Funkie 'Frances Williams'
'Frances Williams' ist eine der bekanntesten großen blauen Funkien, geschätzt für stark gekräuselte, blaugrüne Blätter mit breitem, unregelmäßigem Rand in Gelbgrün bis Goldgelb.
Überblick
'Frances Williams' ist eine der bekanntesten großen blauen Funkien, geschätzt für ihre stark gekräuselten, blaugrünen Blätter mit breitem, unregelmäßigem Rand in Gelbgrün bis Goldgelb (Hosta 'Frances Williams'). Der kräftige Zweifarbkontrast und das stattliche, strukturreiche Laub machen sie zu einer klassischen Ankerpflanze für Schattengärten. Sie ist ein langsam wachsender, langlebiger Horst, der über mehrere Jahre Solitärgröße erreichen kann.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Hosta ist in Nordostasien heimisch, vor allem in Japan, China, Korea und im Fernen Osten Russlands, wo die Pflanzen an Waldrändern, Bachufern und feuchten, felsigen Hängen wachsen. 'Frances Williams' ist ein natürlich entstandener Sport von Hosta sieboldiana 'Elegans', um 1936 von der amerikanischen Gärtnerin Frances Williams in einer Baumschule in Connecticut entdeckt und später ihr zu Ehren benannt. 1986 wurde sie offiziell bei der American Hosta Society registriert und ist seitdem ein fester Bestandteil von Schattenpflanzungen.
Aussehen
Die Blätter sind groß, breit herzförmig und tief gewellt (seersuckerartig), mit einer matten blaugrünen bis graugrünen Mitte und einem breiten, unregelmäßigen Rand in Gelbgrün, der sich im Lauf der Saison zu Gold vertieft. Ausgewachsene Horste erreichen typischerweise etwa 60 bis 75 cm Höhe und breiten sich rund 90 bis 120 cm aus, als kräftige, hügelige Kuppel. Im Früh- bis Hochsommer tragen kurze Schäfte fast weiße bis sehr hell lavendelfarbene, glockenförmige Blüten knapp über oder zwischen dem Laub. Die Blautöne sind bei kühlem Frühjahrswetter am stärksten; die Blätter behalten ihre Farbe bis in den Herbst, bevor sie mit den ersten strengen Frösten einziehen.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Kräftiges zweifarbiges Laub, das schattige Ecken auch ohne Blüten erhellt
- Stark strukturierte, dicke Blätter, widerstandsfähiger gegen Schnecken als dünnblättrige Funkien
- Verlässliche, pflegeleichte Staude, die Jahr für Jahr wiederkommt und größer wird
- Die Größe macht sie zu einem hervorragenden Solitär oder Blickfang in Wald- und Rabattenpflanzungen
Pflege
Licht: Halbschatten bis voller Schatten; Morgensonne mit Nachmittagsschatten hält die Farbe leuchtend, doch heiße direkte Sonne verbrennt die gelben Ränder. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit; nie ganz austrocknen lassen, besonders in den ersten Jahren und bei Hitze. Boden: Nährstoffreicher, humoser, gut durchlässiger Boden, verlässlich feucht gehalten, leicht sauer bis neutral (pH etwa 6,0 bis 7,0). Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8 (verträgt Zone 9 in kühleren Kleinklimaten). Blüte oder Saison: Laubpflanze vom Frühjahr bis zum ersten strengen Frost, mit hellen Blüten im Früh- bis Hochsommer; keine Herbstfärbung, sie fällt nach dem Frost einfach in sich zusammen. Extra: Die breiten goldenen Ränder neigen bei zu viel Sonne oder trockener Hitze zu Randbrand (oft "Frances-Williams-Brand" genannt), daher ist der Standort wichtig. Diese Pflanze ist giftig für Katzen und Hunde; die enthaltenen Saponine können beim Fressen Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit verursachen.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Wurzelstock bodeneben in verbesserten, wasserhaltenden Boden setzen und große Horste mit mindestens 90 cm Abstand pflanzen. Nach dem Pflanzen durchdringend gießen und mulchen, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Vermehrung durch Teilung im zeitigen Frühjahr beim Austrieb (oder im Frühherbst): den Wurzelstock in Stücke mit Wurzeln und mehreren Augen schneiden, sofort wieder einpflanzen und gut feucht halten.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Schnecken fressen Löcher, wobei die dicken Blätter Schäden besser widerstehen als viele Funkien
- Rehe und Kaninchen fressen das Laub in ungeschützten Gärten bereitwillig
- Randbrand, Wurzelstockfäule in nassem Boden und Blattälchen, die braune Streifen zwischen den Blattadern verursachen
Giftigkeit & Sicherheit
'Frances Williams' ist wie alle Funkien giftig für Katzen und Hunde. Die Pflanzen enthalten Saponine, und das Fressen von Blättern, Blüten oder Wurzeln kann Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit verursachen. Die Anzeichen sind meist leicht bis mäßig, doch Haustiere, die am Laub knabbern, sollten beobachtet und bei schweren oder anhaltenden Beschwerden in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Auffälliges blau-goldenes Laub, das gedeiht, wo viele Pflanzen im Schatten kämpfen
- Robuste, dicke, langlebige Blätter mit besserer Schneckenresistenz als dünnblättrige Funkien
Nachteile
- Die goldenen Ränder verbrennen bei Sonne oder Hitze leicht, daher muss der Platz stimmen
- Giftig für Katzen und Hunde und unwiderstehlich für Rehe und Kaninchen
Am besten geeignet für
- Schatten- und Waldgärten, die einen großen, farbigen Laub-Blickfang wollen
- Gärtner in kühlen bis gemäßigten Zonen, die eine pflegeleichte, langlebige Staude suchen
Funkie 'Frances Williams' - häufige Fragen
Warum werden die Blattränder braun oder verbrannt?
Wie groß wird sie und wie schnell?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.