Blauschwingel
Der Blauschwingel ist das Nadelkissen unter den Gräsern - eine ordentliche, silberblaue Kuppel von der Größe eines Igels, die Wege einfasst und Kiesgärten füllt.
Überblick
Der Blauschwingel ist das Nadelkissen unter den Gräsern - eine ordentliche, silberblaue Kuppel von der Größe eines Igels, die Wege einfasst, Kiesgärten füllt und auf Knöchelhöhe stahlblaue Farbe setzt, wo sonst nichts so ordentlich bleibt. Er gehört zu den kleinsten, blauesten und einfachsten Ziergräsern. (Festuca glauca.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Trockene, felsige Grasländer Mittel- und Südeuropas; das intensive Blau ist ein wachsartiger Schutzpanzer gegen Trockenheit. Winterhart in den Zonen 4-8.
Aussehen
Ein dichtes, fast immergrünes Büschel, 15-30 cm hoch und breit, aus nadelfeinen, puderblauen Blättern; im Frühsommer erheben sich kurzzeitig hellbraune Blütenähren über die Kuppel.
Warum man ihn pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Das blaueste Laub, das es in Bodennähe gibt
- Perfekter, wiederholbarer Einfassungspunkt - Ordnung ohne Hecke
- Immergrüne Präsenz in milden Wintern
- Gedeiht bei Trockenheit und auf magerem Boden
Pflege
Licht: Volle Sonne ist für das Blau unverzichtbar - Schatten macht ihn stumpf grün und licht.
Wasser: Wenig; zum Einwachsen gießen, danach erledigt das der Regen. Durchnässter Boden ist der einzige zuverlässige Killer.
Boden: Vor allem scharfe Drainage - sandige, kiesige, magere Böden ergeben die beste Farbe.
Temperatur & Winterhärte: Zonen 4-8; in kühlen Sommern zufriedener - heiß-schwüle Nächte lassen ihn kümmern.
Düngen: Keinen. Nährstoffe waschen das Blau aus und lassen das Büschel auseinanderfallen.
Pflegearbeiten: Im Frühjahr abgestorbene Nadeln mit behandschuhten Fingern auskämmen; verblühte Blütenstände abscheren, wenn man die reine Kuppelform bevorzugt.
Pflanzung & Vermehrung
Teilung alle 2-3 Jahre im Frühjahr - alte Horste sterben in der Mitte ab, und die Teilung ist die Auffrischung. Samen der Wildart fallen recht sortenecht aus; benannte Formen ('Elijah Blue') müssen geteilt werden.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Fäulnis in der Mitte in reichem oder nassem Boden - das klassische Ende
- Kurze Lebensdauer einzelner Pflanzen (3-5 Jahre) ohne Teilung
- Sommerliches Bräunen bei schwüler Hitze - kosmetisch, lässt sich auskämmen
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig für Haustiere und Menschen - eine der sichersten Einfassungspflanzen überhaupt.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Intensive stahlblaue Farbe
- Winzige, ordentliche, berechenbare Grundfläche
- Hervorragend in Kies und Kübeln
- Reh- und kaninchenresistent
Nachteile
- Muss geteilt werden, um schön zu bleiben
- Hasst Schwüle und nasse Füße
- Einzelne Horste sind kurzlebig
Am besten geeignet für
- Wegeinfassungen, im Rhythmus gepflanzt
- Kies-, Stein- und mediterrane Gärten
- Kübelbepflanzungen, als Füller am Fuß der Komposition
- Heiße, trockene Böschungen, an denen Rasen versagt
Blauschwingel - häufige Fragen
Warum ist mein Blauschwingel grün geworden?
Sollte ich ihn wie andere Gräser zurückschneiden?
Warum ist die Mitte abgestorben?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.