Japanischer Ahorn 'Beni kawa'
'Beni kawa' ist ein Korallenrinden-Ahorn, der vor allem für seinen Winterauftritt gepflanzt wird - bei sinkenden Temperaturen färben sich junge Zweige und Äste warm lachsrot.
Überblick
'Beni kawa' ist ein Japanischer Ahorn mit Korallenrinde, der vor allem für seinen Winterauftritt gepflanzt wird: Bei sinkenden Temperaturen vertiefen sich junge Zweige und Äste zu einem warmen Lachsrot, das in kahlen Gärten leuchtet (Acer palmatum 'Beni kawa'). Im Vergleich zu den bekannteren Korallenrinden-Typen ist seine Rindenfarbe etwas gedämpfter und rosastichiger, doch geschätzt wird er dafür, dass er diese Farbe verlässlich hält, und für seinen ordentlichen, aufrechten Wuchs. Der Name bedeutet ungefähr "rote Rinde" und fasst das Hauptmerkmal der Pflanze zusammen.
Herkunft & Hintergrund
Die Elternart Acer palmatum ist in Japan, Korea und Teilen Chinas heimisch, wo sie als Unterholz- und Waldrandbaum wächst. 'Beni kawa' ist eine der Korallenrinden-Auslesen aus japanischer Baumschulzüchtung, ausgewählt wegen der Intensität und Verlässlichkeit ihrer winterlichen Triebfarbe. Wie fast alle benannten Sorten des Japanischen Ahorns wird sie durch Veredlung statt aus Samen vermehrt, damit ihr markantes Rindenmerkmal sortenecht bleibt.
Aussehen
Die fünf- bis siebenlappigen, handförmigen Blätter öffnen sich im Frühjahr hell und frischgrün, manchmal mit leicht rötlichem Rand, und bleiben über den Sommer grün. Im Herbst färbt sich das Laub klar goldgelb, gelegentlich mit orangefarbenen Akzenten. Der eigentliche Auftritt beginnt nach dem Laubfall, wenn korallenrote bis lachsrosa junge Rinde zum Vorschein kommt, die sich mit der Winterkälte intensiviert. Er wächst als aufrechter, vasenförmiger kleiner Baum und erreicht ausgewachsen etwa 3 bis 4,5 m Höhe und 2,5 bis 3,5 m Breite, braucht dafür aber lange. Die Frühjahrsblüten sind klein und rötlich-purpurn, eher Kuriosität als Zierde.
Warum man ihn pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Herausragende korallenrote Winterrinde, die Farbe in den ruhenden Garten bringt
- Verlässliche goldgelbe Herbstfärbung nach einer langen grünen Sommersaison
- Kompakte, aufrechte Form, die zu kleineren Gärten und Innenhöfen passt
- Schmuck in allen vier Jahreszeiten durch einen einzigen Solitärbaum
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; etwas direkte Sonne vertieft die Rindenfarbe sogar, doch in heißen Klimaten vor greller Nachmittagssonne schützen, um Blattbrand zu vermeiden. Wasser: Beständige, gleichmäßige Feuchtigkeit; den Wurzelbereich nicht austrocknen lassen, besonders in den ersten Jahren, und Staunässe vermeiden. Boden: Feuchter, aber gut durchlässiger, humusreicher Boden; bevorzugt leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Winterhärte: USDA-Zonen 5 bis 8. Blüte oder Saison: Grünes Laub vom Frühjahr bis zum Sommer, goldgelbe Herbstfärbung, danach korallenrote Rinde als Winterschmuck. Extra: Die Rindenfarbe ist an jungem Holz am kräftigsten, daher sorgt ein leichter jährlicher Schnitt älteren Holzes für ständigen Nachschub frischer, leuchtend gefärbter Triebe. Ungiftig für Katzen und Hunde; der Japanische Ahorn (Acer palmatum) wird nicht als giftig für Haustiere geführt.
Pflanzung & Vermehrung
Im Herbst oder zeitigen Frühjahr an einem geschützten Platz mit gut durchlässigem Boden pflanzen, die Veredlungsstelle auf Bodenhöhe oder knapp darüber setzen und mulchen, um die Feuchtigkeit zu halten. Benannte Sorten wie 'Beni kawa' fallen aus Samen nicht sortenecht und werden daher im Handel auf Sämlingsunterlagen von Acer palmatum veredelt. Hobbygärtner haben gelegentlich mit Abmoosen Erfolg, doch die Veredlung bleibt die übliche, verlässlichste Methode.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Blattbrand durch heiße Nachmittagssonne, austrocknenden Wind oder unregelmäßiges Gießen
- Verticillium-Welke und Triebsterben, begünstigt durch schlecht durchlässigen Boden
- Blattläuse und Schildläuse, die auch zu Rußtau auf dem Laub führen können
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig für Katzen und Hunde. Der Japanische Ahorn (Acer palmatum) wird nicht als giftig für Haustiere geführt und ist daher eine sichere Wahl für Gärten, die man mit Tieren teilt.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Leuchtende Winterrinde bringt Farbe, wenn sonst kaum etwas Farbe zeigt
- Überschaubare Größe und ordentliche aufrechte Form für enge Räume
Nachteile
- Wächst langsam und braucht Jahre bis zur vollen Wirkung
- Junges Laub kann an exponierten, heißen oder windigen Standorten verbrennen
Am besten geeignet für
- Gärtner, die Schmuck in allen vier Jahreszeiten von einem einzigen kleinen Baum wollen
- Innenhöfe, gemischte Rabatten und winterbetonte Pflanzkonzepte
Japanischer Ahorn 'Beni kawa' - häufige Fragen
Worin unterscheidet sich 'Beni kawa' von anderen Korallenrinden-Ahornen?
Wächst er im Kübel?
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