Duftsteinrich (Lobularia maritima)
Der Duftsteinrich ist eine niedrige, sich ausbreitende Einjährige mit einem dichten Teppich winziger, nach Honig duftender Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst.
Überblick
Der Duftsteinrich, im Englischen "Sweet Alyssum" genannt, ist eine niedrige, sich ausbreitende Einjährige, die wegen ihres dichten Teppichs winziger, nach Honig duftender Blüten gezogen wird, die die Pflanze vom Frühjahr bis in den Herbst bedecken. In Weiß sowie in Purpur-, Rosa- und Lavendeltönen bildet er ein weiches Polster oder eine hängende Matte von nur wenigen Zentimetern Höhe, perfekt als Einfassung von Wegen, überhängend aus Kübeln und zum Füllen von Lücken zwischen Pflastersteinen und höheren Pflanzen. Sein süßer Duft und die Wolken kleiner Blüten machen ihn zu einem Magneten für Bienen und andere Nützlinge. Leicht aus Samen, schnell blühend und anspruchslos, ist der Duftsteinrich ein klassischer letzter Schliff, der Kanten weicher macht und überall, wo er wächst, sanften Duft verbreitet.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Der Duftsteinrich stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er wild in Küstengebieten, auf sandigen Böden und felsigem Gelände wächst - was sich in seinem botanischen Namen maritima ("am Meer") widerspiegelt. Seine natürliche Heimat in offenen, sonnigen, frei ablaufenden Küstenlebensräumen erklärt, warum er magere, sandige Böden so gut verträgt und gute Drainage und Sonne bevorzugt. Wie viele Mittelmeerpflanzen wächst und blüht er in den milderen Teilen des Jahres am kräftigsten und kann bei extremer Hitze nachlassen. Seit Langem als Zierpflanze gezogen, ist er heute eine vertraute niedrige Blume in Gärten gemäßigter Breiten auf der ganzen Welt. Früher wurde er der Gattung Alyssum zugeordnet, von der sein englischer Name stammt.
Aussehen
Der Duftsteinrich ist eine niedrige, polsterförmige oder hängende Pflanze, meist nur 8 bis 15 cm hoch, breitet sich aber 20 bis 30 cm oder mehr aus. Er trägt Massen winziger vierzähliger Blüten, dicht in rundlichen Büscheln, in Weiß, Creme und zarten Tönen von Purpur, Lavendel, Altrosa und Rosa. Die Blätter sind klein, schmal und graugrün und in voller Blüte größtenteils unter den Blüten verborgen. Die Gesamtwirkung ist ein feiner, schaumartiger Blütenteppich, und aus der Nähe verströmen die Blüten einen unverwechselbaren süßen, honigartigen Duft.
Warum man ihn pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Honigduft: Der süße, honigartige Duft gehört zu seinen größten Reizen.
- Blütenteppich: Tausende winziger Blüten bilden eine weiche, geschlossene Farbmatte.
- Hervorragend für Einfassungen: Der niedrige Wuchs ist ideal, um Rabatten, Wege und Kübelränder weicher zu gestalten.
- Lange Saison: blüht vom Frühjahr bis in den Herbst, besonders bei kühlem Wetter.
- Magnet für Bestäuber: Die Blüten locken Bienen, Schwebfliegen und andere Nützlinge an.
- Sehr einfach: schnell und zuverlässig aus Samen, gedeiht sogar in magerem Boden.
Pflege
Licht & Standort
Der Duftsteinrich blüht in voller Sonne am besten, verträgt aber lichten Schatten, der ihm in heißen Klimaten helfen kann, weiterzublühen. Ein sonniger, offener Platz ergibt den vollsten, duftendsten Blütenteppich.
Boden
Er wächst gut in durchschnittlichem, gut durchlässigem Boden und verträgt dank seiner Herkunft von der Küste magere, sandige Böden. Gute Drainage ist wichtiger als Fruchtbarkeit; für eine gute Blüte braucht er keinen nährstoffreichen Boden.
Gießen
Junge Pflanzen zum Einwachsen und in Trockenperioden gießen und den Boden gleichmäßig feucht, aber nie staunass halten. Eingewachsen ist er recht trockenheitsverträglich. Kübel sollten gut ablaufen und nicht lange völlig austrocknen.
Düngen
Es ist wenig Dünger nötig. In ordentlichem Boden blüht er ohne Dünger reichlich; eine gelegentliche leichte Düngung von Kübelpflanzen genügt, um sie in Gang zu halten.
Pflegearbeiten
Der wichtigste Trick beim Duftsteinrich ist der Rückschnitt: Wenn die Pflanzen im Hochsommer erschöpft oder zerzaust sind oder aufhören zu blühen, die ganze Matte mit einer Schere um etwa ein Drittel zurückschneiden. Das räumt die Pflanze auf und löst innerhalb von ein paar Wochen einen frischen Blütenflor aus. Regelmäßiger leichter Rückschnitt hält ihn die ganze Saison blühend und ordentlich.
Winterhärte & Winterschutz
Der Duftsteinrich wird meist einjährig gezogen und durch starken Frost getötet, verträgt aber leichten Frost und kühles Wetter gut. In milden Klimaten kann er überwintern oder sich wie eine kurzlebige Staude verhalten, und oft sät er sich selbst aus, sodass im folgenden Jahr neue Pflanzen erscheinen.
Pflanzung & Vermehrung
Der Duftsteinrich wird aus seinen kleinen Samen gezogen, die schnell und leicht keimen. Nach dem letzten Frost direkt an Ort und Stelle säen, den feinen Samen kaum bedecken, oder früher drinnen vorziehen und auspflanzen. Man kann ihn auch als Jungpflanzen für sofortige Einfassungen und Kübelarrangements kaufen. Die Pflanzen mit etwa 15 bis 20 cm Abstand setzen, damit die Matten zusammenwachsen. Unter günstigen Bedingungen sät er sich reichlich selbst aus, sodass in den folgenden Saisons oft spontane Sämlinge erscheinen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Nachlassen im Hochsommer: Die Pflanzen werden bei Hitze oft zerzaust und hören auf zu blühen; ein Rückschnitt belebt sie wieder.
- Nacktschnecken und Schnecken: können junge Sämlinge und weichen Wuchs anfressen.
- Blattläuse: können sich an Stielen sammeln; abspritzen, zerdrücken oder Nützlingen überlassen.
- Umfallkrankheit: Sämlinge können bei kalten, nassen, dichten Bedingungen faulen; für Luftzirkulation und Drainage sorgen.
- Wurzelfäule: in staunassem Boden oder schlecht ablaufenden Kübeln.
Ansonsten ist der Duftsteinrich eine einfache, gesunde Pflanze.
Giftigkeit & Sicherheit
Gilt als ungiftig. Der Duftsteinrich (Lobularia maritima) gilt allgemein als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen und ist daher eine sichere Wahl für Gärten mit Haustieren und Kindern. Er gehört zur Familie der Kreuzblütler. Wie immer Haustiere davon abhalten, größere Mengen einer Zierpflanze zu fressen, und bei ungewöhnlichen Symptomen nach dem Fressen die Tierarztpraxis fragen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Süßer Honigduft.
- Dichter, lang anhaltender Teppich winziger Blüten.
- Ideal als niedrige Einfassung und Kübelfüller.
- Hervorragend für Bienen und Nützlinge.
- Einfach und schnell aus Samen, verträgt mageren Boden.
Nachteile
- Meist einjährig - hält in kalten Klimaten eine Saison.
- Kann in der Hochsommerhitze zerzaust werden und eine Blühpause einlegen.
- Braucht Rückschnitt, um blühfreudig und ordentlich zu bleiben.
- Kann sich reichlich selbst aussäen.
- Anfällig für Fäulnis bei nassen, schlecht durchlässigen Bedingungen.
Am besten geeignet für
- Einfassungen von Wegen, Rabatten und Beeten.
- Ränder und Lückenfüller in Kübeln und Blumenampeln.
- Fugen zwischen Pflastersteinen und Steingärten.
- Bestäuber- und Duftgärten.
- Anfänger- und pflegeleichte Pflanzungen.
Weniger geeignet für staunasse Standorte oder als hohe oder strukturgebende Pflanze in der Rabatte.
Duftsteinrich (Lobularia maritima) - häufige Fragen
Warum hat mein Duftsteinrich aufgehört zu blühen und ist zerzaust?
Duftet der Duftsteinrich wirklich nach Honig?
Ist der Duftsteinrich gut für Bienen?
Kommt der Duftsteinrich jedes Jahr wieder?
Mit welchem Abstand pflanzt man Duftsteinrich?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.