Garten-Reitgras
Das Garten-Reitgras 'Karl Foerster' ist das Ausrufezeichen moderner Gartengestaltung - ein streng aufrechtes, früh blühendes Ziergras, dessen weizenfarbene Blütenstände von Juni bis Februar wie Soldaten stehen.
Überblick
Das Garten-Reitgras 'Karl Foerster' ist das Ausrufezeichen moderner Gartengestaltung - ein streng aufrechtes, früh blühendes Ziergras, dessen weizenfarbene Blütenstände von Juni bis Februar wie Soldaten stehen. Es wurde als erstes Gras überhaupt zur "Perennial Plant of the Year" gekürt, und kein anderes Gras gibt so zuverlässig vertikale Struktur. (Calamagrostis × acutiflora 'Karl Foerster'.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Eine sterile Hybride aus europäischen und asiatischen Reitgräsern, in Deutschland von Karl Foerster ausgelesen - dem Staudengärtner, der die Gartenwelt überhaupt erst von Gräsern überzeugt hat. Winterhart in den Zonen 4-9.
Aussehen
Ein dichter, aufrechter Horst, in der Blüte 90-150 cm hoch und kaum 60 cm breit. Die fedrigen, rosa-bronzefarbenen Juni-Blütenstände ziehen sich zu goldenen, weizenartigen Ähren zusammen, die bis in den Winterschnee stehen.
Warum man es pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Der strengste vertikale Akzent aller Gräser - lebende Architektur
- Blüht Monate früher als Chinaschilf oder Rutenhirse
- Steril - keinerlei Selbstaussaat, bleibt, wo es gepflanzt wurde
- Die Wintersilhouette hält auch unter Schnee
Pflege
Licht: Volle Sonne für die steifsten, höchsten Bestände; lichten Halbschatten verträgt es mit leichter Neigung.
Wasser: Anpassungsfähig - eingewachsen mäßig trockenheitsverträglich und eines der wenigen Gräser, die sich in schwererem, feuchterem Lehm wohlfühlen.
Boden: Jeder ordentliche Boden einschließlich Lehm; pH-unabhängig.
Temperatur & Winterhärte: Zonen 4-9; voll frosthart, mit dem Wachstumsrhythmus eines Gräsers der kühlen Jahreszeit (Wachstumsschübe im Frühjahr und Herbst).
Düngen: Wenig bis nichts - eine leichte Kompostgabe im Frühjahr ist reichlich; reiche Düngung lässt es umfallen.
Pflegearbeiten: Den ganzen Horst im Spätwinter vor dem Neuaustrieb auf 10-15 cm zurückschneiden - das ist die gesamte jährliche Pflegeliste.
Pflanzung & Vermehrung
Teilung im Frühjahr alle 4-6 Jahre (es ist steril, daher ist die Teilung der EINZIGE Weg - keine Samen). Mit einem scharfen Spaten durch den Wurzelstock stechen und die wüchsigen äußeren Teile neu pflanzen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Rostflecken in feuchten Ecken mit stehender Luft - für Luftzirkulation sorgen
- Absterbende Mitte bei alten Horsten - teilen und neu pflanzen
- Umfallen = zu viel Schatten oder Stickstoff, keine Krankheit
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig für Hunde, Katzen und Menschen; die Blattränder sind nur leicht rau, weit harmloser als beim Pampasgras.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Sofortige vertikale Struktur
- Das am frühesten blühende große Ziergras
- Keine Selbstaussaat, keine Ausbreitung
- Knochenhart winterhart und lehmverträglich
Nachteile
- Nur eine starre Form - kein weiches Wogen
- Braucht den Rückschnitt im Spätwinter
- Gras der kühlen Jahreszeit: Das Wachstum pausiert im Sommer
Am besten geeignet für
- Moderne und formale Rabatten, die Wiederholung brauchen
- Schmale Flächen, auf denen Breite knapp ist
- Regengärten und schwerere Böden
- Pflanzungen mit Winterschmuck
Garten-Reitgras - häufige Fragen
Wann schneide ich es zurück?
Warum fällt meines um?
Breitet es sich in meinen Rasen aus?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.