Rotklee (Trifolium pratense)
Der Rotklee ist ein vertrauter Wiesen-Hülsenfrüchtler, dessen runde rosapurpurne Blütenköpfe einen milden, leicht süßen Kräuteraufguss ergeben.
Überblick
Der Rotklee (Trifolium pratense) ist ein vertrauter Wiesen-Hülsenfrüchtler mit runden rosapurpurnen Blütenköpfen, die seit Langem gesammelt und getrocknet werden, um einen milden, leicht süßen Kräuteraufguss zu bereiten. Er ist eine zähe, unkomplizierte Pflanze, die in Rasen, Weiden und Wildblumenflächen gedeiht, Stickstoff im Boden bindet und Bienen und Schmetterlinge anzieht. Leicht aus Samen zu ziehen und mit gewöhnlichem Untergrund zufrieden, ist er ebenso sehr nützliche Garten- und Weidepflanze wie Blütenquelle für die Teekanne.
Bestimmung & Aussehen
Eine kurzlebige Staude, die in einem lockeren Horst bis etwa 40-60 cm hoch wächst, mit den klassischen dreiteiligen Kleeblättern, deren Fiederblättchen oft eine helle Sichel tragen. Die Blüten sind dichte, kugelförmige Köpfe aus vielen winzigen Röhrenblüten in Rosa- bis Magentatönen, die knapp über einem Blattpaar sitzen. Die ganze Pflanze fühlt sich weich und leicht behaart an und hat einen ausgebreiteten, ungezwungenen Wuchs.
Wo er wächst
In Europa, Westasien und Nordwestafrika heimisch, wurde der Rotklee um die Welt getragen und ist heute in den gemäßigten Regionen eingebürgert, wo er auf Wiesen, an Feldrändern und im Grünland wächst. Als stickstoffbindender Hülsenfrüchtler verträgt er eine breite Palette von Böden und wird oft gezielt ausgesät, um den Untergrund anzureichern und Bestäuber zu ernähren. Er bevorzugt offenen, sonnigen Grund mit ordentlicher Feuchtigkeit.
Anbau zu Hause
Rotklee gelingt sehr leicht aus Samen, die im Frühjahr oder Herbst schlicht auf vorbereiteten Boden gestreut und leicht eingeharkt werden; er braucht keine besondere Behandlung. Ihm eine offene, sonnige Fläche mit gewöhnlichem, ordentlich feuchtem Boden geben, und er wächst rasch ein. Oft wird er in Wildblumenflächen, als Gründüngung oder entlang von Beeträndern gezogen, um Bienen anzulocken. Ein Rückschnitt nach der Blüte regt einen frischen Blütenschub an.
Wachstumsbedingungen
Licht
Volle Sonne bis leichter Schatten; die reichste Blüte kommt an einem offenen, sonnigen Platz.
Gießen
Bevorzugt ordentlich feuchten Boden und mag keine anhaltende Trockenheit, auch wenn eingewachsene Pflanzen recht widerstandsfähig sind.
Boden & Temperatur
An die meisten Böden anpassungsfähig, von Lehm bis Ton, idealerweise neutral; als Hülsenfrüchtler ist er bei der Nährstoffversorgung nicht heikel. Winterhart und frostverträglich, zieht er im Winter ein und kommt im Frühjahr wieder.
Ernte & Zubereitung
Die Blütenköpfe sammeln, wenn sie frisch geöffnet und am leuchtendsten sind, idealerweise an einem trockenen Morgen, und die Blüten mit wenig oder ganz ohne Stiel pflücken. Sie frisch verwenden oder in einer einzigen Lage bis zur Knusprigkeit trocknen und dann lagern. Für einen Aufguss eine kleine Handvoll frischer Köpfe oder einen Löffel getrockneter Blüten rund 5 bis 10 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen und abseihen; das Ergebnis ist sanft, grasig und zart süß.
Zusammensetzung & Charakter
Die Blüten des Rotklees enthalten Pflanzenstoffe, die als Isoflavone bekannt sind, eine Gruppe natürlich vorkommender Polyphenole, die in Hülsenfrüchtlern häufig sind, dazu die Zucker, die der Blüte ihre milde Süße geben. Als Aufguss ist er von Natur aus koffeinfrei und wird für seinen weichen, heuartigen, leicht blumigen Charakter geschätzt. Er hat eine lange Geschichte als Wiesen- und Weidepflanze und als überlieferter Landaufguss, der schlicht wegen seines sanften Geschmacks genossen wird.
Häufige Probleme
- Spärliche Blüte - meist zu viel Schatten; an einen sonnigeren, offeneren Platz setzen.
- Kurze Lebensdauer - er ist von Natur aus kurzlebig; einige Blüten aussamen lassen, damit er sich selbst versät und bleibt.
- Echter Mehltau - kann bei Enge und Schwüle auftreten; die Pflanzen für bessere Luftbewegung ausdünnen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Äußerst leicht aus Samen und anspruchslos im Anbau.
- Reichert als stickstoffbindender Hülsenfrüchtler den Boden an.
- Magnet für Bienen und Schmetterlinge, mit Blüten für einen milden Aufguss.
Nachteile
- Kurzlebig und muss unter Umständen nachgesät werden.
- Kann sich frei ausbreiten und in einem förmlichen Beet unordentlich wirken.
- Der Geschmack ist sehr sanft und zurückhaltend.
Am besten geeignet für
- Wildblumenflächen, Wiesen und Bestäubergärten.
- Gärtnerinnen und Gärtner, die eine einfache, bodenverbessernde Deckpflanze wollen.
- Alle, die einen milden, grasigen Blütenaufguss mögen.
Weniger geeignet für ordentliche förmliche Beete oder sehr trockene, schattige Standorte.
Rotklee (Trifolium pratense) - häufige Fragen
Kann ich Klee aus meinem Rasen für Tee verwenden?
Warum blüht mein Rotklee nicht gut?
Kommt Rotklee jedes Jahr wieder?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.