Buntblatt-Begonie (Begonia rex-cultorum)
Die Buntblatt-Begonie, unter Pflanzenfreunden besser bekannt als Königsbegonie, ist eine rhizombildende Blattpflanze mit Blättern, die wie von Hand bemalt aussehen.
Überblick
Die Buntblatt-Begonie, unter Pflanzenfreunden besser bekannt als Königsbegonie, ist eine rhizombildende Blattpflanze, geschätzt für Blätter, die wie von Hand in Silber, Pflaume, Rosé und tiefem Grün bemalt aussehen. Sammler jagen den endlosen Sortenvariationen, dem Metallglanz und den dramatischen asymmetrischen Formen nach, auch wenn die Pflanze drinnen den Ruf hat, etwas launisch zu sein. Sie wird fast ausschließlich wegen ihrer Blätter gehalten, da die Blüten klein und unscheinbar sind (Begonia rex-cultorum).
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Die Elternart Begonia rex stammt aus den feuchten subtropischen Wäldern des östlichen Himalaya, vor allem aus Arunachal Pradesh in Nordostindien, und reicht bis nach Südchina und Nordvietnam. In der Natur ist sie eine schattige Unterwuchspflanze, die in warmer, beständig feuchter Luft über feuchten, laubbedeckten Boden kriecht.
Aussehen
Die Blätter sind groß, asymmetrisch und grob ohrenförmig, oft mit einer markanten Spirale oder "Schnecken"-Windung dort, wo das Blatt auf den Stiel trifft. Sie können 15 bis 23 cm lang werden und tragen kräftige Zonen in Silber, Rosa, Violett, Burgunderrot und Grün, häufig mit metallischem oder perlmuttartigem Überzug und gekräuselter, strukturierter Oberfläche. Der Wuchs ist niedrig und breitet sich aus einem flachen, oberflächlichen Rhizom aus, wobei die meisten Pflanzen etwa 30 bis 45 cm hoch und etwa ebenso breit werden.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Einige der spektakulärsten Blattfarben und -muster aller Zimmerpflanzen, ganz ohne Blüten
- Enorme Sortenvielfalt, sodass Sammler immer neuen Blattformen und Farbvarianten nachjagen können
- Bleibt kompakt und regaltauglich, statt weit zu klettern oder auszuufern
- Gedeiht im mäßigen, indirekten Licht, das in vielen Innenräumen herrscht
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Direkte Sonne verbrennt die Blätter und kann die Farben auswaschen, während tiefer Schatten den Wuchs vergeilt und matt macht.
Gießen: Die Erde gleichmäßig feucht, aber nie nass halten und die oberen 2-3 cm antrocknen lassen, bevor wieder gegossen wird. Am Grund gießen und das Laub trocken halten, da nasse Blätter Mehltau und Fäulnis einladen.
Erde: Eine leichte, luftige, schnell abfließende Mischung auf Torf- oder Kokosbasis mit reichlich Perlit. Ein flacher, breiter Topf passt besser zum oberflächlichen Rhizom als ein tiefer.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wärme von 16 bis 24 °C ist ideal, und sie mag nichts unter etwa 13 °C. Diese Pflanze will wirklich hohe Luftfeuchtigkeit, ideal 50 bis 60 % oder mehr, und ehrlich gesagt kann sie in trockener Raumluft schmollen oder an den Rändern knusprig werden, daher helfen eine Kiesschale, gruppierte Pflanzen oder ein feuchter Raum sehr.
Düngen: Während des aktiven Wachstums im Frühling und Sommer etwa einmal im Monat mit einem ausgewogenen Flüssigdünger in halber Stärke düngen und im Winter nicht mehr düngen.
Extra: Rechne mit einer Winterruhe - Königsbegonien verlangsamen sich bei wenig Licht und kühlen Temperaturen oft stark oder ziehen teilweise ein, also weniger gießen und geduldig sein, statt die Pflanze für tot zu halten, denn das Rhizom treibt im Frühling meist frische Blätter. ⚠️ Giftig für Katzen und Hunde (lösliche Oxalate; die unterirdischen Rhizome und Knollen sind die giftigsten Teile) - außer Reichweite von Haustieren und Kindern halten.
Vermehrung
Vermehrung über Blattstecklinge, was bei dieser Gattung zum Vergnügen gehört. Ein ganzes gesundes Blatt flach auf feuchter Mischung feststecken und die Hauptadern einritzen oder das Blatt in Keile mit jeweils einer Ader schneiden und warm und feucht halten, bis sich Jungpflanzen bilden. Bei ausgewachsenen Pflanzen ist auch das Teilen des Rhizoms zuverlässig.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Echter Mehltau und Grauschimmel (Botrytis) auf dem Laub, begünstigt durch nasse Blätter und stehende, zu feuchte Luft
- Rhizom- und Wurzelfäule durch zu viel Wasser oder schwere, schlecht abfließende Erde
- Wollläuse, Thripse und gelegentlich Spinnmilben, besonders an gestressten Pflanzen in trockener Luft
Giftigkeit & Sicherheit
Begonien, einschließlich der Buntblatt-Begonie, sind giftig für Katzen und Hunde. Sie enthalten lösliche Oxalate, mit der höchsten Konzentration in den Knollen und unterirdischen Rhizomen. Kaut ein Haustier an der Pflanze, zeigen sich typischerweise Reizungen im Maul, starkes Speicheln und Erbrechen, und bei größeren Mengen sind Auswirkungen auf die Nieren möglich. Der Saft kann außerdem empfindliche Haut reizen, daher lohnt es sich, nach dem Schneiden von Stecklingen oder dem Umtopfen die Hände zu waschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Aufsehenerregendes, stets abwechslungsreiches Laub, ganz ohne Blüten
- Kompakt und gut geeignet für helle Innenplätze und Pflanzenregale
Nachteile
- Anspruchsvoll bei der Luftfeuchtigkeit und anfällig für Mehltau, wenn die Blätter nass bleiben
- Kann im Winter ruhen oder einziehen, was neuere Pflanzenfreunde verunsichert
Am besten geeignet für
- Sammler, die Blattvielfalt genießen und gleichmäßige Wärme und Luftfeuchtigkeit bieten können
- Halter mit einem hellen, indirekten Platz, die eine Pflanze mit Winterruhe nicht stört
Buntblatt-Begonie (Begonia rex-cultorum) - häufige Fragen
Warum werden die Ränder meiner Königsbegonie braun und knusprig?
Ist meine Königsbegonie tot, wenn sie im Winter ihre Blätter abwirft?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.