Funkie 'First Frost'
'First Frost' ist eine mittelgroße Schattenfunkie mit blaugrünen, herzförmigen Blättern und einem klaren Rand, der golden austreibt und zu Cremeweiß reift.
Überblick
'First Frost' ist eine mittelgroße Schattenfunkie, geschätzt für ihre blaugrünen, herzförmigen Blätter mit einem klaren Rand, der golden austreibt und zu Cremeweiß reift, was der Pflanze die ganze Saison über ein bereiftes Aussehen gibt (Hosta 'First Frost'). Sie ist eine wohlerzogene, hügelbildende Staude, die ordentlich und farbenfroh wirkt, ohne viel Aufmerksamkeit zu brauchen. 2010 wurde sie von der American Hosta Growers Association zur "Hosta of the Year" gekürt - eine Anerkennung dafür, wie verlässlich sie in ganz normalen Gärten gedeiht.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Hosta ist in Ostasien heimisch, vor allem in Japan, Korea und Teilen Ostchinas, wo die Wildarten an Waldrändern, schattigen Hängen und Bachufern wachsen. 'First Frost' ist eine Gartensorte und keine Wildpflanze: Sie entstand als Sport (eine spontane Mutation) der klassischen blauen Tardiana-Funkie 'Halcyon', erbte deren blaugrüne Blattsubstanz und fügte den wechselnden Randfarbton hinzu, der sie ausmacht. Seit den 2000er Jahren wird sie breit vermehrt und vertrieben und gehört heute zu den häufigeren benannten Funkien im Handel.
Aussehen
Die Blätter sind breit herzförmig, dick und leicht schalenförmig, mit einer zarten blaugrünen Mitte, die von einem Wachsüberzug herrührt. Der Rand treibt im Frühjahr golden aus und kühlt sich mit fortschreitendem Sommer zu Elfenbein und Cremeweiß ab, sodass dieselbe Pflanze von Mai bis August jeweils etwas anders aussieht. Ein ausgewachsener Horst bildet einen dichten Hügel von etwa 25 bis 40 cm Höhe und 60 bis 85 cm Breite. Im Spätsommer, meist von Juli bis in den August, schiebt sie Schäfte mit hell lavendelfarbenen, trichterförmigen Blüten knapp über das Laub. Wie die meisten Funkien zieht sie nach dem Frost sauber ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Leuchtende, wechselnde Laubfarbe, die schattige Ecken erhellt, wo Blüten kämpfen
- Kompakter, wohlproportionierter Hügel für Rabatten, Einfassungen und Kübel
- Dicke, wachsige Blätter mit besserer Schneckenresistenz als dünnblättrige Funkien
- Pflegeleicht und langlebig, gedeiht jahrelang mit minimalen Eingriffen
Pflege
Licht: Halbschatten bis voller Schatten; Morgensonne mit Nachmittagsschatten hält die Ränder leuchtend, ohne sie zu verbrennen. Tiefer, dunkler Schatten dämpft den Kontrast. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit; bei Trockenheit gießen und einen einwachsenden Horst nicht austrocknen lassen. Nassen, staunassen Boden verträgt sie nicht. Boden: Nährstoffreicher, humusreicher, gut durchlässiger Boden, der feucht bleibt; leicht saurer bis neutraler pH-Wert (etwa 6,0 bis 7,0) ist ideal. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 9. Blüte oder Saison: Laubpflanze vom Frühjahr bis zum Frost; der Rand wechselt im Lauf der Saison von Gold zu Cremeweiß, mit lavendelfarbenen Blüten im Hoch- bis Spätsommer. Keine nennenswerte Herbstfärbung - sie vergilbt einfach und zieht ein. Extra: Ihre typische Eigenheit ist der Farbwechsel, daher ist der "bereifte" weiße Rand in der zweiten Sommerhälfte am stärksten, nicht beim Austrieb. Hinweis: Funkien sind giftig für Katzen und Hunde - das Fressen verursacht Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit, daher abseits von Haustieren pflanzen, die gern an Pflanzen fressen.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Wurzelstock bodeneben in mit Kompost oder Laubhumus verbesserten Boden setzen und die Horste mit etwa 60 bis 75 cm Abstand pflanzen, damit sich der Hügel füllen kann. Mulchen, um Feuchtigkeit zu halten und die Wurzeln kühl zu halten. Der übliche und einfachste Weg der Vermehrung ist die Teilung: im zeitigen Frühjahr, wenn die spitzen Triebe (Augen) durchstoßen, den Horst ausheben und mit Spaten oder Messer in Stücke teilen, wobei jedes Teilstück Wurzeln und mindestens zwei oder drei Augen tragen sollte, dann sofort wieder einpflanzen und angießen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Schnecken fressen ausgefranste Löcher, doch die dicken Blätter widerstehen ihnen besser als die meisten Funkien
- Blattbrand, braune und vertrocknete Ränder durch zu viel Sonne oder trockenen Boden
- Rehe und Kaninchen fressen das Laub bereitwillig, wo sie vorkommen
Giftigkeit & Sicherheit
Funkien, einschließlich 'First Frost', sind giftig für Katzen und Hunde. Die Pflanzen enthalten Saponine, und das Fressen verursacht Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit (Lethargie). Die Anzeichen betreffen meist den Magen-Darm-Trakt und klingen von selbst ab, doch ein Haustier, das eine größere Menge gefressen hat oder sich verschlechternde Beschwerden zeigt, sollte in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden. Tiere vom Fressen an den Blättern abhalten und Schnittgut so entsorgen, dass Haustiere nicht herankommen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Farbe, die sich im Lauf der Saison wandelt, für lang anhaltenden Reiz im Schatten
- Robust, anpassungsfähig und pflegeleicht, sobald eingewachsen
Nachteile
- Giftig für Katzen und Hunde
- Zieht im Winter vollständig ein und hinterlässt bis zum Frühjahr eine Lücke
Am besten geeignet für
- Schattige und halbschattige Rabatten, Waldgärten und nordseitige Beete
- Gärtner, die eine verlässliche, kübelfreundliche Blattpflanze ohne viel Aufwand wollen
Funkie 'First Frost' - häufige Fragen
Warum verliert meine 'First Frost' ihren weißen Rand?
Wie groß wird 'First Frost', und wie schnell?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.