Japanischer Ahorn 'Shishigashira'
'Shishigashira' ist einer der unverwechselbarsten Japanischen Ahorne, geschätzt für dichte, gekräuselte, eng eingerollte grüne Blätter und seinen steifen, aufrechten, skulpturalen Wuchs.
Überblick
'Shishigashira' ist einer der unverwechselbarsten Japanischen Ahorne überhaupt, geschätzt für dichte, gekräuselte, eng eingerollte grüne Blätter und seinen steifen, aufrechten, skulpturalen Wuchs (Acer palmatum 'Shishigashira'). Der Name bedeutet ungefähr "Löwenkopf" oder "Löwenmähne" - eine Anspielung darauf, wie sich die kleinen, gerüschten Blätter so dicht entlang der Äste drängen, dass sie wie eine zottelige Mähne aussehen. Anders als die hängenden, spitzenartigen Ahorne, an die viele denken, ist dies ein langsamer, kompakter, ausgesprochen architektonischer Strauch oder kleiner Baum.
Herkunft & Hintergrund
Die Art Acer palmatum ist in Japan, Korea und Teilen Ostchinas heimisch, wo sie als Unterholzbaum in kühlen, feuchten Wäldern wächst. 'Shishigashira' ist eine alte japanische Auslese, die seit weit über einem Jahrhundert kultiviert wird und ein Klassiker der traditionellen japanischen Gartengestaltung bleibt. Sie wird durch Veredlung vermehrt, damit ihr ungewöhnliches Laub und ihr Wuchs sortenecht bleiben.
Aussehen
Die Blätter sind klein, tief eingeschnitten und stark gekräuselt oder gewellt, mit nach innen gerollten Rändern, sodass das Laub kraus und gedrängt statt flach wirkt. Die Sommerfarbe ist ein sattes, tiefes Grün; der Frühjahrsaustrieb zeigt oft rötliche Töne, und im Herbst färbt sich die ganze Pflanze gold, orange und karminrot - deutlich später als die meisten anderen Japanischen Ahorne. Der Wuchs ist steif aufrecht und vasenförmig, mit kurzen, dicht verzweigten Trieben und attraktiver olivgrüner Rinde mit feiner heller Streifung. Er wächst langsam und erreicht über viele Jahre typischerweise etwa 1,8 bis 3 m Höhe und 1,2 bis 1,8 m Breite, im Alter gelegentlich mehr.
Warum man ihn pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Einzigartiges, strukturreiches Laub, das aus der Ferne wie ein fester Hügel aus gerüschtem Grün wirkt
- Kompakter, langsamer Wuchs, der zu kleinen Gärten, Innenhöfen und großen Kübeln passt
- Hervorragende, lang anhaltende späte Herbstfärbung in Gold, Orange und Rot
- Kräftige, aufrechte Struktur, die das ganze Jahr Form gibt, auch kahl im Winter
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; in Regionen mit heißen Sommern Nachmittagsschatten geben, um Brand an den Blatträndern zu verhindern. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit; den Wurzelbereich nicht austrocknen lassen, besonders in den ersten Jahren und bei Hitze. Boden: Feuchter, aber gut durchlässiger, humusreicher, leicht saurer Boden; schwere, staunasse Böden meiden. Winterhärte: USDA-Zonen 5 bis 9, am verlässlichsten und mit der schönsten Färbung in den Zonen 6 bis 8. Blüte oder Saison: Wird für das Laub gezogen, vom Austrieb im Frühjahr bis zu einem langen, späten Herbstauftritt; kleine rötliche Blüten im Frühjahr sind unscheinbar. Extra: Seine typische Eigenheit ist das eng eingerollte "Löwenmähnen"-Laub, das dicht an steifen Ästen sitzt, sowie seine Gewohnheit, sich später in der Saison zu färben als fast jeder andere Ahorn. Ungiftig für Katzen und Hunde.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst an einem geschützten Platz ohne raue Winde und heiße Nachmittagssonne pflanzen, den Baum so tief setzen, wie er im Topf stand, und mulchen, damit die Wurzeln kühl und feucht bleiben. Benannte Sorten wie diese werden fast immer auf Sämlingsunterlagen von Acer palmatum veredelt statt aus Samen gezogen, da Sämlinge nicht sortenecht fallen. Die Vermehrung zu Hause ist schwierig; gelegentlich wird abgesenkt, doch die Veredlung durch eine Baumschule ist die übliche Methode.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Blattbrand und knusprige Blattränder durch zu viel Sonne, Wind oder trockenen Boden
- Blattläuse, Schildläuse und Milben, besonders an gestressten Pflanzen
- Verticillium-Welke und verschiedene pilzbedingte Blattflecken, wahrscheinlicher bei schlechter Drainage oder zu dichtem Stand
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig für Katzen und Hunde. Der Japanische Ahorn (Acer palmatum) wird nicht als giftig für Haustiere geführt, daher ist 'Shishigashira' eine sichere Wahl für Gärten, die man mit Tieren teilt. Wie bei jeder Pflanze Haustiere davon abhalten, Laub zu kauen, um leichte Magenbeschwerden zu vermeiden.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Markantes, unverwechselbares Laub und kräftige architektonische Form
- Kompakt und langsam, bleibt also auf kleinem Raum und im Topf im Maßstab
Nachteile
- Langsamer Wuchs bedeutet Geduld und einen höheren Preis für eine ausgewachsene Pflanze
- Anfällig für Blattbrand bei zu viel Hitze, Sonne oder austrocknendem Wind
Am besten geeignet für
- Kleine Gärten, Innenhöfe, Eingangsbereiche und große Kübel, die einen Solitär als Blickfang suchen
- Gärtner in den Zonen 5 bis 9, die feuchten Boden und etwas Nachmittagsschatten bieten können
Japanischer Ahorn 'Shishigashira' - häufige Fragen
Warum färbt sich mein 'Shishigashira' im Herbst so spät?
Kann ich ihn im Topf ziehen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.