Pfingstrose 'Coral Charm'
'Coral Charm' ist eine Korallen-Hybride unter den Stauden-Pfingstrosen, deren halbgefüllte Blüten in kräftigem Korallenrot aufgehen und über Aprikose zu Creme verblassen.
Überblick
'Coral Charm' ist eine krautige Korallen-Hybrid-Pfingstrose, geschätzt für große, halbgefüllte Blüten, die in kräftigem, tiefem Korallenrot aufgehen und im Altern zu pfirsichfarbenem Aprikose und Creme weicher werden, sodass eine einzelne Pflanze mehrere Töne zugleich zeigt. Sie ist eine der bekanntesten Korallen-Pfingstrosen und trägt ihre Blüten an kräftigen, aufrechten Trieben. Ihr botanischer Name ist Paeonia 'Coral Charm'.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Paeonia ist über die gemäßigte Nordhalbkugel verbreitet, mit Wildarten in Europa, im Kaukasus und in weiten Teilen Asiens sowie einigen im Westen Nordamerikas. 'Coral Charm' selbst ist eine moderne Gartenhybride, gezogen vom amerikanischen Züchter Samuel Wissing und in den 1960er Jahren eingeführt; sie schöpft aus den korallentonigen Artkreuzungen, die dieser ganzen Gruppe ihre leuchtend warme Färbung gaben, und erhielt später für ihre Gartenleistung die Goldmedaille der American Peony Society.
Aussehen
Die Blüten sind groß, oft 15 bis 18 cm im Durchmesser, halbgefüllt, mit einem lockeren Kranz breiter Blütenblätter um eine Mitte aus goldenen Staubblättern. Sie treten aus runden Knospen in gesättigtem Korallenrosa hervor und verblassen dann anmutig über Lachs und Aprikose bis zu einem weichen pfirsichfarbenen Creme, sodass die Pflanze von Woche zu Woche anders aussieht. Die Blüte kommt früh bis mittelfrüh im späten Frühjahr, vor vielen Lactiflora-Pfingstrosen. Ausgewachsene Horste erreichen etwa 90 bis 100 cm Höhe und rund 90 cm Breite und bilden einen buschigen Hügel aus glänzendem, tief geteiltem grünem Laub, das sich im Herbst bronzen färbt, bevor es für den Winter einzieht.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Auffällige Korallenfarbe, die mit der Reife jeder Blüte durch mehrere warme Töne wandert
- Kräftige, aufrechte Triebe, die die großen Blüten mit wenig oder ganz ohne Stütze halten
- Frühe Blütezeit, die die Pfingstrosensaison verlängert und gut zu späten Tulpen und Zierlauch passt
- Extrem langlebig und pflegeleicht, gedeiht oft jahrzehntelang am selben Platz
Pflege
Licht: Volle Sonne ist am besten, mindestens sechs Stunden täglich; leichten Nachmittagsschatten verträgt sie, doch am freiesten blüht und am aufrechtesten steht sie in offener Sonne. Wasser: Mäßig und gleichmäßig während des Frühjahrswachstums und der Knospenbildung; etablierte Pflanzen sind recht trockenheitsverträglich, nehmen aber staunassen Boden übel. Boden: Fruchtbarer, tiefgründiger, gut durchlässiger Lehm mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert, etwa 6,5 bis 7,0; schweren Ton vor dem Pflanzen mit Kompost und Splitt verbessern. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8. Blüte oder Saison: Früh bis mittelfrüh im späten Frühjahr, mit einer Schau von etwa ein bis zwei Wochen pro Horst; einige Triebe in fester Knospe zu schneiden verlängert den Genuss im Haus. Extra: Die Augen höchstens 3 bis 5 cm unter der Oberfläche pflanzen, denn zu tiefes Setzen ist der häufigste Grund, warum Pfingstrosen nicht blühen. Zu beachten: Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde, daher dort pflanzen, wo Haustiere kaum an Wurzeln oder Laub kauen.
Pflanzung & Vermehrung
Wurzelnackte Teilstücke im Frühherbst pflanzen, solange der Boden noch warm ist, und die fleischigen, knolligen Wurzeln so setzen, dass die rosa Wachstumsaugen knapp unter der Oberfläche sitzen. Zur Vermehrung im Frühherbst einen etablierten Horst ausgraben und teilen, wobei der Wurzelballen in Stücke geschnitten wird, die je 3 bis 5 gesunde Augen und ein gutes Stück Wurzel tragen. Die Teilstücke können ein bis zwei Jahre schmollen, bevor sie in Fahrt kommen. Eine Anzucht aus Samen ist möglich, aber sehr langsam und fällt nicht sortenecht, daher ist die Teilung der verlässliche Weg.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Grauschimmel (Botrytis), der in nassen Frühjahren Triebe und Knospen schwärzt; für Luftzirkulation sorgen und altes Laub im Herbst entfernen
- Ausbleibende Blüte, fast immer durch zu tiefes Pflanzen, zu viel Schatten oder ein noch zu junges Teilstück
- Gelegentlich Blattläuse oder Thripse an den Knospen und spät in der Saison Echter Mehltau bei zu dichtem Stand
Giftigkeit & Sicherheit
Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde. Sie enthalten Paeonol, eine Verbindung, die in Rinde und Wurzeln konzentriert ist, und die Aufnahme kann Erbrechen und Durchfall verursachen. Das Risiko ist meist mild und nicht lebensbedrohlich, doch es ist sinnvoll, Haustiere vom Graben an der Pflanze oder vom Kauen abzuhalten und bei größeren Mengen eine Tierarztpraxis zu kontaktieren.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Dramatische, farbwechselnde Korallenblüten an stabilen, selbsttragenden Trieben
- Langlebig, winterhart und pflegeleicht, sobald sie eingewachsen ist
Nachteile
- Die Blütezeit ist kurz, nur ein bis zwei Wochen pro Pflanze
- Giftig für Katzen und Hunde, und frische Teilstücke brauchen ein bis zwei Jahre bis zur Blüte
Am besten geeignet für
- Bauerngartenrabatten, Schnittgärten und gemischte Staudenbeete in kühlen bis gemäßigten Klimaten
- Gärtner, die eine verlässliche, langlebige Leitpflanze für das Frühjahr ohne viel Aufwand wollen
Pfingstrose 'Coral Charm' - häufige Fragen
Warum blüht meine 'Coral Charm' nicht?
Braucht 'Coral Charm' eine Stütze?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.