Dahlie (Dahlia)
Die Dahlie ist der schillernde Star des Spätsommer- und Herbstgartens - eine Pflanze von fast unglaublicher Vielfalt, von winzigen Pompons bis zu tellergroßen Blüten.
Überblick
Die Dahlie ist der schillernde Star des Spätsommer- und Herbstgartens - eine Pflanze von fast unglaublicher Vielfalt, von winzigen Knopfpompons bis zu "tellergroßen" Blüten so groß wie ein Gesicht, in jeder Farbe außer echtem Blau und in einem Dutzend unterschiedlicher Blütenformen. Dahlien blühen unermüdlich vom Hochsommer, bis der erste Frost sie niederstreckt, und gehören damit zu den am längsten blühenden und großzügigsten Pflanzen, die man ziehen kann - der Liebling des Schnittblumengartens. Der Preis ist ehrliche Arbeit: Dahlien wachsen aus frostempfindlichen Knollen, daher müssen sie in kalten Klimaten über den Winter ausgegraben und eingelagert (oder jedes Jahr neu gepflanzt) werden, und sie brauchen Stützen, Dünger und Schutz vor Schnecken.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Dahlien sind in Mexiko und Mittelamerika heimisch, wo sie in Hochland- und Gebirgsregionen wachsen. Sie wurden von den Azteken kultiviert und später nach Europa gebracht, wo intensive Züchtung die Tausenden heutigen Gartensorten hervorbrachte. Die Dahlie ist die Nationalblume Mexikos. Ihre Herkunft aus dem tropischen Hochland erklärt ihren Charakter: Sie liebt Wärme und Sonne, blüht in den langen Sommertagen und ist - entscheidend - frostempfindlich, ohne Anpassung an frostige Winter.
Aussehen
Dahlien wachsen aus Büscheln fleischiger unterirdischer Knollen und bilden buschige, aufrechte Pflanzen von 30 cm bis 1,5 m oder mehr Höhe mit dunkelgrünen (manchmal bronzefarbenen) geteilten Blättern. Die Blüten sind die Pracht: offiziell in Gruppen eingeteilt, darunter einfach blühende, Anemonen-, Halskrausen-, Seerosen-, Schmuck-, Ball-, Pompon-, Kaktus- und Semikaktus-Dahlien und weitere. Die Größen reichen von 5 cm großen Pompons bis zu "tellergroßen" Schmuckdahlien von über 25 cm Durchmesser. Die Farbpalette umfasst Weiß, Gelb, Orange, Rot, Rosa, Purpur, fast Schwarz und unzählige zweifarbige Varianten und Mischtöne.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Außergewöhnliche Vielfalt: Tausende Sorten in vielen Formen, Größen und Farben.
- Außergewöhnlich lange Blüte: blüht ununterbrochen vom Hochsommer bis zum ersten Frost.
- Farbe spät in der Saison: trägt den Garten durch den Herbst, wenn vieles andere verblasst.
- Die ultimative Schnittblume: eine Hauptstütze des Schnittblumengartens; je mehr man schneidet, desto mehr blüht sie.
- Kräftige Wirkung: von zart bis zum dramatischen tellergroßen Spektakel.
- Wert für Bestäuber: Typen mit offener Mitte (einfach blühende, Halskrausen-Dahlien) sind gut für Bienen.
Pflege
Licht & Standort
Volle Sonne - mindestens sechs Stunden, idealerweise mehr - an einem warmen, geschützten Platz. Im Schatten blühen Dahlien schlecht und wachsen lang.
Boden
Fruchtbarer, humusreicher, feuchter, aber gut durchlässiger Boden, mit Kompost verbessert. Staunasser Boden lässt die Knollen faulen.
Pflanzung
Knollen im Frühjahr pflanzen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht (oder sie früher unter Glas vortreiben und nach dem Frost auspflanzen). Die Knolle ein paar Zentimeter tief setzen, mit dem alten Stielansatz nach oben. Den Stützstab schon beim Pflanzen setzen, bevor die Pflanze wächst, damit man später nicht die Knollen aufspießt.
Gießen
Dahlien sind durstig, besonders sobald sie blühen. In Trockenperioden den Sommer über tief und regelmäßig gießen; mulchen, um Feuchtigkeit zu halten. Staunässe vermeiden.
Düngen
Für Blüten düngen, nicht für Blätter. Einen Dünger mit mehr Kalium und weniger Stickstoff (ein Tomatendünger eignet sich gut) verwenden, sobald das Wachstum eingesetzt hat, und während der Blütezeit. Zu viel Stickstoff ergibt üppige Blätter und wenige Blüten.
Stützen, Entspitzen & Ausputzen
Hohe und großblumige Dahlien müssen gestützt werden. Bei jungen Pflanzen die Triebspitze auskneifen, um buschigen, verzweigten, blühfreudigeren Wuchs zu fördern. Unermüdlich ausputzen - das Entfernen verblühter Blüten (und das Schneiden für die Vase) hält eine Dahlie bis zum Frost ununterbrochen blühend. Lernen, eine verblühte Blüte (spitz, knospenartig) von einer neuen Knospe (rund) zu unterscheiden.
Überwinterung - die wichtigste Aufgabe der Saison
Dahlien sind frostempfindlich. Nachdem der erste Frost das Laub schwarz gefärbt hat:
- In kalten Klimaten: die Stiele abschneiden, die Knollenbüschel vorsichtig ausgraben, trocknen und über den Winter an einem kühlen, dunklen, trockenen und frostfreien Ort lagern; im Frühjahr neu pflanzen. Alternativ Dahlien als Einjährige behandeln und frische Knollen kaufen.
- In milden, frostfreien Klimaten: Dahlien können über den Winter im Boden bleiben, eventuell mit einer schützenden Mulchschicht.
Winterhärte & Winterschutz
Dahlien sind nicht winterhart, wo der Boden gefriert - im Boden lassen kann man sie etwa ab USDA-Zone 8 und wärmer; in kälteren Zonen müssen sie ausgegraben und eingelagert oder als Einjährige gezogen werden.
Pflanzung & Vermehrung
Knollen im Frühjahr nach dem Frost pflanzen. Durch Teilung der Knollenbüschel im Frühjahr vermehren (jedes Teilstück muss ein Stück des alten Stiels mit einem Wachstums-"Auge" enthalten) oder über Grundstecklinge von austreibenden Knollen im Spätwinter/zeitigen Frühjahr. Dahlien wachsen auch aus Samen, doch aus Samen gezogene Pflanzen fallen unterschiedlich aus.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Nacktschnecken und Schnecken: der Hauptschädling - sie verwüsten im Frühjahr die weichen jungen Triebe und können eine frisch aufgelaufene Dahlie zerstören; vom ersten Austrieb an schützen.
- Ohrwürmer: fressen zerfranste Löcher in Blütenblätter und Blätter, meist nachts.
- Wenige Blüten / nur Blätter: zu viel Stickstoff, zu viel Schatten oder fehlendes Ausputzen.
- Knollen faulen im Lager: zu feucht, zu warm gelagert oder beim Ausgraben beschädigt.
- Blattläuse, Weichwanzen, Echter Mehltau und Viren: können Pflanzen befallen; virusbefallene Pflanzen entfernen.
- Frost: Der erste Frost beendet die Saison - und tötet Knollen, die ungeschützt in kaltem Boden bleiben.
Giftigkeit & Sicherheit
Dahlien gelten allgemein als leicht giftig / gering giftig - sie werden als leicht giftig für Katzen und Hunde geführt und können leichte Magen-Darm-Beschwerden und durch den Pflanzensaft möglicherweise leichte Hautreizungen verursachen. Schwere Vergiftungen sind selten, und Dahlien werden in Familiengärten verbreitet gepflanzt; die Blütenblätter gelten für Menschen sogar als essbar. Insgesamt sind sie eine recht sichere Wahl, doch Haustiere sollten davon abgehalten werden, an Laub und Knollen zu kauen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Außergewöhnliche Vielfalt an Form, Größe und Farbe.
- Blüht ununterbrochen vom Hochsommer bis zum Frost.
- Die erstklassige Schnittblume; je mehr man schneidet, desto mehr Blüten.
- Kräftige Wirkung spät in der Saison, wenn ein Großteil des Gartens verblasst.
Nachteile
- Frostempfindlich - Knollen müssen in kalten Klimaten ausgegraben und eingelagert (oder ersetzt) werden.
- Brauchen Stützen, reichlich Dünger, Wasser und Ausputzen.
- Schnecken und Ohrwürmer sind hartnäckige Schädlinge.
- Leicht giftig für Haustiere; mehr Arbeit als die meisten Rabattenpflanzen.
Am besten geeignet für
- Schnittblumengärten - die klassische Verwendung der Dahlie.
- Sonnige Rabatten und Beete, die kräftige Farbe im Spätsommer und Herbst wollen.
- Kübel (besonders kompakte Sorten).
- Engagierte Gärtner, die gern stützen, düngen, ausputzen und überwintern.
Weniger geeignet für Gärtner mit wenig Zeit, tiefen Schatten, staunassen Boden oder alle, die in einem kalten Klima weder die Knollen ausgraben noch jedes Jahr neu pflanzen wollen.
Dahlie (Dahlia) - häufige Fragen
Muss ich meine Dahlien jeden Winter ausgraben?
Warum hat meine Dahlie viele Blätter, aber wenige Blüten?
Wie halte ich meine Dahlien bis zum Frost blühend?
Warum werden die jungen Triebe meiner Dahlie gefressen?
Sind Dahlien sicher für Haustiere?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.