Pfeilblatt 'Jacklyn' (Alocasia tandurusa)
Alocasia 'Jacklyn' ist ein auffälliges Sammler-Aronstabgewächs, geschätzt für seine kräftigen, tief gelappten, geweihartigen Blätter und seine dramatische aufrechte Silhouette.
Überblick
Alocasia 'Jacklyn' ist ein auffälliges Sammler-Aronstabgewächs, geschätzt für seine kräftigen, tief gelappten, geweihartigen Blätter und seine dramatische aufrechte Silhouette. Ausschließlich wegen seines architektonischen Laubs gehalten, ist es für Fans, die einen großen, skulpturalen Look wollen, zu einer modernen Blickfangpflanze geworden. Es ist eine eigenständige Art aus den Wäldern Sulawesis in Indonesien, die jahrelang unter dem Handelsnamen "Jacklyn" in Sammlerkreisen kursierte, bevor sie formell als Alocasia tandurusa beschrieben wurde.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Die Pflanze stammt aus den tropischen Wäldern Sulawesis in Indonesien, wo sie unter den warmen, feuchten, schattigen Bedingungen nasser unterer Bergwälder wächst. "Jacklyn" ist ein Handelsname und kein botanischer Name, und sie wird weiterhin weithin darunter verkauft.
Aussehen
Ihre glänzend dunkelgrünen Blätter sind stark gesägt und fiederlappig, was jeder Spreite einen gezackten, fast handartigen Umriss mit stark eingesenkten hellen Adern gibt. Die Blattstiele sind auffällig flaumig und stehen steif aufrecht, und ausgewachsene Blätter können 30 bis 60 cm lang werden. Drinnen wird die ganze Pflanze meist 60 bis 90 cm hoch und breit und bildet einen kräftigen, vasenförmigen Horst.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Dramatische skulpturale Blätter, die in einem Raum wie lebende Kunst wirken
- Starker senkrechter Wuchs, der eine Ecke oder eine Bodenfläche füllt
- Eine begehrte Sammlerpflanze, die in einer Aroiden-Sammlung heraussticht
- Schnelles, lohnendes Wachstum in den warmen Monaten, wenn die Bedingungen stimmen
Pflege
Licht: Helles, indirektes Licht. Ein Ostfenster oder ein Platz etwa einen Meter von einem Süd- oder Westfenster entfernt ist ideal. Grelle direkte Sonne meiden, die die Blätter verbrennt, ebenso tiefen Schatten, der das Wachstum schwächt.
Gießen: Die Mischung leicht und gleichmäßig feucht halten und gießen, wenn sich die oberen 2-5 cm trocken anfühlen. Sie mag weder völliges Austrocknen noch nasse Erde, also überschüssiges Wasser jedes Mal frei ablaufen lassen.
Erde: Eine grobe, schnell abfließende Aroiden-Mischung - zum Beispiel Blumenerde, gemischt mit Orchideenrinde, Perlit und etwas Kokosfaser. Luftbewegung um die Wurzeln hilft, Fäulnis zu verhindern.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wärmeliebend: 18 bis 27 °C sind am besten, und sie nimmt alles unter etwa 16 °C übel. Sie will wirklich hohe Luftfeuchtigkeit, ideal 60 % oder mehr; in trockener Raumluft werden die Blattränder braun und Schädlinge ziehen ein, daher ist oft ein Luftbefeuchter nötig.
Düngen: Im Frühling und Sommer etwa alle 2 bis 4 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, nicht düngen.
Extra: Rechne mit einer Ruhephase - in kühleren, dunkleren Monaten kann diese Alocasia Blätter abwerfen und aus ihrer Knolle/ihrem Rhizom ruhen. Nicht wegwerfen: Die Erde kaum feucht halten, weniger düngen, dann treibt sie meist neu aus, wenn Wärme und Licht zurückkehren. ⚠️ Giftig für Katzen und Hunde (unlösliche Calciumoxalat-Kristalle; der Saft reizt Maul und Rachen) - außer Reichweite von Haustieren und Kindern halten.
Vermehrung
Vermehrung durch Teilung des unterirdischen Rhizoms oder durch Abtrennen von Ablegern (Kindeln), die sich am Grund bilden. Behutsam austopfen, einen Horst oder eine Knolle mit Wurzeln abtrennen und in einen eigenen Topf mit warmen, feuchten Bedingungen zum Anwachsen setzen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Spinnmilben sind der klassische Feind, besonders in trockener Luft - auf feine Gespinste und gesprenkelte, matte Blätter achten
- Wurzelfäule und vergilbende Blätter durch zu viel Wasser oder dichte, staunasse Erde
- Knusprige braune Blattränder und stockendes Wachstum durch niedrige Luftfeuchtigkeit, kalte Zugluft oder fluoridempfindliches Leitungswasser
Giftigkeit & Sicherheit
Wie alle Alocasien ist diese Pflanze giftig für Katzen und Hunde. Jeder Teil enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen starke Reizungen im Maul, Speicheln, Pfoten am Maul und Erbrechen verursachen. Der Saft kann außerdem menschliche Haut und Augen reizen, also nach dem Anfassen, Umtopfen oder Schneiden die Hände waschen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Kräftiges, ungewöhnliches Laub mit echtem Sammlerreiz
- Wächst schnell und groß, wenn ihre Ansprüche an Wärme und Luftfeuchtigkeit erfüllt sind
Nachteile
- Anspruchsvoll bei der Luftfeuchtigkeit und drinnen anfällig für Spinnmilben
- Jahreszeitliche Ruhe und Blattfall können neue Besitzer beunruhigen
Am besten geeignet für
- Erfahrene oder engagierte Hobbyhalter, die gleichmäßige Wärme und Luftfeuchtigkeit bieten können
- Sammler, die ein großes Aronstabgewächs als Blickfang statt einer pflegeleichten Einsteigerpflanze wollen
Pfeilblatt 'Jacklyn' (Alocasia tandurusa) - häufige Fragen
Warum hat meine Alocasia 'Jacklyn' plötzlich ihre Blätter abgeworfen?
Ist Alocasia 'Jacklyn' schwer zu ziehen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.