Waldrebe 'Jackmanii'
'Jackmanii' ist die klassische großblumige purpurne Waldrebe, geschätzt für ihre untertassengroßen, samtigen violettpurpurnen Blüten, die die Ranke den Sommer über überziehen.
Überblick
'Jackmanii' ist die klassische großblumige purpurne Waldrebe, geschätzt für ihre untertassengroßen, samtigen violettpurpurnen Blüten, die die Ranke den Sommer über überziehen (Clematis 'Jackmanii'). Als erste jemals gezogene großblumige Clematis-Hybride bleibt sie eine der am weitesten verbreiteten und nachsichtigsten Kletterpflanzen der Gruppe. Ihre Verbindung aus Wuchskraft, Farbsättigung und einfachem Schnitt macht sie zu einem Maßstab, an dem sich neuere Sorten bis heute messen lassen müssen.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Clematis ist weit über die gemäßigte Nordhalbkugel verbreitet, mit vielen Arten in China, Japan, dem Himalaja, Europa und Nordamerika. Diese Pflanze ist eine Gartenhybride und keine Wildart: Sie wurde in der Baumschule von George Jackman and Son in Woking, England, aus einer Kreuzung mit Clematis lanuginosa und Formen von Clematis viticella gezogen. Sie blühte 1862 zum ersten Mal und kam 1863 in den Handel, womit sie die ganze Klasse der großblumigen Clematis begründete.
Aussehen
'Jackmanii' bringt Blüten von etwa 10 bis 13 cm Durchmesser hervor, meist mit vier breiten, sich leicht überlappenden Sepalen von samtiger Textur und fein gerippter Mitte. Die Farbe ist ein tiefes, sattes Violettpurpur, das bei kühlem Licht fast blaupurpurn wirken kann und mit dem Alter jeder Blüte sanft zu einem weicheren Malventon verblasst; die Blüten duften kaum oder gar nicht. Sie blüht reich vom Frühsommer bis in den Frühherbst, etwa von Juni bis September, und zwar am diesjährigen Holz. Als windende Kletterpflanze erreicht sie etwa 2,5 bis 3,7 m Höhe bei einer Breite von rund 1 bis 1,5 m; sie zieht ein und wird jeden Winter zurückgeschnitten, bevor sie im Frühjahr neu austreibt.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Lange, großzügige Blütezeit, die den Hochsommer abdeckt, wenn viele Kletterpflanzen pausieren
- Intensives, gesättigtes Purpur, das zu fast jedem Pflanzkonzept passt
- Wüchsig genug, um Bogen, Obelisk, Zaun oder Spalier in einer einzigen Saison zu bekleiden
- Einfacher, einsteigerfreundlicher Schnitt (ein einziger kräftiger Rückschnitt im Spätwinter)
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten für den oberen Teil; sie blüht am besten mit mindestens sechs Stunden Sonne, doch die Wurzeln bleiben lieber kühl und beschattet. Wasser: Gleichmäßig feucht halten, besonders in den ersten beiden Jahren und bei Trockenheit; die Wurzeln nie ganz austrocknen lassen, aber Staunässe vermeiden. Boden: Fruchtbarer, humusreicher, wasserhaltender, aber gut durchlässiger Boden; neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert ist ideal. Winterhärte: USDA-Zonen 4 bis 8. Blüte oder Saison: Sommerblüher, etwa von Juni bis September, über eine lange Spanne von mehreren Wochen bis wenigen Monaten. Extra: Dies ist eine Clematis der Schnittgruppe 3 (starker Rückschnitt): alle Triebe im Spätwinter oder sehr zeitigen Frühjahr auf etwa 20 bis 30 cm über dem Boden zurückschneiden, da sie am Neuaustrieb blüht. Den Wurzelbereich mit Mulch oder einer niedrigen Begleitpflanze beschatten, damit die Wurzeln kühl bleiben. Hinweis für Tierhalter: Clematis ist giftig für Katzen und Hunde, daher dort pflanzen, wo Haustiere kaum an den Trieben kauen.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst pflanzen und den Wurzelhals etwa 5 bis 8 cm tiefer setzen, als er im Topf stand, um kräftige Bodentriebe zu fördern und der Pflanze die Erholung zu erleichtern, falls die Clematiswelke zuschlägt. Eine Kletterhilfe zum Winden geben und gut angießen. Als benannte Hybride fällt sie aus Samen nicht sortenecht, daher vegetativ vermehren: im Sommer halbreife Stecklinge schneiden oder einen tief liegenden Trieb im Sommer in die Erde absenken und den bewurzelten Abschnitt in der folgenden Saison abtrennen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Clematiswelke, ein Pilzproblem, das ganze Triebe plötzlich zusammenbrechen lassen kann; befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden, dann erholt sich die Pflanze meist
- Echter Mehltau bei feuchter, dichter Standweise
- Blattläuse an weichen jungen Trieben sowie Schnecken und Ohrwürmer, die am Frühjahrsaustrieb fressen
Giftigkeit & Sicherheit
Die Waldrebe 'Jackmanii' ist giftig für Katzen und Hunde. Ihr Saft enthält Protoanemonin, eine reizende Verbindung; kaut ein Haustier an Blättern oder Trieben, kann das Speicheln, Reizungen in Maul und Rachen, Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Fälle verlaufen meist mild, weil der bittere, scharfe Geschmack die Tiere davon abhält, viel zu fressen. Es ist sinnvoll, sie außer leichter Reichweite zu pflanzen und den Saft nach dem Schnitt von der Haut abzuwaschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Verlässliche, lang anhaltende Sommerfarbe mit sehr wenig Aufwand
- Einfacher Schnitt der Gruppe 3, der Einsteigern entgegenkommt
Nachteile
- Nach dem starken Rückschnitt im Winter kahl und unauffällig
- Anfällig für die Clematiswelke und giftig für Haustiere
Am besten geeignet für
- Einsteiger, die eine verlässliche, wirkungsvolle blühende Kletterpflanze wollen
- Bögen, Pergolen, Zäune, Obelisken und Spaliere oder das Durchranken größerer Sträucher
Waldrebe 'Jackmanii' - häufige Fragen
Wie und wann schneide ich 'Jackmanii'?
Warum sollen die Wurzeln beschattet stehen, während die Blüten Sonne brauchen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.