Dahlie 'Jowey Winnie'
'Jowey Winnie' ist eine Balldahlie, geschätzt für ihre fast perfekt kugeligen, dicht gerollten Blüten in zartem, staubigem Altrosa bis Blassrosa.
Überblick
'Jowey Winnie' ist eine Dahlie vom Balltyp, geschätzt für ihre fast perfekt kugeligen, dicht gerollten Blüten in zartem, staubigem Altrosa bis Blassrosa (Dahlia 'Jowey Winnie'). Was sie auszeichnet, ist die ordentliche, formale Geometrie jeder Blüte an langen, kräftigen Stielen, die sie zu einer der verlässlichsten rosa Balldahlien für den Schnitt macht. Sie wirkt eher vintage und romantisch als grell und fügt sich daher mühelos in Bauerngärten und Hochzeitspflanzungen.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Dahlia ist in den Hochlandregionen Mexikos und Mittelamerikas heimisch, wo die Wildarten in kühlen, sonnigen Hochlagen wachsen; jede moderne Gartendahlie stammt über Jahrhunderte der Hybridisierung von diesen mexikanischen Vorfahren ab. 'Jowey Winnie' gehört zur in den Niederlanden gezüchteten "Jowey"-Reihe von Ball- und dekorativen Dahlien, die für den Schnittblumenhandel entwickelt wurde, neben Verwandten wie 'Jowey Mirella' und 'Jowey Frambo'. Wie alle benannten Dahliensorten ist sie ein ausgelesener Klon, der nur durch Teilen der Knollen sortenecht bleibt, nicht über Samen.
Aussehen
Die Blüten sind vollständig gefüllte Kugeln von etwa 8 bis 10 cm Durchmesser, aufgebaut aus vielen gerollten, stumpf endenden Blütenblättern in einer ordentlichen Spirale. Die Farbe ist ein warmes, gedämpftes Rosa - staubiges Altrosa, das zu den Blütenblatträndern hin blasser wird, bei kühlem Wetter manchmal mit einem feinen aprikosenfarbenen Schimmer. Das Laub ist das typische Mittel- bis Dunkelgrün, gefiedert und etwas grob. Die Pflanzen erreichen etwa 90 bis 120 cm Höhe bei einer Breite von rund 45 bis 60 cm und bilden einen aufrechten, buschigen Horst. Die Blüte beginnt im Hochsommer und geht in Schüben bis zum ersten strengen Frost weiter.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Formale, nahezu perfekte Ballblüten in einem sanften, vielseitigen Rosa, das zu Hochzeiten und Bauerngärten passt
- Lange, stabile Stiele und gute Vasenhaltbarkeit machen sie zu einer beliebten Schnittblume
- Blüht monatelang, vom Hochsommer bis zum Frost, besonders bei regelmäßigem Ausputzen
- Zieht Bienen und andere Bestäuber an, wenn in der Rabatte offen blühende Pflanzen dabei sind
Pflege
Licht: Volle Sonne - mindestens 6 bis 8 Stunden direktes Licht für die kräftigsten Stiele und die reichste Blüte. Wasser: Mäßig, aber gleichmäßig; in Trockenphasen ein- bis zweimal pro Woche durchdringend gießen und den Boden gleichmäßig feucht, aber nie staunass halten. Boden: Nährstoffreicher, fruchtbarer, gut durchlässiger Boden mit viel organischer Substanz; leicht saurer bis neutraler pH-Wert (um 6,5 bis 7,0) ist ideal. Winterhärte: USDA-Zonen 8 bis 11 im Freiland; in den Zonen 2 bis 7 werden die Knollen über den Winter ausgegraben und gelagert oder die Pflanzen einjährig gezogen. Blüte oder Saison: Vom Hochsommer bis zum ersten Frost, typischerweise von Juli bis Oktober, mit wiederholten Schüben über mehrere Monate. Extra: Die hohen Stiele brauchen früh eine Stütze, damit die schweren Ballblüten nicht abknicken, und regelmäßiges Schneiden oder Ausputzen hält neue Knospen in Gang. Zu beachten: Diese Dahlie ist mild giftig für Katzen und Hunde, verursacht leichte Magen-Darm-Beschwerden und durch den Saft möglicherweise eine leichte Hautreizung, daher dort pflanzen, wo Haustiere kaum daran kauen.
Pflanzung & Vermehrung
Die Knollen im Frühjahr pflanzen, sobald sich der Boden erwärmt hat und keine Frostgefahr mehr besteht, etwa 10 bis 15 cm tief mit dem Auge nach oben, und die Pflanzen mit rund 45 bis 60 cm Abstand setzen. Gleich beim Pflanzen einen Stab einstecken, um die Knolle später nicht zu durchstoßen. Benannte Sorten wie 'Jowey Winnie' nur vegetativ vermehren - die Knollenbündel nach dem ersten Frost ausgraben, so teilen, dass jedes Teilstück ein Stück Wurzelhals mit sichtbarem Auge trägt, und die Teilstücke über den Winter kühl, frostfrei und leicht feucht lagern; Stecklinge von austreibenden Knollen im zeitigen Frühjahr sind ein weiterer verlässlicher Weg. Aus Samen fällt sie nicht sortenecht.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Schnecken, die im Frühjahr junge Triebe zerfetzen, und Ohrwürmer, die an Blütenblättern fressen
- Saugende Schädlinge wie Blattläuse, Thripse und Spinnmilben sowie Weichwanzen, die Knospen verformen
- Echter Mehltau und Grauschimmel (Botrytis) in feuchten, dichten oder schlecht belüfteten Pflanzungen sowie Knollenfäule in kaltem, nassem, schlecht durchlässigem Boden
Giftigkeit & Sicherheit
Dahlien gelten als mild giftig für Katzen und Hunde. Kaut ein Haustier an Blättern, Stielen oder Knollen, kann der Pflanzensaft Maul und Verdauungstrakt reizen und zu leichten Magen-Darm-Zeichen wie Speicheln, Erbrechen und Durchfall führen; Hautkontakt mit dem Saft kann eine leichte Reizung oder Dermatitis auslösen. Die Reaktionen sind meist leicht und klingen von selbst ab, doch anhaltendes Erbrechen oder Unwohlsein sollte in einer Tierarztpraxis abgeklärt werden. Schnittstiele und ausgegrabene Knollen außer Reichweite neugieriger Haustiere halten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Wunderschön geformte Ballblüten in einem sanften, begehrten Rosa, hervorragend für den Schnitt
- Lange Blütezeit vom Hochsommer bis zum Frost mit kräftigen, aufrechten Stielen
Nachteile
- Die Knollen sind in kalten Zonen nicht verlässlich winterhart und müssen ausgegraben und gelagert werden
- Braucht Stützen, regelmäßiges Ausputzen und Aufmerksamkeit für Schädlinge, ist also mehr Arbeit als ein Strauch
Am besten geeignet für
- Schnittblumengärtner und alle, die Blüten für Arrangements oder Hochzeiten ziehen
- Bauerngartenrabatten und gemischte Beete, in denen ein nachblühendes, romantisches Rosa gewünscht ist
Dahlie 'Jowey Winnie' - häufige Fragen
Muss ich die Knollen jeden Winter ausgraben?
Warum sind meine 'Jowey Winnie' hoch und kippen um?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.