Rispenhortensie 'Bobo'
'Bobo' ist eine kompakte Rispenhortensie, geschätzt für ihre überdimensionierte Blütenschau an einem wirklich zwergwüchsigen Gerüst.
Überblick
'Bobo' ist eine kompakte Rispenhortensie, geschätzt für ihre überdimensionierte Blütenschau an einem wirklich zwergwüchsigen Gerüst: Sie packt kegelförmige Blüten in voller Größe auf eine Pflanze, die selten über Hüfthöhe hinauswächst (Hydrangea paniculata 'Bobo'). Anders als die Ballhortensien blüht sie jedes Jahr verlässlich am neuen Holz, sodass ein harter Winter oder ein falsch getimter Schnitt die Blüten nicht kostet.
Herkunft & Hintergrund
Die Rispenhortensie, Hydrangea paniculata, ist in Ostasien heimisch und wächst wild in China, Korea, Japan und im fernöstlichen Russland, wo sie in lichten Wäldern und an Waldrändern einen großen Strauch oder kleinen Baum bildet. 'Bobo' ist eine Zwergauslese, gezüchtet von Johan Van Huylenbroeck an einem landwirtschaftlichen Forschungsinstitut in Belgien und um 2011 in die Gärten eingeführt, gezielt entwickelt für ihren kleinen Wuchs und ihre reiche Blüte.
Aussehen
Die Blüten öffnen sich im Hoch- bis Spätsommer cremeweiß bis zart limettengrün und sitzen in dichten, aufrechten Rispen, die die Pflanze so dicht bedecken, dass das Laub fast verschwindet. Wenn die Saison kühler wird, überziehen sich die Blüten von der Basis her mit Rosa und vertiefen sich bis zum Herbst zu rosigen Tönen, bevor sie beige trocknen. Die Endhöhe liegt bei etwa 75 bis 90 cm mit einer Breite von 90 cm bis 1,2 m, was einen runden, gut verzweigten Wuchs mit dunkelgrünen ovalen Blättern ergibt. Die Triebe sind für die Größe der Blüten auffallend stabil, sodass die Blütenrispen eher aufrecht bleiben, statt umzukippen.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Passt in kleine Gärten, Rabatten und große Kübel, wo normale Rispenhortensien zu groß wären
- Blüht verlässlich am diesjährigen Holz, sodass kalte Winter die Blüte nicht beeinträchtigen
- Lange Schau, die über Monate von Weiß zu Rosa wechselt, dazu getrocknete Rispen als Winterschmuck
- Sehr winterhart und unkompliziert, verzeiht den Schnittzeitpunkt und Anfängerfehler
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; mindestens sechs Stunden Sonne bringen die beste Blüte und das kräftigste Herbstrosa, doch in heißen Klimaten hilft etwas Nachmittagsschatten. Wasser: Mäßig und beständig; den Wurzelbereich gleichmäßig feucht halten, besonders in den ersten beiden Jahren und in der Sommerhitze, denn Rispenhortensien mögen kein vollständiges Austrocknen. Boden: Anpassungsfähig an die meisten gut durchlässigen Böden und tolerant gegenüber einer breiten pH-Spanne. Zu beachten: Der pH-Wert verschiebt hier die Blütenfarbe nicht; diese Blau-Rosa-Chemie gilt nur für Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), nicht für Rispenhortensien wie 'Bobo'. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8. Blüte oder Saison: Vom Hoch- bis Spätsommer in den Herbst, wobei die Schau oft zwei bis drei Monate dauert, während die Blüten altern und die Farbe wechseln. Extra: Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr schneiden, da sie am neuen Holz blüht; ein kräftiger Rückschnitt hält die Pflanze ordentlich und fördert große Blüten. Giftig für Katzen, Hunde und Pferde; Blätter und Blüten enthalten ein cyanogenes Glykosid, und ihr Verzehr kann Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit verursachen.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Strauch in derselben Tiefe setzen, in der er im Topf stand, mehrere Pflanzen mit etwa 90 cm bis 1,2 m Abstand setzen und während des Einwachsens gut angießen. Benannte Sorten wie 'Bobo' werden vegetativ vermehrt, damit die Pflanze sortenecht bleibt, nicht aus Samen. Im Frühsommer weiche Stecklinge oder im Spätherbst Steckhölzer schneiden oder einfaches Absenken nutzen, indem man einen tief liegenden, biegsamen Trieb bis zur Bewurzelung am Boden fixiert und ihn dann von der Mutterpflanze trennt.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Welken oder verbrannte Blattränder durch Trockenstress oder intensive Nachmittagssonne in heißen Regionen
- Echter Mehltau oder Blattflecken bei feuchter, dichter Standweise mit schlechter Luftzirkulation
- Gelegentlich Blattläuse an weichem Neuaustrieb, meist geringfügig und leicht abzuspülen
Giftigkeit & Sicherheit
Alle Hortensien, auch 'Bobo', enthalten in Blättern und Blüten ein cyanogenes Glykosid, was die Pflanze beim Fressen giftig für Katzen, Hunde und Pferde macht. Typische Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit. Schwere Vergiftungen sind selten, weil dafür eine große Menge Pflanzenmaterial gefressen werden müsste, doch es ist sinnvoll, den Strauch abseits fressfreudiger Haustiere zu setzen und vom Knabbern abzuhalten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Große, farbwechselnde Blüten an einer kompakten Pflanze für kleine Flächen und Töpfe
- Äußerst winterhart und verlässlich, blüht jedes Jahr am neuen Holz
Nachteile
- Giftig für Haustiere und daher eine schlechte Wahl, wo Katzen, Hunde oder Pferde frei fressen
- Braucht gleichmäßige Feuchtigkeit und kann verbrennen, wenn sie trocken steht oder unerbittlicher Nachmittagshitze ausgesetzt ist
Am besten geeignet für
- Kleine Gärten, gemischte Rabatten und Kübelpflanzungen, wo der Platz knapp ist
- Einsteiger und Gärtner in kalten Klimaten, die verlässliche Farbe vom Sommer bis in den Herbst wollen
Rispenhortensie 'Bobo' - häufige Fragen
Muss ich die Rispenhortensie 'Bobo' schneiden?
Kann ich die Blüten auf Blau umstellen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.