pfingstrose 'Shirley Temple'

'Shirley Temple' ist eine Stauden-Pfingstrose mit riesigen gefüllten Blüten, die zartrosa aufgehen und zu einem sauberen cremigen Weiß altern.

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Pfingstrose 'Shirley Temple'
Licht
Volle Sonne ist am besten, mindestens sechs Stunden täglich; etwas Nac…
Gießen
Mäßig und gleichmäßig; in den ersten Jahren und während der Knospenbil…
Kategorie
Gartenpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

'Shirley Temple' ist eine Stauden-Pfingstrose, geschätzt für riesige, vollständig gefüllte Blüten, die im zartesten Blassrosa aufgehen und zu einem sauberen cremigen Weiß altern, sodass eine einzelne Pflanze mit reifenden Blüten zweifarbig wirkt (Paeonia lactiflora 'Shirley Temple'). Sie verbindet diese weiche Färbung mit einem leichten, süßen Duft und der Langlebigkeit, für die Garten-Pfingstrosen bekannt sind, und hält sich mühelos Jahrzehnte an einem Platz. Unter den Lactiflora-Pfingstrosen fällt sie durch ihre blassen, fast leuchtenden Blütenblätter und ihre verlässliche mittelfrühe Blüte auf.

Herkunft & Hintergrund

Die Stammart Paeonia lactiflora ist in Zentral- und Ostasien heimisch, von Sibirien über die Mongolei bis Nordchina und Korea, wo sie an grasigen Hängen und an lichten Waldrändern wächst. Die unzähligen heute kultivierten Garten-Pfingstrosen gehen auf jahrhundertelange Auslese aus dieser Art zurück. 'Shirley Temple' ist eine Gartensorte des 20. Jahrhunderts, in den Vereinigten Staaten eingeführt und etwa seit den späten 1940er Jahren weit verbreitet; sie wurde nach dem Kinderfilmstar benannt und ist seither ein fester Bestandteil des Gärtnereisortiments.

Aussehen

Die Blüten sind groß, oft 15 bis 18 cm im Durchmesser, und vollständig gefüllt in einer runden Bomben- bis Rosenform, dicht gepackt mit gerüschten Blütenblättern. Sie treten blassrosa aus dicken runden Knospen hervor und verblassen beim Öffnen zu weichem Elfenbeinweiß, sodass ein blühender Horst mehrere Töne zugleich zeigt. Die Blüte liegt mittelfrüh, meist vom späten Frühjahr in den Frühsommer. Die Pflanze bildet einen aufrechten, buschigen Hügel aus glänzenden, tief geteilten dunkelgrünen Blättern und erreicht ausgewachsen etwa 80 bis 90 cm Höhe und rund 90 cm Breite. Das Laub bleibt den Sommer über ansehnlich und kann im Herbst bronzerote Töne annehmen, bevor es für den Winter bis zum Boden einzieht.

Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile

  • Riesige, romantische gefüllte Blüten in einem weichen Rosa-Weiß-Verlauf, der zu Bauerngärten, Hochzeiten und formalen Rabatten gleichermaßen passt
  • Angenehmer leichter Duft, anders als bei vielen duftlosen modernen gefüllten Sorten
  • Extrem langlebig und pflegeleicht, sobald sie eingewachsen ist, und überlebt oft den Gärtner, der sie gepflanzt hat
  • Hervorragende, lange haltbare Schnittblume für die Vase

Pflege

Licht: Volle Sonne ist am besten, mindestens sechs Stunden täglich; etwas Nachmittagsschatten wird in heißen Regionen vertragen, doch zu viel Schatten mindert die Blüte. Wasser: Mäßig und gleichmäßig; in den ersten Jahren und während der Knospenbildung bei Trockenheit durchdringend gießen, danach ist sie recht trockenheitsverträglich. Boden: Tiefgründiger, fruchtbarer, gut durchlässiger, humusreicher Lehm; leicht sauer bis neutral, etwa pH 6,5 bis 7,0. Nassen Boden mag sie nicht. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8. Blüte oder Saison: Mittelfrüh, spätes Frühjahr bis Frühsommer, wobei jeder Horst etwa ein bis zwei Wochen blüht. Extra: Die Wachstumsaugen höchstens etwa 3 bis 5 cm unter der Oberfläche pflanzen, denn zu tiefes Setzen ist der übliche Grund, warum Pfingstrosen nicht blühen. Die schweren gefüllten Blüten brauchen bei Regen oft Halt, daher im Frühjahr einen Stützring setzen, durch den die Triebe wachsen. Hinweis für Tierhalter: Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde.

Pflanzung & Vermehrung

Wurzelnackte Teilstücke oder getopfte Pflanzen im Herbst an einen dauerhaften, sonnigen, gut durchlässigen Platz setzen, die Augen knapp unter der Bodenoberfläche. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung im Frühherbst: den ganzen Horst ausgraben, die Erde von den knolligen Wurzeln waschen und in Stücke schneiden, die je 3 bis 5 gesunde Augen samt einem guten Stück Wurzel tragen. Zügig in der richtigen flachen Tiefe wieder einpflanzen. Die Teilstücke können ein bis zwei Jahre schmollen, bevor sie kräftig blühen. Eine Anzucht aus Samen ist möglich, aber sehr langsam und fällt nicht sortenecht, daher bleibt sie Züchtern und nicht Gärtnern vorbehalten.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Grauschimmel (Botrytis) in kühlen, nassen Frühjahren, mit geschwärzten Knospen und zusammenbrechenden Trieben; für Luftzirkulation sorgen und befallene Teile entfernen
  • Ausbleibende Blüte, fast immer durch zu tiefes Pflanzen, zu viel Schatten oder ein noch einwachsendes Teilstück
  • Umkippende Triebe, da sich die sehr schweren gefüllten Blüten nach Regen ohne Stütze zu Boden neigen

Giftigkeit & Sicherheit

Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde. Sie enthalten die Verbindung Paeonol, die in Rinde und Wurzeln am stärksten konzentriert ist. Wenn ein Haustier an der Pflanze oder besonders an frisch ausgegrabenen Wurzeln kaut, sind die wahrscheinlichen Anzeichen Erbrechen und Durchfall. Die Reaktionen sind meist mild bis mäßig und nicht lebensbedrohlich, doch es ist sinnvoll, Tiere vom Knabbern abzuhalten und geteilte Wurzeln außer Reichweite zu halten; bei größeren Mengen oder anhaltenden Symptomen eine Tierarztpraxis kontaktieren. Von der schlicht im Garten wachsenden Pflanze geht keine Gefahr aus.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Spektakuläre, duftende gefüllte Blüten und jahrzehntelang verlässliche Leistung aus einer einzigen Pflanzung
  • Winterhart, kälteliebend und weitgehend problemlos, sobald sie am richtigen Platz eingewachsen ist

Nachteile

  • Schwere Blüten kippen ohne Stütze um, und die Hauptschau dauert nur ein bis zwei Wochen
  • Wächst langsam ein, nimmt ein Umsetzen übel und ist giftig für Katzen und Hunde

Am besten geeignet für

  • Bauerngärten, gemischte Staudenrabatten und Schnittgärten in kühl-gemäßigten Klimaten
  • Geduldige Gärtner, die ein langlebiges, anspruchsloses Exemplar wollen, das man einmal pflanzt und jahrelang genießt

Pfingstrose 'Shirley Temple' - häufige Fragen

Warum blüht meine Pfingstrose 'Shirley Temple' nicht?
Die häufigste Ursache sind zu tief gesetzte Augen; sie sollten nur etwa 3 bis 5 cm unter dem Boden sitzen. Auch zu viel Schatten oder eine kürzlich geteilte, noch einwachsende Pflanze kann die Blüte um ein bis zwei Saisons verzögern.
Wechseln die Blüten wirklich die Farbe?
Ja. Knospen und frisch geöffnete Blüten sind zart blassrosa und verblassen mit der Reife zu cremigem Elfenbeinweiß, sodass ein aufgeblühter Horst gleichzeitig eine sanfte Spanne von Rosa und Weiß zeigt.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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