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Sommermargerite (Leucanthemum x superbum)

Die Sommermargerite ist die Gartenmargerite schlechthin - die fröhliche, frische Blume in Weiß und Gold, die wie keine andere nach Sommer aussieht.

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Sommermargerite (Leucanthemum x superbum)
Gießen
Sommermargeriten mäßig feucht halten, besonders während des Einwachsen…
Kategorie
Gartenpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Die Sommermargerite ist die Gartenmargerite schlechthin - die fröhliche, frische Blume in Weiß und Gold, die wie keine andere nach Sommer aussieht. Mit ihren leuchtend weißen Blütenblättern rund um eine sonnengelbe Mitte, getragen auf kräftigen Stielen über ordentlichen Horsten aus dunkelgrünem Laub, ist sie ein Bild schlichten, klassischen Charmes. Sommermargeriten sind einfache, zuverlässige, lange blühende Stauden, die den Sommer über wochenlang blühen, hervorragende Schnittblumen liefern und Schmetterlinge und Bienen anlocken. Sie gehören zu den großen Gerüstpflanzen des Bauerngartens und der sonnigen Rabatte - verlässlich, anspruchslos und unermüdlich fröhlich. Wer eine unkomplizierte Staude mit zeitlosem Reiz sucht, findet in der Sommermargerite den perfekten Einstieg.

Herkunft & natürlicher Lebensraum

Die Sommermargerite ist keine Wildart, sondern eine Hybride, Leucanthemum x superbum, die der amerikanische Pflanzenzüchter Luther Burbank Ende der 1800er-Jahre durch Kreuzung mehrerer Margeritenarten schuf, darunter die europäische Wiesenmargerite und weitere aus dem Mittelmeerraum und darüber hinaus. Benannt wurde sie (englisch "Shasta daisy") nach den schneeweißen Hängen des Mount Shasta in Kalifornien. Ihre Elternarten sind sonnenliebende Pflanzen europäischer und mediterraner Wiesen und Grasländer. Diese Abstammung erklärt ihre Bedürfnisse: volle Sonne, gewöhnlicher, gut durchlässiger Boden und gute Winterhärte, mit der Robustheit und Anpassungsfähigkeit ihrer wiesenbewohnenden Vorfahren.

Aussehen

Sommermargeriten bilden ordentliche, sich ausbreitende Horste aus glänzenden, dunkelgrünen, lanzettlichen, leicht gezähnten Blättern. Im Sommer schieben sie kräftige, aufrechte Stiele, gekrönt von der klassischen Margeritenblüte: einem einfachen Kranz (bei manchen Sorten mehreren Kränzen) reinweißer Zungenblüten um eine flache, goldgelbe Mittelscheibe. Es gibt auch Sorten mit gekrausten, gefüllten oder zottigen Blütenblättern und manche mit cremefarbenen oder hellgelben Tönen, doch die klare, einfache Blüte in Weiß und Gold ist die ikonische Form. Die Pflanzen werden je nach Sorte meist 45 bis 90 cm hoch, mit Blüten, die auf kräftigen Stielen weit über dem Laub stehen, was sie ideal zum Schneiden macht.

Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile

  • Klassische, fröhliche Blüten: die ikonische weiß-goldene Margerite des Sommergartens.
  • Lange Blütezeit: wochenlange Blüte durch den Sommer, besonders mit Ausputzen.
  • Einfach und zuverlässig: robust, anspruchslos und anfängerfreundlich.
  • Hervorragende Schnittblumen: kräftige Stiele und lange Haltbarkeit in der Vase.
  • Wert für Bestäuber: Die offenen Blüten ziehen Bienen und Schmetterlinge magisch an.
  • Vielseitig: perfekt für Rabatten, Bauerngärten und Schnittblumenbeete.

Pflege

Licht & Standort

Sommermargeriten blühen in voller Sonne am besten und brauchen mindestens sechs Stunden direktes Licht am Tag für reiche Blüte und stabilen, aufrechten Wuchs. Leichten Nachmittagsschatten vertragen sie, besonders in heißen Klimaten, doch bei zu viel Schatten blühen sie weniger und werden umfallend und schwach. Ein offener, sonniger Standort ergibt die schönste Pracht.

Boden

Beim Boden sind sie nicht wählerisch, gedeihen aber am besten in mäßig fruchtbarem, gut durchlässigem Boden. Gute Drainage ist wichtig, denn Sommermargeriten mögen keinen schweren, nassen Boden, besonders nicht über den Winter, wenn Staunässe den Wurzelstock faulen lassen kann. Schwere Böden mit Kompost und Splitt zu verbessern, hilft; solange die Drainage einigermaßen stimmt, vertragen sie viele Bodenarten.

Gießen

Sommermargeriten mäßig feucht halten, besonders während des Einwachsens und in Trockenperioden während der Blütezeit. Eingewachsen sind sie recht trockenheitsverträglich, blühen aber mit gleichmäßiger Feuchtigkeit am besten. Beide Extreme vermeiden - lange Trockenheit mindert die Blüte, ständig nasser Boden birgt das Risiko von Wurzelstockfäule. An der Basis gießen, damit das Laub trocken bleibt.

Düngen

Sommermargeriten sind Schwach- bis Mittelzehrer. Eine Gabe Kompost oder ein ausgewogener Volldünger im Frühjahr zum Austrieb reicht meist für eine gute Pracht. Starke Düngung mit stickstoffreichem Dünger vermeiden, die üppiges, umfallendes Laub auf Kosten der Blüten fördert. Eine Mulchschicht im Frühjahr hält Feuchtigkeit und nährt den Boden.

Schnitt

Das Ausputzen ist die Hauptaufgabe: Verblühte Blüten die Saison über regelmäßig entfernen, um eine längere, reichere Pracht zu fördern und die Pflanzen ordentlich zu halten. Nach dem Hauptflor kann ein Rückschnitt der Pflanzen manchmal eine zweite, schwächere Blüte anregen. Im Spätherbst oder Spätwinter das alte Laub und die Stiele bodennah abschneiden, um den Horst aufzuräumen, bevor der neue Frühjahrsaustrieb erscheint.

Winterhärte & Winterschutz

Sommermargeriten sind winterharte Stauden, zuverlässig bis etwa USDA-Zone 5. Sie sind krautig, ziehen im Winter ein und treiben im Frühjahr neu aus. Das größte Winterrisiko ist nasser Boden, nicht Kälte, daher ist gute Drainage der beste Winterschutz. In sehr kalten Regionen gibt eine leichte Mulchschicht über dem Wurzelstock zusätzliche Sicherheit. Sie können recht kurzlebige Stauden sein, daher hält regelmäßiges Teilen sie wüchsig.

Pflanzung & Vermehrung

Sommermargeriten im Frühjahr oder Frühherbst an einen sonnigen, gut durchlässigen Platz pflanzen, mit Abstand für ihre sich ausbreitenden Horste. Sie profitieren sehr davon, alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr ausgegraben und geteilt zu werden - das hält die Horste wüchsig und blühfreudig, verhindert, dass sie in der Mitte verkahlen, und liefert reichlich neue Pflanzen gratis. Sie lassen sich auch aus Samen ziehen (die Art und manche Sorten), während benannte Sorten am besten durch Teilung erhalten werden, damit sie sortenecht bleiben.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Wurzelstock- und Wurzelfäule: in schwerem, nassem oder schlecht durchlässigem Boden, besonders über den Winter - die häufigste Ursache für Verluste.
  • Blattläuse: können sich an Knospen und Neuaustrieb sammeln - abspritzen oder tolerieren, da Nützlinge helfen.
  • Nacktschnecken und Schnecken: können frische Frühjahrstriebe und junge Pflanzen schädigen.
  • Blattflecken: pilzbedingte Flecken auf dem Laub bei feuchtem, dichtem Stand - für Luftbewegung sorgen und befallene Blätter entfernen.
  • Umfallen: Hohe Typen im Schatten oder auf nährstoffreichem Boden können auseinanderfallen und brauchen eine Stütze oder eine Teilung.
  • Verkahlende Horste: Alte, ungeteilte Horste sterben in der Mitte ab - regelmäßiges Teilen verhindert das.

Gute Drainage, volle Sonne und eine Teilung alle paar Jahre verhindern die meisten Probleme.

Giftigkeit & Sicherheit

Für Haustiere beim Fressen leicht giftig; am besten außer Reichweite von Pflanzenknabberern. Sommermargeriten gehören nicht zu den gefährlich giftigen Gartenpflanzen, zählen aber zu den Korbblütlern, und die Wiesenmargerite - eine der Elternarten der Sommermargerite - wird von der ASPCA als giftig für Katzen und Hunde geführt. Das Fressen der Pflanzen kann bei Haustieren Erbrechen, Durchfall und Speicheln verursachen, und der Umgang mit dem Laub kann gelegentlich empfindliche Haut reizen. Schwere Fälle sind selten, doch es ist sinnvoll, Haustiere vom Kauen an den Pflanzen abzuhalten. Sie werden rein als Zier- und Schnittblumen gezogen, nicht zum Essen.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Klassische, fröhliche, sofort erkennbare Blüten.
  • Lange Blütezeit im Sommer mit Ausputzen.
  • Einfach, zuverlässig und anfängerfreundlich.
  • Hervorragende, lange haltbare Schnittblumen.
  • Bestäuberfreundlich, zieht Bienen und Schmetterlinge an.

Nachteile

  • Kann ohne regelmäßiges Teilen kurzlebig sein.
  • Mag keinen nassen, schweren Boden; neigt bei Staunässe zu Wurzelstockfäule.
  • Hohe Typen können umfallen und brauchen eine Stütze.
  • Braucht volle Sonne für die schönste Blüte.
  • Alte Horste verkahlen in der Mitte, wenn sie nicht geteilt werden.
  • Für Haustiere beim Fressen leicht giftig.

Am besten geeignet für

  • Sonnige Rabatten und Bauerngärten.
  • Schnittblumengärten.
  • Bestäuber- und Naturgartenpflanzungen.
  • Gemischte Staudenrabatten für klassische Sommerfarbe.
  • Gartenanfänger, die verlässliche, einfache Blüten wollen.

Weniger geeignet für schattige Gärten, schwere nasse Böden oder Gärtner, die ihre Horste nicht alle paar Jahre teilen wollen.

Sommermargerite (Leucanthemum x superbum) - häufige Fragen

Wie blühen meine Sommermargeriten länger?
Regelmäßig ausputzen. Das Entfernen verblühter Blüten regt die Pflanze an, immer neue Blüten zu bilden, und verlängert die Pracht um Wochen. Ein Rückschnitt nach dem Hauptflor kann später in der Saison zudem eine zweite, schwächere Blüte anregen.
Warum verkahlen meine Sommermargeriten in der Mitte?
Das ist das klassische Zeichen eines alten Horstes, der geteilt werden muss. Sommermargeriten können recht kurzlebig sein und neigen dazu, mit der Zeit in der Mitte abzusterben. Den Horst alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr ausgraben und teilen und die wüchsigen äußeren Teile neu pflanzen, dann bleiben sie gesund und blühfreudig.
Kommen Sommermargeriten jedes Jahr wieder?
Ja, sie sind winterharte Stauden, die im Winter einziehen und jedes Frühjahr wiederkommen. Sie können allerdings etwas kurzlebig sein, daher hält regelmäßiges Teilen sie wüchsig und sorgt dafür, dass sie Jahr für Jahr zuverlässig wiederkommen.
Sind Sommermargeriten sicher für Haustiere?
Nicht ganz. Sie gehören nicht zu den gefährlich giftigen Pflanzen, zählen aber zu den Korbblütlern, und ihre Elternart, die Wiesenmargerite, gilt als giftig für Katzen und Hunde. Das Fressen der Pflanzen kann Erbrechen, Durchfall und Speicheln verursachen, daher Haustiere vom Kauen abhalten und sich an die Tierarztpraxis wenden, wenn ein Tier eine größere Menge gefressen hat.
Warum fallen meine Sommermargeriten um?
Umfallen liegt meist an zu viel Schatten, zu nährstoffreichem Boden oder einfach an hohen Sorten, die eine Stütze brauchen. Ihnen volle Sonne geben, nicht stark düngen, überwachsene Horste teilen und die höheren Typen bei Bedarf stützen, dann stehen die Pflanzen stabil und aufrecht.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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