Funkie 'Empress Wu'
'Empress Wu' gilt weithin als die größte je eingeführte Funkiensorte und bildet einen gewaltigen Hügel aus tief strukturiertem blaugrünem Laub, der über 1,2 m hoch werden kann.
Überblick
'Empress Wu' gilt weithin als die größte je eingeführte Funkiensorte und bildet einen gewaltigen Hügel aus tief strukturiertem blaugrünem Laub, der über 1,2 m hoch werden und sich noch breiter ausdehnen kann (Hosta 'Empress Wu'). Während die meisten Funkien ordentliche Einfassungspflanzen sind, wirkt diese wie ein Solitär im Strauchformat. Gezogen wird sie fast ausschließlich wegen ihrer dramatischen Blattgröße und Präsenz, nicht wegen ihrer bescheidenen Blüten.
Herkunft & Hintergrund
Gartenfunkien stammen von Arten ab, die in Nordostasien heimisch sind - Japan, Korea, China und der Ferne Osten Russlands -, wo sie an bewaldeten Hängen und Bachufern wachsen. 'Empress Wu' ist eine komplexe Hybride, die in den Vereinigten Staaten ausgelesen wurde; entdeckt von Brian und Virginia Skaggs, kam sie um 2009 unter Pflanzenpatent in den Handel. Benannt ist sie nach Wu Zetian, der einzigen Frau, die als Kaiserin aus eigenem Recht über China herrschte - eine Anspielung auf ihre gebieterische Größe.
Aussehen
Das Laub ist der ganze Sinn: breite, herzförmige Blätter in tiefem, staubigem Blaugrün, stark gewellt und von dicker Substanz; einzelne Blattspreiten erreichen an einem ausgewachsenen Horst oft 45 cm Länge und fast ebensolche Breite. Die Pflanze baut sich langsam zu einer aufrechten, vasen- bis hügelförmigen Gestalt von etwa 1,2 bis 1,5 m Höhe und 1,5 bis 1,8 m Breite auf, wenn sie voll eingewachsen ist, was mehrere Jahre dauert. Im Früh- bis Hochsommer schiebt sie Schäfte mit hell lavendelfarbenen, fast weißen Glockenblüten knapp über die Blätter. Der blaue Schimmer ist ein Wachsbelag, der bei kühlerem Wetter und im Halbschatten am stärksten ist; das Laub vergilbt nach dem Herbstfrost und zieht ein, im Winter ruht die Pflanze vollständig.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Unübertroffene Größe - ein einzelnes Exemplar füllt eine große schattige Ecke wie ein Strauch
- Kühne blaugrüne, gewellte Blätter, die dem Schatten kräftige Textur und kühle Farbe verleihen
- Die dicke Blattsubstanz sorgt für bessere Schneckenresistenz als bei dünnblättrigen Funkien
- Verlässliche, unkomplizierte Staude, die am richtigen Platz jedes Jahr größer zurückkehrt
Pflege
Licht: Halbschatten bis voller Schatten; Morgensonne mit Nachmittagsschatten ist ideal, tiefer Schatten wird vertragen, allerdings wächst sie dann langsamer. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit - diese große Pflanze ist durstig, besonders während des Einwachsens und bei Trockenheit. Boden: Nährstoffreicher, tiefgründiger, gut durchlässiger Boden mit viel organischer Substanz; leicht saurer bis neutraler pH-Wert um 6,0 bis 7,0. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 9. Blüte oder Saison: Laubpflanze vom Austrieb im Frühjahr bis zum Herbst, mit hell lavendelfarbenen Blüten im Früh- bis Hochsommer; die Blätter vergilben und fallen nach dem Frost zusammen, keine echte Herbstfärbung. Extra: Platz und Geduld geben - sie braucht drei bis fünf Jahre bis zur vollen kaiserlichen Größe, also nicht bedrängen. Giftig für Katzen und Hunde. Funkien enthalten Saponine; das Fressen verursacht Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst in ein großzügig mit Kompost verbessertes Pflanzloch setzen, den Wurzelstock bodeneben platzieren und mindestens 1,5 bis 1,8 m Abstand zu Nachbarpflanzen halten, damit die spätere Breite Platz hat. Mulchen, um die Feuchtigkeit zu halten und den Wurzelbereich kühl zu halten. Vermehrung durch Teilung im zeitigen Frühjahr beim Austrieb der Triebe (Augen): den Horst ausheben, den Wurzelstock mit einem sauberen, scharfen Spaten so durchstechen, dass jedes Teilstück mehrere Augen und Wurzeln trägt, und sofort wieder einpflanzen - viele Gärtner lassen diese langsam reifende Sorte allerdings ungeteilt, damit sie ihre maximale Größe erreicht.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Schnecken, besonders an jungen oder schattig stehenden Pflanzen, wobei die dicken Blätter ihnen besser widerstehen als die meisten
- Rehe und Kaninchen, die Funkien bereitwillig fressen und eine Pflanze über Nacht kahl fressen können
- Wurzelstockfäule und Blattkrankheiten in nassem, schlecht durchlässigem Boden sowie Blattbrand bei heißer Nachmittagssonne
Giftigkeit & Sicherheit
'Empress Wu' ist wie alle Funkien giftig für Katzen und Hunde. Blätter und andere Teile enthalten Saponine; beim Kauen oder Fressen reizen sie den Verdauungstrakt und verursachen Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit (Lethargie). Haustiere vom Fressen am Laub abhalten und sich an eine Tierarztpraxis wenden, wenn eine größere Menge gefressen wurde oder die Beschwerden schwer sind.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Spektakuläre Solitärpräsenz im Schatten, die größte ihrer Klasse
- Robust, kältefest und langlebig, sobald eingewachsen
Nachteile
- Braucht lange bis zur vollen Größe und viel Platz
- Giftig für Katzen und Hunde und anziehend für Rehe
Am besten geeignet für
- Schattige oder Waldgärten, die eine kühne Blickfang-Pflanze brauchen
- Geduldige Gärtner mit Platz für eine große, markante Staude
Funkie 'Empress Wu' - häufige Fragen
Wie groß wird 'Empress Wu' wirklich?
Braucht sie Schatten, oder verträgt sie Sonne?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.