Funkie 'June'
Die Funkie 'June' ist eine kompakte Blattschmuckpflanze mit wechselnder Färbung, geschätzt für Blätter mit leuchtend gold-gelbgrüner Mitte und kühlen blaugrünen Rändern.
Überblick
Die Funkie 'June' (Hosta 'June') ist eine kompakte Blattschmuckpflanze mit wechselnder Färbung, geschätzt für Blätter, die eine leuchtend gold-gelbgrüne Mitte mit kühlen blaugrünen Rändern verbinden. Was diese Sorte auszeichnet, ist, wie sich ihre Färbung mit dem Licht verändert - goldener, wo sie Morgensonne abbekommt, blaugrauer im tieferen Schatten. Sie ist eine der am häufigsten gepflanzten kleinen Funkien und wurde 2001 von der American Hosta Growers Association zur "Hosta of the Year" gekürt.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Hosta ist in Ostasien heimisch - vor allem in Japan, China und Korea -, wo die Arten auf Waldböden, an Bachufern und an schattigen Hängen wachsen. 'June' ist keine Wildpflanze, sondern eine Gartensorte: Sie entstand als Sport (eine spontane Mutation) der blaulaubigen 'Halcyon' aus der Tardiana-Gruppe und wurde um 1991 über britische Züchter eingeführt. Ihre stabile Zweifarbigkeit ist der Grund, warum sie zu einem festen Bestandteil der Baumschulen wurde.
Aussehen
'June' bildet einen ordentlichen, hügeligen Horst aus dicken, leicht gekräuselten, herzförmigen bis ovalen Blättern. Jedes Blatt zeigt eine creme-goldene bis gelbgrüne Mitte, eingefasst von unregelmäßigen blaugrünen bis dunkelgrünen Rändern, und der Kontrast verstärkt sich, je wärmer die Saison wird. Die Endhöhe liegt bei etwa 30 bis 40 cm, die Breite bei etwa 60 bis 90 cm. Im Hoch- bis Spätsommer schiebt sie schlanke Schäfte mit hell lavendelfarbenen, glockenförmigen Blüten über das Laub. Im Herbst verblassen die Blätter zu zartem Gelb, bevor die Pflanze zur Winterruhe bis zum Boden einzieht.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Verlässliche Farbe im Schatten, wo viele Pflanzen nur schlichtes Grün bieten
- Kompakte Größe, die zu Kübeln, Einfassungen und kleinen Beeten passt
- Blätter mit kräftiger Substanz, die Wind wegstecken und Schneckenfraß besser widerstehen als dünnblättrige Funkien
- Pflegeleicht und langlebig, kehrt fast ohne Aufwand jedes Jahr größer zurück
Pflege
Licht: Halbschatten bis voller Schatten; etwas sanfte Morgensonne vertieft die goldene Mitte, doch heiße Nachmittagssonne verbrennt die Blätter. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit - bei Trockenheit gießen und den Wurzelstock nie ausdörren lassen. Boden: Nährstoffreicher, humusreicher, gut durchlässiger Boden, der gleichmäßig feucht bleibt; leicht saurer bis neutraler pH-Wert (etwa 6,0 bis 7,0) ist ideal. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8 (verträgt Zone 9 in kühleren Kleinklimaten). Blüte oder Saison: Laubpflanze vom Frühjahr bis zum Herbst, mit lavendelfarbenen Blüten im Hoch- bis Spätsommer und zartgelber Färbung vor der Ruhezeit. Extra: Ihre typische Eigenheit ist der lichtabhängige Farbwechsel - derselbe Horst wirkt an helleren Plätzen goldener und im Schatten blauer, daher verändert der Standort ihr Aussehen. Hinweis: Funkien sind giftig für Katzen und Hunde - die enthaltenen Saponine verursachen beim Fressen Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Wurzelstock bodeneben setzen und die Horste mit etwa 60 bis 90 cm Abstand pflanzen, damit sie sich ausbreiten können. Beim Pflanzen Kompost einarbeiten und mulchen, um die Feuchtigkeit zu halten. Vermehrung durch Teilung im zeitigen Frühjahr beim Austrieb der Triebe (Augen genannt): den Horst ausheben, mit einem scharfen Spaten oder Messer in Stücke mit Wurzeln und einigen Augen teilen und zügig wieder einpflanzen. Eine Teilung alle paar Jahre hält große Horste zudem wüchsig.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Schnecken fressen Löcher ins Laub, doch 'June' widersteht ihnen besser als dünnblättrige Funkien
- Verbrannte, ausgeblichene Blattmitten durch zu viel direkte Sonne oder trockenen Boden
- Wurzelstock- und Wurzelfäule an nassen, schlecht durchlässigen Standorten, dazu gelegentlich Schäden durch Rehe und Wühlmäuse
Giftigkeit & Sicherheit
Funkien sind giftig für Katzen und Hunde. Alle Pflanzenteile enthalten Saponine, und das Fressen verursacht Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit (Lethargie). Wenn ein Haustier Blätter oder Blüten gekaut hat, den Zugang zur Pflanze unterbinden und sich an eine Tierarztpraxis wenden, besonders wenn die Anzeichen anhalten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Leuchtende, wechselnde Laubfarbe, die schattige Ecken aufhellt
- Robust, pflegeleicht und langlebig mit guter Schneckenresistenz
Nachteile
- Giftig für Katzen und Hunde
- Zieht im Winter vollständig ein und hinterlässt bis zum Frühjahr eine Lücke
Am besten geeignet für
- Schatten- und Waldgärten, Rabatten und Kübelarrangements
- Einsteiger, die verlässliche Farbe ohne großen Pflegeaufwand wollen
Funkie 'June' - häufige Fragen
Wie viel Sonne verträgt die Funkie 'June'?
Wie groß wird die Funkie 'June'?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.