Itoh-Pfingstrose 'Bartzella'
'Bartzella' ist eine Itoh-Hybride (intersektionelle Pfingstrose) mit riesigen zitronengelben Blüten und einem roten Fleck im Herzen, getragen von kräftigen, standfesten Trieben.
Überblick
'Bartzella' ist eine Itoh-Pfingstrose (intersektionelle Hybride), eine Kreuzung aus krautiger Pfingstrose und Strauchpfingstrose, die das Beste aus beiden vereint (Paeonia 'Bartzella'). Geschätzt wird sie für ihre riesigen zitronengelben, leicht gerüschten Blüten mit einem weichen roten Fleck im Zentrum, getragen von stabilen Trieben über tief geschlitztem Laub im Stil der Strauchpfingstrosen. Anders als altmodische Garten-Pfingstrosen kippen ihre kräftigen Stiele selten um, sodass die Blüten auch nach Regen aufrecht stehen bleiben.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Paeonia ist über die Nordhalbkugel verbreitet, mit Arten in den Gebirgen und Waldrändern Europas, des westlichen Nordamerika und vor allem Chinas, wo Strauch- und Stauden-Pfingstrosen seit Jahrhunderten kultiviert werden. 'Bartzella' selbst ist eine moderne intersektionelle Hybride, gezogen vom amerikanischen Züchter Roger Anderson und in den späten 1980er Jahren eingeführt, in der Nachfolge der bahnbrechenden intersektionellen Arbeit von Toichi Itoh in Japan. Sie gewann später die Goldmedaille der American Peony Society und festigte damit ihren Ruf als eine der besten gelben Pfingstrosen überhaupt.
Aussehen
Die Blüten sind groß, oft 15 bis 20 cm im Durchmesser, halbgefüllt bis gefüllt, in klarem weichem Gelb mit einem kleinen himbeerroten Fleck am Grund der inneren Blütenblätter. Sie öffnen sich vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer und tragen einen leichten, frischen, zitronigen Duft. Ein einzelner etablierter Horst bringt viele Knospen hervor, die nacheinander aufgehen und die Schau verlängern. Die Pflanze bildet einen runden, strauchigen Hügel von etwa 75 bis 90 cm Höhe und 90 bis 120 cm Breite, mit glänzenden, dunkelgrünen, fein geteilten Blättern, die den Sommer über attraktiv bleiben und vor dem Einziehen im Herbst bronzene Töne annehmen.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Echt gelbe Blüten, eine unter Pfingstrosen seltene und schwer zu findende Farbe
- Kräftige, selbsttragende Triebe, die selten eine Stütze brauchen
- Lange Blütezeit, weil viele Knospen nacheinander aufgehen
- Schönes, tief geschlitztes Laub, das lange nach der Blüte noch gut aussieht
Pflege
Licht: Volle Sonne ist am besten (mindestens 6 Stunden täglich); leichten Nachmittagsschatten verträgt sie in heißen Regionen, und er kann die Blütenfarbe länger halten. Wasser: Mäßige und gleichmäßige Feuchtigkeit beim Einwachsen; eingewachsen ist sie recht trockenheitsverträglich und mag staunassen Boden nicht. Boden: Fruchtbarer, tiefgründiger, gut durchlässiger Lehm mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert (etwa 6,5 bis 7,5); beim Pflanzen mit Kompost anreichern. Winterhärte: USDA-Zonen 4 bis 9. Blüte oder Saison: Spätes Frühjahr bis Frühsommer, wobei die Schau meist 2 bis 3 Wochen dauert, während nacheinander Knospen aufgehen. Extra: Itoh-Pfingstrosen ziehen wie krautige Arten jeden Winter bis zum Boden ein, daher die alten Triebe im Spätherbst abschneiden. Hinweis für Tierhalter: Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde, sie enthalten Paeonol, konzentriert in Rinde und Wurzeln, und die Aufnahme kann Erbrechen und Durchfall verursachen.
Pflanzung & Vermehrung
Ruhende Wurzeln im Frühherbst so pflanzen, dass die Augen (Wachstumsknospen) nur etwa 3 bis 5 cm unter der Bodenoberfläche sitzen; zu tiefes Pflanzen ist der häufigste Grund, warum Pfingstrosen nicht blühen. Zur Vermehrung im Frühherbst den knolligen Wurzelballen ausgraben und mit einem sauberen, scharfen Messer in Stücke teilen, die je 3 bis 5 gesunde Augen und ein gutes Stück Wurzel tragen. Die Teilstücke zügig in der richtigen Tiefe wieder einpflanzen und angießen. Eine Anzucht aus Samen ist möglich, aber sehr langsam und fällt nicht sortenecht, daher ist die Teilung die verlässliche Methode; bis Teilstücke gut blühen, vergehen ein bis zwei Jahre.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Grauschimmel (Botrytis) in kühlen, nassen Frühjahren, mit geschwärzten Knospen und Stängelfäule; für Luftzirkulation sorgen und befallene Teile entfernen
- Ausbleibende Blüte, fast immer durch zu tief gesetzte Augen oder zu viel Schatten
- Gelegentlicher Verbiss durch Rehe sowie einzelne Ameisen an den Knospen (die Ameisen sind harmlos und brauchen keine Bekämpfung)
Giftigkeit & Sicherheit
Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde. Sie enthalten Paeonol, eine Verbindung, die in Rinde und Wurzeln am stärksten konzentriert ist, und das Kauen oder Schlucken von Pflanzenteilen kann Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Symptome sind meist mild bis mäßig, doch es ist sinnvoll, Haustiere von der Pflanze fernzuhalten und bei der Herbstteilung besonders sorgfältig alle Wurzelstücke aufzusammeln. Bei Verdacht, dass ein Tier eine größere Menge gefressen hat, eine Tierarztpraxis kontaktieren.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Seltene, verlässliche gelbe Farbe an einer robusten, pflegeleichten Pflanze
- Stabile Triebe und langlebige Horste, die mit den Jahren besser werden
Nachteile
- Giftig für Katzen und Hunde, also nicht ideal, wo Tiere frei grasen
- Wächst langsam heran und ist im Kauf vergleichsweise teuer gegenüber gewöhnlichen Pfingstrosen
Am besten geeignet für
- Gärtner, die eine herausragende gelb blühende, strauchartige Staude für eine sonnige Rabatte wollen
- Gärten in kalten Klimaten und unkomplizierte Anlagen, in denen eine verlässliche, selbsttragende Pfingstrose geschätzt wird
Itoh-Pfingstrose 'Bartzella' - häufige Fragen
Braucht 'Bartzella' wie andere Pfingstrosen eine Stütze?
Wie lange dauert es, bis eine neue Pflanze gut blüht?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.