Schneeballhortensie 'Annabelle'
'Annabelle' ist eine Schneeballhortensie, geschätzt für ihre riesigen runden Dolden reinweißer Blüten, oft so groß wie ein Teller, an einem ordentlichen, runden Strauch.
Überblick
'Annabelle' ist eine Schneeballhortensie, geschätzt für ihre riesigen runden Dolden reinweißer Blüten, oft so groß wie ein Teller, die an einem ordentlichen, runden Strauch sitzen (Hydrangea arborescens 'Annabelle'). Anders als die Bauernhortensien, mit denen so viele Gärtner kämpfen, blüht sie jedes Jahr verlässlich, weil sie am Neuaustrieb blüht - ein kräftiger Frühjahrsschnitt kostet also nie die Schau. Sie ist eine der winterhärtesten und nachsichtigsten Hortensien, die man ziehen kann.
Herkunft & Hintergrund
Die Art Hydrangea arborescens ist in den Wäldern und an den schattigen Hängen des Ostens der Vereinigten Staaten heimisch. Die Sorte 'Annabelle' geht auf eine Wildpflanze zurück, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der Nähe der Stadt Anna in Illinois gefunden und später vermehrt und in den Baumschulhandel gebracht wurde, wo sie zum Maßstab unter den weißen Schneeballhortensien wurde. Ihr Name ist eine Anspielung auf diese Herkunft in Illinois.
Aussehen
'Annabelle' bringt große Balldolden aus sterilen weißen Einzelblüten hervor, meist 20 bis 30 cm im Durchmesser, die über hellgrünem, herzförmigem Laub stehen. Die Blüten öffnen sich zart limettengrün, reifen über den Sommer zu klarem Weiß und altern dann wieder zu Grün und schließlich zu einem papierenen Beige, das man als Winterschmuck stehen lassen kann. Sie bildet einen runden, mehrtriebigen Strauch von etwa 90 bis 150 cm Höhe und 90 bis 150 cm Breite. Die Blüte reicht vom Frühsommer bis in den Spätsommer, wobei die schwersten Dolden die Triebe nach Regen mitunter herunterbiegen.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Riesige, verlässliche weiße Blütendolden Jahr für Jahr, selbst nach einem harten Winter
- Blüht am neuen Holz, daher kosten Schnittfehler nicht die Blüte
- Außergewöhnlich winterhart und schattenverträglicher als die meisten Hortensien
- Die getrockneten Dolden halten ihre Form bis in Herbst und Winter und geben dauerhafte Struktur
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; in heißen südlichen Gärten ist sie für Nachmittagsschatten dankbar, der Welken und Blattbrand verhindert. Wasser: Gleichmäßige, beständige Feuchtigkeit ist wegen ihrer flachen Wurzeln wichtig; bei Hitze und Trockenheit durchdringend gießen. Boden: Feuchter, fruchtbarer, gut durchlässiger Boden mit viel organischer Substanz. Sie wächst über eine breite pH-Spanne. Zu beachten: Nur Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) wechseln mit dem pH-Wert zwischen Blau und Rosa; 'Annabelle' bleibt unabhängig vom pH-Wert weiß. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 9. Blüte oder Saison: Vom Früh- bis Spätsommer, mit einer langen Schau, während die Dolden von Grün zu Weiß und wieder zu Grün wechseln. Extra: Weil sie am neuen Holz blüht, kann man sie im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr kräftig zurückschneiden und bekommt einen starken Austrieb; der Preis dafür sind sehr große Dolden, die nach Regen umkippen können, daher schneiden manche Gärtner etwas weniger stark oder geben eine Stütze. Hinweis für Tierhalter: Hortensien sind giftig für Katzen, Hunde und Pferde, daher Schnittgut und abgefallene Blüten außer Reichweite halten.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst in verbesserten, wasserhaltenden Boden pflanzen, den Wurzelhals in derselben Tiefe setzen, in der er im Topf stand, und mulchen, damit die Wurzeln kühl und feucht bleiben. Als benannte Sorte fällt sie aus Samen nicht sortenecht, daher vegetativ vermehren: im Frühsommer weiche Stecklinge oder in der Ruhezeit Steckhölzer schneiden und in feuchtem, durchlässigem Substrat bewurzeln. Auch einfaches Absenken funktioniert gut, indem man einen tief liegenden, biegsamen Trieb bis zur Bewurzelung am Boden fixiert und ihn danach abtrennt und umsetzt. Eingewachsene Horste lassen sich im zeitigen Frühjahr teilen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Umkippende Triebe und niedergedrückte Blütendolden nach starkem Regen, besonders an kräftig zurückgeschnittenen Pflanzen
- Welken und Blattbrand in voller Sonne oder trockenem Boden wegen der flachen Wurzeln
- Echter Mehltau, Blattflecken, Blattläuse und Spinnmilben, meist kosmetisch und beherrschbar
Giftigkeit & Sicherheit
Alle Teile der Hortensie, auch Blätter und Blüten, enthalten ein cyanogenes Glykosid und sind für Katzen, Hunde und Pferde giftig, wenn sie gefressen werden. Die Aufnahme kann Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit verursachen. Vergiftungen sind selten und setzen meist voraus, dass ein Tier eine größere Menge Pflanzenmaterial frisst, doch es ist sinnvoll, Haustiere vom Strauch fernzuhalten und Schnittgut sowie verblühte Dolden wegzuräumen. Eine Tierarztpraxis kontaktieren, wenn der Verdacht besteht, dass ein Tier davon gefressen hat.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Verlässliche, spektakuläre weiße Blüten jedes Jahr bei minimalem Aufwand
- Sehr winterhart, schattenverträglich und einfach für Einsteiger
Nachteile
- Die schweren Dolden können umkippen und brauchen nach Regen Halt
- Braucht gleichmäßige Feuchtigkeit und welkt schnell, wenn sie austrocknet
Am besten geeignet für
- Einsteiger und Gärten in kalten Klimaten, die garantierte Hortensienblüten wollen
- Strauchrabatten, Pflanzungen am Haus und Bauerngartenbeete, die kräftiges Sommerweiß brauchen
Schneeballhortensie 'Annabelle' - häufige Fragen
Warum kippt meine 'Annabelle' um?
Kann ich die Blütenfarbe auf Blau umstellen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.