Rutenhirse
Die Rutenhirse ist die Prärie in einer Pflanze - ein aufrechtes nordamerikanisches Wildgras, dessen luftige Samenwolken über stahlblauem oder weinrotem Laub schweben.
Überblick
Die Rutenhirse ist die Prärie in einer Pflanze - ein aufrechtes nordamerikanisches Wildgras, dessen luftige Samenwolken über stahlblauem oder weinrotem Laub schweben, das Singvögel ernährt und Trockenheit, Überflutung, Salz und Vernachlässigung wegsteckt. Sie ist das ökologische Arbeitstier unter den großen Ziergräsern. (Panicum virgatum.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Die nordamerikanische Hochgrasprärie, von Kanada bis Mexiko - eines ihrer vier dominierenden Gräser. Winterhart in den Zonen 4-9 und an fast alles dazwischen angepasst.
Aussehen
Steif aufrechte Horste, je nach Sorte 90-180 cm hoch; Laub blau ('Heavy Metal', 'Northwind'), grün oder mit roten Spitzen ('Shenandoah'); die Samenrispen öffnen sich im August zu einem rosa getönten Schleier, der mit der Zeit hellbraun wird.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Ökologischer Wert: Samen für Singvögel, Raupenfutterpflanze, Lebensraum
- Die luftigste "Wolken"-Blüte der aufrechten Gräser
- Herausragende Farbauswahl der Sorten - von Stahlblau bis Burgunder
- Wächst gleichermaßen bei Trockenheit, Überflutung und Salz, auf Sand und auf Lehm
Pflege
Licht: Volle Sonne; Schatten bedeutet Umfallen, so einfach ist das.
Wasser: Egal - sie ist bekanntermaßen gleichgültig: Eingewachsene Pflanzen überstehen Trockenheit UND zeitweise stehendes Wasser.
Boden: Von Sand über Lehm bis zu salzigem Spritzwasser am Straßenrand; nährstoffreicher Boden verringert sogar die Standfestigkeit.
Temperatur & Winterhärte: Zonen 4-9; Gras der warmen Jahreszeit, später Austrieb im Frühjahr.
Düngen: Keinen - Präriepflanzen nehmen Luxus übel.
Pflegearbeiten: Rückschnitt auf 10 cm im Spätwinter. Über den Winter stehen lassen: Die Samen ernähren Winterammern und Finken, und bereifte Rutenhirse ist schon der halbe Grund, sie zu pflanzen.
Pflanzung & Vermehrung
Teilung im Frühjahr; die Wildart aus Samen (Sorten nur durch Teilung, damit die Farbe erhalten bleibt). Tiefe Präriewurzeln - jung teilen oder die Spitzhacke holen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Umfallen im Schatten oder auf nährstoffreichem Boden - 'Northwind' widersteht am besten
- Rost an stickigen, feuchten Stellen
- Später Austrieb, der für Absterben gehalten wird (jedes Jahr, von allen)
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig für Hunde und Katzen; ein Gewinn für die Tierwelt, von den Samen bis zum Unterschlupf.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- In Nordamerika heimisch, ökologisch, Vogelfutter
- Unverwüstliche Standorttoleranz
- Schöne Schleierblüte + Herbstfärbung
- Streng aufrechte Sorten erhältlich
Nachteile
- Später Austrieb im Frühjahr
- Kann sich auf offenem Boden mäßig aussäen
- Braucht volle Sonne, um aufrecht zu stehen
Am besten geeignet für
- Prärie-, Wiesen- und Wildpflanzungen
- Regengärten und Versickerungsmulden
- Straßenränder und Küstenlagen
- Naturgärten mit Winterschmuck
Rutenhirse - häufige Fragen
Welche Sorte bleibt am aufrechtesten?
Ist sie aggressiv?
Kommt sie mit meiner nassen Lehmecke zurecht?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.