Schwarzsamt-Pfeilblatt (Alocasia reginula 'Black Velvet')
Alocasia 'Black Velvet' ist eine kompakte "Juwel"-Alocasia mit dicken, dunklen, fast schwarzen Blättern, durchzogen von leuchtend silbrig-weißen Adern.
Überblick
Alocasia 'Black Velvet' ist eine kompakte "Juwel"-Alocasia, geschätzt für ihre dicken, dunklen, fast schwarzen Blätter, durchzogen von leuchtend silbrig-weißen Adern. Sammler jagen ihr wegen dieses dramatischen Kontrasts zwischen Samt und Metall an einer Pflanze nach, die klein genug für ein Regal oder Terrarium ist, auch wenn sie die Aufmerksamkeit mit echter Anspruchshaltung erwidert. Korrekt ist sie als (Alocasia reginula) bekannt.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Sie stammt von Borneo in Südostasien, wo sie als kleine Unterwuchspflanze auf dem Regenwaldboden wächst. Dort sitzt sie unter warmen, feuchten, schattigen Bedingungen mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und hervorragendem Abfluss in der Laubstreu.
Aussehen
Die Blätter sind herzförmig bis breit pfeilförmig, dick und steif, mit deutlich samtiger, matt dunkler Oberfläche und klaren silbrig-weißen Hauptadern. Einzelne Blätter werden etwa 6 bis 15 cm lang, und die ganze Pflanze bleibt mit etwa 30 bis 45 cm Höhe kompakt. Sie wächst langsam aus einem unterirdischen Rhizom oder einer Knolle und treibt in einem ordentlichen Horst ein neues Blatt nach dem anderen.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Auffälliges, fast schwarzes, samtiges Laub mit kontrastierenden silbernen Adern, mit dem nur wenige andere Zimmerpflanzen mithalten
- Die kompakte Größe passt zu Regalen, Vitrinen und Terrarien, wo der Platz knapp ist
- Eine echte Sammler-"Juwel-Alocasia", die einer Pflanzensammlung Prestige verleiht
- Lohnend für Hobbyhalter, die gern Luftfeuchtigkeit und Pflege fein abstimmen
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Direkte Mittagssonne meiden, die die samtigen Blätter verbrennt, doch bei zu wenig Licht stockt sie völlig.
Gießen: Die Mischung leicht und gleichmäßig feucht halten und die oberen paar Zentimeter zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Sie hasst sowohl nasse Wurzeln als auch völliges Austrocknen, also lieber vorsichtig, häufig und in kleinen Schlucken gießen, statt zu fluten.
Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroiden-Mischung - zum Beispiel Blumenerde, gestreckt mit Orchideenrinde, Perlit und etwas Kokosfaser -, damit Wasser schnell durchläuft und die Wurzeln Luft bekommen.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Will Wärme, ideal 18 bis 27 °C, und keine kalte Zugluft oder Temperaturen unter etwa 15 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist der ehrliche Knackpunkt: Sie bevorzugt 60 % oder mehr, und trockene Raumluft verursacht knusprige Blätter und Stress. Eine Kiesschale, das Gruppieren, ein Luftbefeuchter oder eine Einhausung hilft sehr.
Düngen: Während des aktiven Wachstums im Frühling und Sommer alle 3 bis 4 Wochen sparsam mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen und im Herbst und Winter nicht mehr düngen.
Extra: Diese Pflanze kann in Ruhe gehen, besonders bei kühleren, dunkleren Wintern - sie kann Blätter abwerfen und pausieren, und die Knolle lebt trotzdem, also kaum feucht und warm halten und abwarten, statt sie zu entsorgen. ⚠️ Giftig für Katzen und Hunde (unlösliche Calciumoxalat-Kristalle im Saft) - außer Reichweite von Haustieren und Kindern halten.
Vermehrung
Vermehrung durch Teilung: Eine ausgewachsene Pflanze austopfen, Ableger oder kleine Brutknollen rund um die Basis mit jeweils einigen Wurzeln behutsam abtrennen und in dieselbe luftige Mischung topfen. Aus einem einzelnen Blattsteckling wurzelt sie nicht.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Spinnmilben sind der Schädling Nummer eins, gedeihen in der trockenen Raumluft, die Alocasien nicht mögen, und sprenkeln oder überspinnen die Blätter
- Wurzelfäule und Vergilben durch zu viel Wasser oder eine dichte, wasserhaltende Mischung
- Knusprige braune Blattränder und -spitzen durch niedrige Luftfeuchtigkeit sowie stockende oder abfallende Blätter als Zeichen von Ruhe oder einem kalten, dunklen Platz
Giftigkeit & Sicherheit
Alocasia 'Black Velvet' ist giftig für Katzen und Hunde. Wie bei allen Alocasien enthält ihr Gewebe unlösliche Calciumoxalat-Kristalle; beim Kauen verursachen diese starke Reizungen im Maul, Speicheln, Pfoten am Maul, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Der Saft kann außerdem Haut und Augen reizen, also nach dem Umtopfen oder Teilen Handschuhe tragen oder die Hände waschen und die Pflanze von neugierigen Haustieren und Kindern fernhalten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Aufsehenerregende dunkle Samtblätter mit silbernen Adern, anders als gängige Zimmerpflanzen
- Kompakt und terrarientauglich, ideal für kleine Sammlerpräsentationen
Nachteile
- Anspruchsvoll bei der Luftfeuchtigkeit und anfällig für Spinnmilben und knusprige Blätter
- Kann ruhen oder schmollen, was neuere Halter beunruhigt
Am besten geeignet für
- Fortgeschrittene bis erfahrene Hobbyhalter, die gleichmäßige Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit bieten können
- Sammler mit Terrarium, Vitrine oder Luftbefeuchter und ohne Haustiere, die an Pflanzen kauen
Schwarzsamt-Pfeilblatt (Alocasia reginula 'Black Velvet') - häufige Fragen
Warum wirft meine Black Velvet Blätter ab?
Brauche ich wirklich hohe Luftfeuchtigkeit?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.