🍃 Der Geldbaum, der im Winter Blätter abwarf
Ein durchgerechnetes Beispiel: Der Fall zeigt den üblichen Verlauf dieses Problems und ist kein Tagebuch einer bestimmten Pflanze.
Wie sie ankam
Ein alter Geldbaum auf einer kühlen Fensterbank, bis tief in den Dezember hinein nach dem großzügigen Sommerplan gegossen. Die Blätter wurden weich und durchscheinend und fielen bei Berührung ab; ein Hauptast war an der Basis runzlig und wurde dunkel.
Die falsche erste Vermutung
Weiche, dünne Blätter als Hunger zu lesen und zu düngen. Im Winter will ein Geldbaum das Gegenteil von mehr: Kühl, hell und fast trocken ist sein Ruhezustand.
Die eigentliche Diagnose
Beginnende Fäule durch Übergießen in der Winterruhe - kalte, nasse Erde um eine Sukkulente, die aufgehört hatte zu trinken. Die dunkel werdende Astbasis war Fäule, die schon im Holz saß.
Die Rettung, Schritt für Schritt
- Das Gießen ganz eingestellt und den Topf richtig durchtrocknen lassen.
- Den dunkel werdenden Ast bis in sauberes, festes Gewebe zurückgeschnitten - die Schnittfläche durfte keinen braunen Ring zeigen.
- Die gesunden Schnittstücke mehrere Tage abtrocknen lassen und dann als Stecklinge in kaum feuchtes, mineralisches Substrat gesetzt - ein Geldbaum bewurzelt aus fast allem.
- Erst Wochen später wieder gegossen, wenig, und nur, nachdem die Erde knochentrocken gewesen war.
Zeitleiste
Wo es geendet hat
Die Mutterpflanze hat überlebt, abzüglich eines Hauptastes, und der Ast hat als vier neue Pflanzen überlebt. Zusammen mehr Geldbaum als vorher - nur nicht mehr der Baum, der er war.
Die Lehre
Sukkulenten laufen nach einer Jahresuhr. Das Gießen, das einen Geldbaum im Juli glücklich macht, lässt ihn im Dezember faulen - der Winter ist für Licht, Kühle und Vernachlässigung da.
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