Taglilie 'Ruby Spider'
'Ruby Spider' ist eine große Spinnen-Taglilie, geschätzt für riesige Blüten von bis zu 20 bis 23 cm in tiefem Rubinrot mit auffälligem gelbgrünem Schlund.
Überblick
'Ruby Spider' ist eine große Taglilie in Spinnenform, geschätzt für ihre riesigen Blüten, die sich bis zu 20 bis 23 cm weit öffnen, in tiefem Rubinrot mit auffälligem gelbgrünem Schlund (Hemerocallis 'Ruby Spider'). Was sie von runderen Gartentaglilien unterscheidet, sind die langen, schmalen, zurückgebogenen Blütenblätter, die jeder Blüte auf hohen, kräftigen Schäften eine dramatische Sternexplosions-Silhouette geben. Sie ist robust, anpassungsfähig und eine der bekanntesten roten Spinnen-Taglilien, die heute gezogen werden.
Herkunft & Hintergrund
Die Taglilien-Gattung Hemerocallis ist in Ostasien heimisch, über China, Korea und Japan verbreitet, wo die Wildarten auf Wiesen, an Waldrändern und entlang von Bächen wachsen. 'Ruby Spider' selbst ist eine moderne Gartenhybride, 1991 vom Züchter Patrick Stamile eingeführt. Sie ist eine diploide, einziehende Sorte, gezüchtet auf große Blüten und ein hohes Spinnenverhältnis, das heißt, die Länge der Blütenblätter übersteigt ihre Breite bei Weitem.
Aussehen
Das Laub bildet einen überhängenden, grasartigen Horst aus leuchtend grünen, riemenförmigen Blättern. Die Blüten sind die Hauptsache: tief rubinrot, 20 bis 23 cm breit, mit langen, spitz zulaufenden Blütenblättern, die sich um einen großen gelbgrünen Schlund nach hinten biegen. Die Schäfte werden etwa 85 cm hoch und tragen die Blüten weit über dem Laub, und ein ausgewachsener Horst breitet sich rund 45 bis 60 cm aus. Als einziehende Taglilie stirbt das Laub im Herbst bis zum Boden ab und treibt im Frühjahr neu aus; die Hauptblüte liegt früh bis zur Mitte der Saison, oft mit einem zweiten Schub später.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Sehr große, auffällige Spinnenblüten, die man quer durch den Garten sieht
- Sattes, kräftiges Rot, das auch bei starker Sonne gut hält
- Wüchsig und horstbildend, füllt sich schnell ohne viel Aufwand
- Blüht oft nach und verlängert die Farbe über den Hauptschub hinaus
Pflege
Licht: Volle Sonne für die beste Blüte; verträgt leichten Nachmittagsschatten, doch in tieferem Schatten sinkt die Zahl der Blüten. Wasser: Durchschnittliche, gleichmäßige Feuchtigkeit; eingewachsene Horste sind recht trockenheitsverträglich, blühen aber mit regelmäßigem Gießen am besten. Boden: Sehr anpassungsfähig; bevorzugt fruchtbaren, gut durchlässigen Boden mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert um 6,0 bis 7,0. Winterhärte: USDA-Zonen 3 bis 9. Blüte oder Saison: Früh bis zur Saisonmitte (Früh- bis Hochsommer), wobei jeder Schaft über mehrere Wochen blüht und häufig nachblüht. Extra: Einzelne Blüten halten nur einen Tag, daher verblühte Blüten ausputzen, damit der Horst ordentlich bleibt, während täglich neue Knospen aufgehen. Wichtiger Hinweis zur Sicherheit von Haustieren: Taglilien sind für Katzen äußerst gefährlich und können schon in kleinen Mengen tödliches Nierenversagen verursachen, daher diese Pflanze von Katzen fernhalten und sofort eine Tierarztpraxis anrufen, wenn eine Katze Teile davon gefressen hat.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, den Wurzelstock etwa 2,5 cm unter die Bodenoberfläche setzen und die Horste mit 45 bis 60 cm Abstand pflanzen. Bis zum Anwachsen gut gießen. Am einfachsten ist die Vermehrung durch Teilung: einen ausgewachsenen Horst im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst ausheben, in Fächer mit Wurzeln und einem Stück Wurzelstock teilen und zügig wieder einpflanzen. Eine Teilung alle drei bis vier Jahre hält die Horste wüchsig und blühfreudig.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Taglilienrost und Blattstreifenkrankheit können das Laub bei feuchter Witterung fleckig oder gelb werden lassen
- Blattläuse und Thripse können Knospen verformen und die Blütenqualität mindern
- Wurzelstock- oder Wurzelfäule in nassem, schlecht durchlässigem Boden
Giftigkeit & Sicherheit
Taglilien sind für Katzen eine ernste, potenziell tödliche Gefahr. Schon eine kleine Menge jedes Pflanzenteils, einschließlich Blättern, Blüten, Pollen oder Vasenwasser, kann bei Katzen ein akutes Nierenversagen auslösen. Das ist ein Notfall: Wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass eine Katze einen Teil einer Taglilie gefressen hat, sofort eine Tierarztpraxis oder den Giftnotruf kontaktieren, denn eine rasche Behandlung verbessert die Aussichten erheblich. Für Hunde ist das Risiko viel geringer und beschränkt sich meist auf leichte Magenbeschwerden wie Speicheln oder Erbrechen. Am sichersten ist es in einem Haushalt mit Katzen, Taglilien nicht in Reichweite einer Katze zu ziehen und nie Schnittstiele ins Haus zu bringen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Riesige, dramatische Spinnenblüten in leuchtendem Rubinrot
- Winterhart, pflegeleicht und anpassungsfähig in einer großen Bandbreite von Zonen
Nachteile
- Jede Blüte hält nur einen Tag und braucht für ein ordentliches Bild häufiges Ausputzen
- Wirklich gefährlich für Katzen und damit für viele Tierhalter ausgeschlossen
Am besten geeignet für
- Sonnige Staudenrabatten und Massenpflanzungen, die kräftige Sommerfarbe wollen
- Gärtner mit wenig Zeitaufwand ohne Katzen, die verlässliche, auffällige Blüten suchen
Taglilie 'Ruby Spider' - häufige Fragen
Wie groß werden die Blüten wirklich?
Blüht sie mehr als einmal pro Saison?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.