Kaiserkrone
Die Kaiserkrone ist die Kaiserin unter den Frühlingszwiebeln - ein meterhoher Stiel, gekrönt von einem Kranz hängender oranger oder gelber Glocken unter einem Blattschopf wie bei einer Ananas.
Überblick
Die Kaiserkrone ist die Kaiserin unter den Frühlingszwiebeln - ein meterhoher Stiel, gekrönt von einem Kranz hängender oranger oder gelber Glocken unter einem Blattschopf wie bei einer Ananas, direkt aus den Gemälden des niederländischen Goldenen Zeitalters. Ihr fuchsig-moschusartiger Geruch vertreibt bekanntlich Nager - Gärtner pflanzen sie als lebende Abwehr gegen Wühlmäuse. (Fritillaria imperialis.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Felsige Hänge von der Türkei über den Iran bis in die Vorberge des Himalaya; seit 400 Jahren ein Aristokrat der Gärten.
Aussehen
Kräftige Stiele von 80-120 cm, glänzende, quirlständige Blätter, gekrönt von 6-12 hängenden Glocken (orange, rotorange, gelb) unter einem beblätterten Schopf - unverwechselbar und architektonisch.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Königlicher Maßstab, an den keine andere Frühlingszwiebel heranreicht
- Der nagerabweisende Moschusgeruch schützt auch benachbarte Tulpen
- Gartenerbe der alten Meister
- Zuverlässig ausdauernd am passenden Standort
Pflege
Licht: Volle Sonne bis lichter Schatten.
Wasser: Im Frühjahr Feuchtigkeit, dann TROCKENE Sommerruhe - die Regel des Nahen Ostens; nasse Sommer lassen die riesige Zwiebel faulen.
Boden: Nährstoffreich, sehr gut durchlässig; die dicke Zwiebel mit hohler Mitte fault bei Nässe - viele pflanzen sie schräg auf ein Sandbett, damit die Mitte Wasser ableitet.
Pflanzung: Frühherbst, 20-25 cm tief (tief!), mit sehr guter Drainage, in schweren Böden die Zwiebel auf die Seite oder auf Splitt legen.
Winterhärte: Zonen 5-8.
Nach der Blüte: Die Stiele ziehen bis zum Hochsommer ein - die Stelle markieren; eingewachsene Zwiebeln mögen es nicht, umgesetzt zu werden.
Vermehrung
Brutzwiebeln eingewachsener Zwiebeln (langsam); meist kauft man die großen Zwiebeln und lässt sie in Ruhe.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Zwiebelfäule in sommernassen Böden - Drainage ist alles
- Lilienhähnchen (derselbe rote Plagegeist wie bei Lilien)
- Ausbleibende Blüte nach dem Umpflanzen (sie schmollen ein Jahr)
- Der Geruch - aus der Nähe nach Stinktier und Fuchs (Vorzug UND Makel)
Giftigkeit & Sicherheit
Giftig bei Verzehr (herzwirksame Alkaloide) - für Haustiere und Menschen; der Geruch schreckt ohnehin alles ab. Abseits von Bereichen pflanzen, in denen Haustiere knabbern.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Aufsehenerregende Kronen
- Abwehrradius gegen Wühl- und andere Mäuse
- Langlebig, wenn sie sich eingewöhnt hat
Nachteile
- Der Moschusgeruch spaltet Haushalte
- Verlangt sommertrockene Drainage
- Zwiebeln zu Premiumpreisen
Am besten geeignet für
- Frühlingsmonumente im hinteren Rabattenbereich
- Zwiebelbeete mit Nagerplage (als Leibwächter)
- Gärten mit trockenen Sommern
- Historische Pflanzungen im niederländischen Stil
Kaiserkrone - häufige Fragen
Warum die Zwiebel auf die Seite legen?
Funktioniert die Nagerabwehr wirklich?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.