Geranie (Pelargonium)
Das ist die Pflanze, die fast jeder "Geranie" nennt - der leuchtende, verlässliche, sonnenliebende Liebling von Sommertöpfen, Balkonkästen und Fensterbänken.
Überblick
Das ist die Pflanze, die fast jeder "Geranie" nennt - der leuchtende, verlässliche, sonnenliebende Liebling von Sommertöpfen, Balkonkästen und Fensterbänken auf der ganzen Welt. Botanisch ist sie Pelargonium, und diese Unterscheidung ist wichtig: Sie ist eine andere Pflanze als der winterharte Storchschnabel (Geranium). Pelargonien sind frostempfindliche Pflanzen, die in kalten Klimaten als Sommerblumen behandelt werden, geschätzt für ihre lange, großzügige Blüte in Rot, Rosa, Lachs, Weiß und Purpur, ihre Verträglichkeit von Hitze und Trockenheit und - bei den Duftgeranien - ihr herrlich aromatisches Laub. Sie gehören zu den einfachsten und dankbarsten Kübelpflanzen und lassen sich mit etwas Pflege von Jahr zu Jahr erhalten.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Pelargonien sind ganz überwiegend in Südafrika heimisch, wo sie in warmen, sonnigen, oft trockenen Lebensräumen wachsen - an felsigen Hängen und in offenem Buschland mit heißen Sommern und milden, frostfreien Wintern. Diese Herkunft bestimmt alles: Pelargonien lieben Sonne und Hitze, vertragen Trockenheit gut (sie speichern Wasser in fleischigen Stielen und Blättern) und haben keinerlei Frosttoleranz. Der verwirrende Name stammt aus einer alten botanischen Einteilung, die sie einst mit den echten Storchschnäbeln zusammenfasste.
Aussehen
Pelargonien sind weichstielige, etwas sukkulente, buschige Pflanzen. Die wichtigsten Gartengruppen:
- Zonal-Pelargonien (P. × hortorum): die klassische aufrechte "Geranie" mit runden Blättern, oft mit einer dunkleren hufeisenförmigen "Zone", und runden Dolden einfacher oder gefüllter Blüten; die Hauptstütze von Töpfen und Beeten.
- Efeu-Pelargonien (P. peltatum): hängend, mit glänzenden, efeuförmigen Blättern - hervorragend für Blumenampeln und Balkonkästen.
- Edel-Pelargonien (P. × domesticum): auffälliger, mit großen, gerüschten, oft zweifarbigen Blüten; häufiger als blühende Topfpflanzen gezogen.
- Duftgeranien: wegen ihres aromatischen Laubs gezogen (Rose, Zitrone, Minze usw.), mit kleineren Blüten.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Lange, großzügige Blüte: blüht vom späten Frühjahr bis zum Frost.
- Hitze- und trockenheitsverträglich: gedeiht in heißer Sonne und verkraftet vergessenes Gießen.
- Die klassische Kübelpflanze: unschlagbar in Töpfen, Balkonkästen und Ampeln.
- Einfach und nachsichtig: verträgt Vernachlässigung besser als durstigere Beetpflanzen.
- Lässt sich überwintern: von Jahr zu Jahr zu erhalten, anders als echte Einjährige.
- Sehr leicht zu vermehren: wurzelt bereitwillig aus Stecklingen - Pflanzen gratis.
- Duftgeranien bringen duftendes Laub an Wege, in Töpfe und ins Haus.
Pflege
Licht & Standort
Volle Sonne. Pelargonien blühen an einem heißen, hellen, sonnigen Platz am besten; im Schatten wachsen sie lang und blühen schlecht. (Edel-Pelargonien schätzen etwas Schutz vor der sengendsten Nachmittagssonne.)
Boden
Durchlässiger Boden oder eine hochwertige Blumenerde. Pelargonien mögen keinen schweren, nassen, kalten Boden; wegen ihrer halbsukkulenten Natur ist gute Drainage wichtig.
Gießen
Gießen, wenn die Erde anzutrocknen beginnt - Pelargonien sind trockenheitsverträglich und mögen es nicht, dauerhaft nass gehalten zu werden, was gelbe Blätter und Wurzelfäule verursacht. Kübel zwischen den Wassergaben etwas austrocknen lassen. Diese Trockenheitsverträglichkeit macht sie weit nachsichtiger als Petunien.
Düngen
Während der Wachstumszeit regelmäßig düngen, um die beste Blüte zu erzielen - ein kaliumreicher Flüssigdünger (Tomatendünger) fördert Blüten statt Blätter. Sie sind weniger nährstoffhungrig als Petunien, doch Düngen verbessert die Pracht trotzdem.
Ausputzen & Entspitzen
Regelmäßig ausputzen - ganze verblühte Blütendolden (samt Stiel) entfernen, damit neue Blüten folgen und die Pflanze nicht müde aussieht. Bei jungen Pflanzen die Triebspitzen auskneifen, um buschigen Wuchs zu fördern.
Überwinterung
Pelargonien sind frostempfindlich, aber keine echten Einjährigen - man kann sie jahrelang erhalten. Zum Überwintern: vor dem ersten Frost entweder ganze Pflanzen in Töpfe setzen und an einem kühlen, hellen, frostfreien Ort halten (sparsam gegossen) oder im Spätsommer Stecklinge schneiden, um sie als frische Jungpflanzen weiterzuziehen. Pflanzen zurückschneiden und über den Winter weniger gießen; im Frühjahr wieder normal pflegen.
Winterhärte & Winterschutz
Pelargonien sind frostempfindlich - sie überleben keinen Frost. In milden, frostfreien Klimaten wachsen sie das ganze Jahr im Freien (und können recht verholzt und strauchig werden). In kalten Klimaten stehen sie nur in den frostfreien Monaten draußen und werden unter Schutz überwintert.
Pflanzung & Vermehrung
Wenn keine Frostgefahr mehr besteht, in die Sonne und in durchlässige Erde pflanzen. Die Vermehrung ist über Triebstecklinge sehr einfach, geschnitten im Spätsommer (oder Frühjahr) - sie wurzeln bereitwillig, und so erhält man Lieblingssorten und vermehrt Pflanzen gratis.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Gelbe Blätter: sehr häufig zu viel Wasser - Pelargonien hassen dauerhaft nassen Boden; möglich sind auch Nährstoffmangel oder, bei unteren Blättern, natürliches Altern.
- Langer, spärlicher Wuchs mit wenigen Blüten: zu viel Schatten oder kein Entspitzen/Ausputzen.
- Pelargonienrost (Geranienrost): eine orangebraune Pilzkrankheit, vor allem bei Zonal-Typen - befallene Blätter entfernen, Luftbewegung verbessern.
- Botrytis (Grauschimmel): bei feuchtem, kühlem, dichtem Stand oder bei der Überwinterung.
- Schädlinge: meist robust; Weiße Fliegen, Blattläuse und (besonders bei Überwinterung im Haus) in manchen Regionen Raupen des Pelargonien-Bläulings.
Giftigkeit & Sicherheit
Pelargonium wird als leicht giftig für Haustiere geführt - für Katzen, Hunde und Pferde. Sie enthält Stoffe (darunter Geraniol und Linalool), die beim Fressen der Pflanze Erbrechen, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und Reizungen an Haut und Maul verursachen können, und das Laub kann bei Berührung empfindliche Haut von Haustieren reizen. Schwere Vergiftungen sind selten, und Pelargonien stehen überall in Familienhaushalten, doch Haustiere sollten vom Kauen abgehalten werden. Das ist ein wichtiger Gegensatz zum winterharten Storchschnabel (Geranium), der ungiftig ist - die Unterscheidung Pelargonium / Geranium ist also für die Sicherheit von Haustieren ebenso wichtig wie für die Pflege.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Lange, großzügige Blüte vom späten Frühjahr bis zum Frost.
- Hitze- und trockenheitsverträglich - nachsichtig bei vergessenem Gießen.
- Die klassische, einfache Kübelpflanze; sehr leicht zu vermehren.
- Lässt sich überwintern und jahrelang erhalten.
Nachteile
- Frostempfindlich - braucht in kalten Klimaten eine Überwinterung unter Schutz.
- Leicht giftig für Katzen, Hunde und Pferde.
- Gelbe Blätter durch zu viel Wasser sind ein häufiger Anfängerfehler.
- Braucht volle Sonne und Ausputzen; Geranienrost kann lästig sein.
Am besten geeignet für
- Töpfe, Balkonkästen und Blumenampeln (Efeu-Typen) in voller Sonne.
- Sonnige Sommerbeete und Terrassenarrangements.
- Heiße, trockene Plätze und Gärtner, die manchmal das Gießen vergessen.
- Fensterbänke und Wintergärten; Duftgeranien nahe Wegen und Sitzplätzen.
Weniger geeignet für schattige Plätze, Haushalte, in denen Haustiere frei an Pflanzen knabbern, oder Gärtner, die eine völlig winterharte Staude zum Pflanzen und Vergessen wollen.
Geranie (Pelargonium) - häufige Fragen
Ist eine "Geranie" dasselbe wie eine Pelargonie?
Warum werden die Blätter meiner Pelargonie gelb?
Kann ich meine Pelargonien über den Winter behalten?
Sind Pelargonien sicher für Haustiere?
Warum blüht meine Pelargonie nicht gut?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.