Pfingstrose 'Red Charm'
'Red Charm' ist eine Stauden-Hybrid-Pfingstrose mit riesigen, tief rubinroten gefüllten Blüten in Bombenform an ungewöhnlich stabilen Trieben.
Überblick
'Red Charm' ist eine krautige Hybrid-Pfingstrose (Paeonia 'Red Charm'), geschätzt für ihre riesigen, tief rubinroten gefüllten Blüten in Bombenform an ungewöhnlich stabilen Trieben. Wo viele großblütige Pfingstrosen nach Regen umkippen, bleibt diese Sorte aufrecht, was einen großen Teil ihrer anhaltenden Beliebtheit ausmacht. Sie ist eine der klassischen roten Garten-Pfingstrosen und bleibt ein Maßstab für Farbsättigung und Blütenform.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Paeonia ist über die gemäßigte Nordhalbkugel verbreitet, mit Wildarten in Europa, Asien und einigen wenigen im Westen Nordamerikas. 'Red Charm' selbst ist eine Gartenhybride, gezogen vom amerikanischen Züchter Lyman Glasscock und 1944 eingeführt, entstanden aus der Kreuzung der alten europäischen Bauern-Pfingstrose Paeonia officinalis mit der chinesischen Garten-Pfingstrose Paeonia lactiflora. Diese Elternschaft gibt ihr sowohl die intensive Farbe der Art als auch die feine, volle Blüte einer Lactiflora; 1956 erhielt sie die Goldmedaille der American Peony Society.
Aussehen
Die Blüten sind sattes, samtiges Dunkelrot, das seinen Ton hält, ohne zu Rosa oder Violett zu verblassen, und in gefüllter Bombenform angeordnet: ein breiter Kragen aus Schaublättern umschließt eine runde, dicht gepackte Kuppel schmalerer innerer Blütenblätter. Die Blüten sind groß, oft 15 bis 18 cm im Durchmesser, und duften leicht. Die Pflanzen erreichen etwa 75 bis 90 cm Höhe bei ähnlicher Breite und bilden einen runden, buschigen Horst aus glänzendem dunkelgrünem, geteiltem Laub. Sie blüht vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer, und nach dem Verblühen bleibt das Laub den Sommer über sauber und attraktiv, bevor es im Herbst bronzene und burgunderfarbene Töne annimmt und dann für den Winter einzieht.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Tiefes, gesättigtes Rot, das in der Rabatte als echte Statement-Farbe wirkt
- Kräftige, selbsttragende Triebe, die dem Umkippen besser widerstehen als die meisten großblütigen Pfingstrosen
- Extrem langlebig und pflegeleicht, sobald sie eingewachsen ist, und gedeiht oft über Jahrzehnte
- Hervorragende, lange haltbare Schnittblume mit attraktivem Laub, das sich seinen Platz auch nach der Blüte verdient
Pflege
Licht: Volle Sonne für die beste Blüte; in heißen Klimaten verträgt sie leichten Nachmittagsschatten. Wasser: Mäßig und gleichmäßig während der Wachstumszeit; etablierte Pflanzen sind recht trockenheitsverträglich, mögen aber keine Staunässe. Boden: Tiefgründiger, fruchtbarer, gut durchlässiger Lehm, idealerweise annähernd neutral (pH etwa 6,5 bis 7,0); schwere Böden mit Kompost verbessern. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 8. Blüte oder Saison: Spätes Frühjahr bis Frühsommer, mit einer Schau von etwa ein bis zwei Wochen pro Horst. Extra: Den Wurzelhals so pflanzen, dass die Knospen (Augen) nur 2 bis 5 cm unter der Oberfläche sitzen; zu tiefes Pflanzen ist der häufigste Grund, warum eine Pfingstrose die Blüte verweigert. Zu beachten: Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde.
Pflanzung & Vermehrung
Wurzelnackte Teilstücke im Frühherbst pflanzen, solange der Boden noch warm ist, und jeden Wurzelhals flach setzen, mit den rosa oder roten Augen knapp unter der Oberfläche. Die Vermehrung läuft genauso: im Frühherbst einen ausgewachsenen Horst ausgraben, die Erde von den knolligen Wurzeln waschen und ihn in Stücke schneiden, die je 3 bis 5 gesunde Augen samt einem guten Stück Wurzel tragen. Sofort in der richtigen flachen Tiefe wieder einpflanzen und angießen. Pfingstrosen wachsen aus Samen sehr langsam, brauchen Jahre bis zur Blühgröße, und Hybriden wie diese fallen nicht sortenecht, daher ist die Teilung die einzig verlässliche Methode.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Grauschimmel (Botrytis), der in kühlen, nassen Frühjahren Triebe und Knospen schwärzt; für Luftzirkulation sorgen und abgestorbenes Laub im Herbst entfernen
- Ausbleibende Blüte, fast immer durch zu tiefes Pflanzen, zu viel Schatten oder einen zu kurz zuvor gestörten Horst
- Ameisen an den Knospen, die harmlos sind und schlicht Nektar aufnehmen, kein zu behandelnder Schädling
Giftigkeit & Sicherheit
Pfingstrosen sind giftig für Katzen und Hunde. Die Pflanzen enthalten Paeonol, eine Verbindung, die in Rinde und Wurzeln konzentriert ist, und die Aufnahme kann Erbrechen und Durchfall verursachen. Das Risiko ist am größten, wenn ein Tier die Wurzeln ausgräbt und daran kaut, daher die Pflanzen dorthin setzen, wo neugierige Tiere sie kaum freilegen, und bei Verdacht auf Aufnahme eine Tierarztpraxis kontaktieren. Pfingstrosen sind reine Zierpflanzen, kein Teil davon gehört gegessen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Verlässliche, stabile Triebe und kräftige, verblassungsbeständige rote Blüten
- Jahrzehntelange Lebensdauer bei minimaler laufender Pflege
Nachteile
- Kurzes Hauptblütenfenster und keine Nachblüte
- Nimmt ein Umsetzen übel und kann danach ein bis zwei Jahre schmollen
Am besten geeignet für
- Gärtner, die eine langlebige, strukturgebende Staude für eine sonnige gemischte oder Bauerngartenrabatte wollen
- Schnittblumengärtner, die eine rote Pfingstrose mit kräftigen Trieben brauchen, die dem Wetter standhält
Pfingstrose 'Red Charm' - häufige Fragen
Warum blüht meine Pfingstrose 'Red Charm' nicht?
Brauchen die Blüten eine Stütze?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.