Purpurglöckchen 'Palace Purple'
'Palace Purple' ist die Sorte, die das Purpurglöckchen zum Blattschmuckstar machte, mit breiten, ahornförmigen Blättern in tiefem Bronzepurpur.
Überblick
'Palace Purple' ist die Sorte, die das Purpurglöckchen zum Blattschmuckstar machte: geschätzt wird sie für breite, ahornförmige Blätter in tiefem Bronzepurpur und nicht für ihre Blüten (Heuchera 'Palace Purple'). Sie bildet einen ordentlichen, niedrigen Hügel, der seine Farbe den größten Teil des Jahres hält, und war bekannt genug, um 1991 zur Staude des Jahres (Perennial Plant of the Year) gewählt zu werden. Wo ältere Purpurglöckchen wegen ihrer luftigen Blütenrispen gezogen wurden, verdient sich dieses seinen Platz allein durch die Blattfarbe.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Heuchera ist in Nordamerika heimisch, wo die wilden Purpurglöckchen in Wäldern, an felsigen Hängen und Bachufern von Kanada bis nach Mexiko wachsen. 'Palace Purple' wurde Anfang der 1980er Jahre in den Royal Botanic Gardens, Kew, in England aus Saatgut von Heuchera micrantha (einer Art des westlichen Nordamerika) ausgelesen und noch in demselben Jahrzehnt in die Gärten eingeführt. Weil sie als Sämlingsauslese entstand, gehört sie zu den wenigen Purpurglöckchen, die sich aus Samen ziehen lassen, wobei nur die am besten gefärbten Sämlinge der benannten Pflanze entsprechen.
Aussehen
Die Blätter sind der ganze Punkt: groß, efeu- oder ahornförmig, mit spitzen Lappen und einem leicht gekräuselten, metallischen Schimmer. Die Farbe reicht von tiefem Bronze und Mahagonipurpur bei starkem Licht bis zu einem olivfarbeneren Bronze im Schatten, mit rote-bete-roten Unterseiten, die sichtbar werden, wenn sich das Laub im Wind hebt. Die Pflanzen bauen einen runden Hügel von etwa 20 bis 30 cm Höhe und 30 bis 45 cm Breite auf. Vom späten Frühjahr bis zum Hochsommer steigen drahtige Stiele weit über das Laub, auf etwa 45 bis 60 cm, und tragen lockere Rispen winziger cremeweißer bis blassrosa Glockenblüten. Am kräftigsten ist die Farbe am frischen Frühjahrsaustrieb, und sie vertieft sich erneut, wenn es im Herbst kühler wird.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Blattfarbe über eine lange Saison, die ein Beet trägt, auch wenn sonst wenig blüht
- In milden Klimaten halbimmergrün, sodass der Horst im Winter selten ganz verschwindet
- Kompakter, gut erzogener Wuchs, der sich für Einfassungen, Kübel und kleine Flächen eignet
- Luftige Sommerblütenstiele, die Bienen und andere Bestäuber anziehen, ohne die Pflanze zu dominieren
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten. Am tiefsten ist die Farbe bei gutem Licht, doch in Regionen mit heißen Sommern Nachmittagsschatten geben, um Blattbrand zu vermeiden. Wasser: Mäßig und gleichmäßig; den Boden beständig feucht halten, aber nie staunass. Etablierte Pflanzen vertragen kurze Trockenphasen. Boden: Humusreicher, gut durchlässiger Boden ist entscheidend. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert (etwa 6,0 bis 7,0) passt ihr am besten. Winterhärte: USDA-Zonen 4 bis 9. Blüte oder Saison: Wird vor allem für das ganzjährige Laub gezogen; schlanke Blütenstiele erscheinen vom späten Frühjahr bis zum Hochsommer. Extra: Die Wurzelhälse heben sich mit der Zeit aus dem Boden (Frosthub), daher nachpflanzen oder mulchen, damit der Fuß bedeckt bleibt. Ungiftig für Katzen und Hunde und damit eine sichere Wahl für Haushalte mit Tieren.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Wurzelhals auf Bodenniveau setzen und niemals vergraben, in gut durchlässigem, mit Kompost angereichertem Boden. Die Pflanzen etwa 30 bis 45 cm auseinandersetzen. Der verlässliche Weg, diese benannte Sorte zu vermehren, ist die Teilung: den Horst alle 3 bis 4 Jahre ausgraben, idealerweise im Frühjahr oder Herbst, und in Stücke teilen, die je ein Stück Wurzelhals und gesunde Wurzeln behalten. Das verjüngt zugleich Pflanzen, die verholzt sind oder sich aus dem Boden geschoben haben. Aussaat ist bei Heuchera micrantha-Typen möglich, doch die Sämlinge variieren in der Farbe, sortenechte Pflanzen kommen also nur aus der Teilung.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Dickmaulrüssler, dessen Larven die Wurzeln fressen und bei Kübelpflanzen einen plötzlichen Zusammenbruch verursachen können
- Frosthub, der den Wurzelhals über den Winter aus dem Boden hebt und die Wurzeln freilegt
- Echter Mehltau, Rost oder Wurzelhalsfäule bei feuchtem, zu dichtem oder schlecht durchlässigem Stand
Giftigkeit & Sicherheit
Das Purpurglöckchen 'Palace Purple' ist ungiftig für Katzen und Hunde. Purpurglöckchen stehen nicht auf den Listen der für Haustiere giftigen Pflanzen, das macht sie zu einer beruhigenden, tiersicheren Wahl für Gärten und Haushalte mit Tieren. Wie bei jeder Pflanze sollte man Haustiere vom Knabbern am Laub abhalten, um leichte Verdauungsbeschwerden zu vermeiden, doch ein ernsthaftes Vergiftungsrisiko ist nicht bekannt.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Satte Blattfarbe über eine sehr lange Saison bei minimalem Aufwand
- Kompakt, vielseitig und sicher im Umgang mit Haustieren
Nachteile
- Die Wurzelhälse heben sich und verkahlen im Lauf einiger Jahre, es braucht also regelmäßige Teilung
- Das Laub kann bei intensiver, ungeschützter Hitze verbrennen oder ausbleichen
Am besten geeignet für
- Gartenneulinge, die verlässliche Farbe in Rabatten, Einfassungen oder Kübeln wollen
- Pflanzungen im Halbschatten und am Waldrand sowie tierfreundliche Gärten
Purpurglöckchen 'Palace Purple' - häufige Fragen
Behält 'Palace Purple' ihre purpurne Farbe das ganze Jahr?
Wie oft soll ich sie teilen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.