Rispenhortensie 'Pinky Winky'
'Pinky Winky' ist eine Rispenhortensie mit langen, kegelförmigen Blütenständen, die weiß aufgehen und sich von unten nach oben rosa färben.
Überblick
'Pinky Winky' ist eine Rispenhortensie (Hydrangea paniculata 'Pinky Winky'), die für ihre langen, kegelförmigen Blütenstände gezogen wird: Sie öffnen sich weiß und färben sich von der Basis her nach oben rosa, sodass eine einzige Rispe beide Farben zugleich zeigt. Anders als die Bauernhortensien blüht sie verlässlich am neuen Holz, verträgt richtige Sonne und gehört zu den robustesten, nachsichtigsten Hortensien, die man pflanzen kann. Dieser zweifarbige Farbwechsel von unten nach oben ist ihr Markenzeichen und der Grund, warum sie aus den schlicht weißen Rispenhortensien heraussticht.
Herkunft & Hintergrund
Die Art Hydrangea paniculata ist in Ostasien heimisch, vor allem in China, Korea, Japan und im fernöstlichen Russland, wo sie an Waldrändern und offenen Hängen als großer Strauch oder kleiner Baum wächst. 'Pinky Winky' selbst ist eine ausgelesene Sorte, Anfang der 2000er Jahre in Belgien gezüchtet und Mitte der 2000er Jahre in nordamerikanische Gärten eingeführt, ausgewählt wegen ihrer ungewöhnlich großen zweifarbigen Rispen und ihrer kräftigen, aufrechten Triebe.
Aussehen
Die Blüten erscheinen in dichten, kegelförmigen Rispen von bis zu 30 bis 40 cm Länge. Jede Rispe öffnet sich im Hoch- bis Spätsommer cremeweiß, dann vertiefen sich die unteren Einzelblüten zu Rosa und schließlich zu Rosé, während die Spitze weiter frische weiße Blüten bildet - das ergibt den klassischen Zweiton-Effekt. Die Endhöhe liegt bei etwa 1,8 bis 2,4 m mit einer ähnlichen Breite von 1,8 bis 2,1 m, woraus ein breiter, aufrechter Strauch entsteht. Steife Triebe halten die schweren Blüten aufrecht, statt sie umkippen zu lassen. Im Herbst altern die Rispen zu tieferem Rosa und gedecktem Rosé, und das Laub ist ein schlichtes Mittelgrün ohne nennenswerte Herbstfärbung - die Blüten übernehmen also die saisonale Arbeit.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Markante zweifarbige Rispen, die im Lauf der Saison an derselben Blüte von Weiß zu Rosa wechseln
- Blüht am Neuaustrieb, sodass ein harter Winter oder später Frost die Blüten selten kostet
- Kräftige Triebe halten die großen Blüten ohne Stütze aufrecht
- Winterhart und unkompliziert, gedeiht dort, wo empfindlichere Hortensien kämpfen
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten. Sie blüht am besten mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne; in heißen südlichen Gärten hilft etwas Nachmittagsschatten. Wasser: Mäßig und gleichmäßig. Den Boden während des Einwachsens gleichmäßig feucht halten, danach bei Trockenheit durchdringend gießen. Sie ist nicht trockenheitsfest, verträgt aber eingewachsen normale Gartenbedingungen. Boden: Anpassungsfähig an die meisten gut durchlässigen Böden, von Lehm bis Ton, idealerweise leicht sauer bis neutral. Zu beachten: Der pH-Wert verändert die Blütenfarbe nur bei Bauernhortensien - diese Rispenhortensie bleibt unabhängig vom pH-Wert weiß bis rosa, blau lässt sie sich also nicht färben. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8. Blüte oder Saison: Blüht vom Hoch- bis Spätsommer durch den Herbst, eine lange Schau von etwa zwei bis drei Monaten, während die Farbe sich vertieft. Extra: Da sie am neuen Holz blüht, im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr schneiden, um sie zu formen und größere Rispen zu fördern. Hinweis: Diese Pflanze ist giftig für Katzen, Hunde und Pferde, wenn sie gefressen wird.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst in ein Pflanzloch setzen, das so tief wie der Wurzelballen und etwa doppelt so breit ist, den Wurzelhals bodeneben platzieren und gut angießen. Vermehrung über weiche Stecklinge im Frühsommer oder Steckhölzer im Spätherbst, in Bewurzelungshormon getaucht und in feuchtem, geschütztem Substrat gehalten. Auch einfaches Absenken funktioniert: einen tief liegenden, biegsamen Trieb am Boden fixieren, einen Abschnitt mit Erde bedecken und ihn bewurzeln lassen, bevor man ihn abtrennt. Benannte Sorten werden nicht aus Samen gezogen, da Sämlinge nicht sortenecht fallen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Blattläuse und Spinnmilben an weichem Neuaustrieb, meist kosmetisch und leicht abzuspülen
- Echter Mehltau oder Blattflecken bei dichter, schlecht belüfteter Pflanzung, gemindert durch gute Luftzirkulation
- Welken und verbrannte Blattränder durch zu wenig Wasser oder grelle reflektierte Hitze an sehr offenen Standorten
Giftigkeit & Sicherheit
Hortensien, auch 'Pinky Winky', sind giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Blätter und Blüten enthalten ein cyanogenes Glykosid, das beim Kauen kleine Mengen Cyanid freisetzen kann. Das Fressen verursacht meist Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit. Schwere Vergiftungen sind selten, weil Tiere selten große Mengen fressen, doch es ist sinnvoll, Haustiere von der Pflanze fernzuhalten und Schnittgut sowie abgefallene Blüten wegzuräumen. Bei Verdacht, dass ein Haustier davon gefressen hat, die Tierarztpraxis kontaktieren.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Verlässliche Blüherin mit auffälligen weiß-rosa Rispen
- Winterhart, anpassungsfähig und einsteigerfreundlich mit kräftigen, selbsttragenden Trieben
Nachteile
- Giftig für Katzen, Hunde und Pferde, wenn sie gefressen wird
- Die stattliche Endgröße braucht Platz, und das Laub bietet kaum Herbstschmuck
Am besten geeignet für
- Gärtner in kalten bis gemäßigten Zonen, die einen großen, verlässlichen Strauch vom Sommer bis in den Herbst wollen
- Gemischte Rabatten, freie Hecken oder ein Solitär mit Platz für die volle Größe
Rispenhortensie 'Pinky Winky' - häufige Fragen
Wann und wie soll ich 'Pinky Winky' schneiden?
Kann ich die Blütenfarbe wie bei anderen Hortensien auf Blau umstellen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.