Waldrebe 'Niobe'
'Niobe' ist eine großblumige Kletter-Waldrebe, geschätzt für einige der dunkelsten, gesättigtsten roten Blüten der Gattung - tiefes Rubinrot, das fast schwärzlich aufgeht.
Überblick
'Niobe' ist eine großblumige Kletter-Waldrebe, geschätzt für einige der dunkelsten, gesättigtsten roten Blüten der Gattung - tiefes Rubinrot, das fast schwärzlich aufgeht und sich dann zu samtigem Karminrot beruhigt. Ihre satte Farbe wird von einem Kranz leuchtend goldgelber Staubblätter in der Mitte hervorgehoben, was jeder Blüte echte Tiefe gibt (Clematis 'Niobe'). Sie ist eine kompakte, nachblühende Kletterpflanze, die zu Kübeln und kleineren Kletterhilfen ebenso passt wie zu einem ganzen Spalier.
Herkunft & Hintergrund
Die Gattung Clematis ist über die gemäßigte Nordhalbkugel verbreitet, mit vielen Arten in China, Japan, Europa und Nordamerika, die typischerweise durch Hecken, an Waldrändern und über felsige Hänge klettern. 'Niobe' ist eine Gartenhybride, in Polen vom Züchter Wladyslaw Noll gezogen und Mitte der 1970er Jahre eingeführt. Sie ist seitdem eine der am weitesten verbreiteten dunkelroten großblumigen Clematis geworden und trägt den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society.
Aussehen
Die Blüten sind groß, meist 10 bis 15 cm im Durchmesser, mit sechs oder sieben breiten, sich leicht überlappenden Blütenblättern, die an den Spitzen zulaufen und sanft strukturiert sind. Sie öffnen sich in sehr tiefem, düsterem Rot - anfangs fast kastanienbraun - und reifen zu leuchtendem Rubinrot, immer um einen Schopf kontrastierender goldgelber Staubbeutel zentriert. Die Blüte beginnt im Frühsommer, lässt nach und kehrt für einen leichteren zweiten Schub im Spätsommer bis Frühherbst zurück. Die Endhöhe liegt bei rund 2 bis 3 m mit einer Breite von etwa 1 m, und die Pflanze zieht über den Winter etwas ein, bevor sie im Frühjahr neu austreibt.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Eines der tiefsten, sattesten Rottöne unter den großblumigen Clematis, das vor hellen Mauern, Rosen und grünem Laub gut zur Geltung kommt.
- Nachblühend, mit einem kräftigen frühen Schub und einer nützlichen zweiten Schau später in der Saison.
- Kompakt und zurückhaltend im Wuchs, gedeiht daher in großen Töpfen und an kleineren Obelisken, Bögen und Spalieren.
- Trägt den Award of Garden Merit der RHS, ein verlässliches Zeichen für gute Gartenleistung.
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; die Blüten färben sich am besten mit Sonne im oberen Teil, während die Wurzeln kühl und beschattet bleiben. Wasser: Gleichmäßig feucht halten, besonders in den ersten Jahren und bei Trockenheit; Kübelpflanzen nie austrocknen lassen. Boden: Fruchtbarer, humusreicher, gut durchlässiger Boden, der kühl bleibt; neutral bis leicht alkalisch ist ideal, doch sie verträgt eine gewisse Spanne. Winterhärte: USDA-Zonen 4 bis 9. Blüte oder Saison: Hauptschub im Frühsommer, mit einer leichteren Nachblüte vom Spätsommer bis in den Frühherbst. Extra: 'Niobe' ist eine Clematis der Schnittgruppe 2 - im zeitigen Frühjahr bis zu den obersten kräftigen Knospen zurückschneiden und totes oder schwaches Holz entfernen, aber starken Rückschnitt vermeiden, sonst verliert man die frühen Blüten. Giftig für Katzen und Hunde: Der Saft enthält Protoanemonin, und Kauen kann Speicheln, Maulreizungen, Erbrechen und Durchfall verursachen, meist mild, weil der bittere Geschmack größere Mengen verhindert.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst pflanzen und den Wurzelhals etwa 5 bis 8 cm unter Bodenniveau setzen, was neue Triebe von der Basis fördert und vor der Clematiswelke schützt; den Wurzelbereich mit einer niedrigen Bepflanzung, einer Platte oder Mulch beschatten. Von Anfang an eine Kletterhilfe geben und junge Triebe anbinden, bis sie sich festhalten. Benannte Sorten wie 'Niobe' fallen aus Samen nicht sortenecht, daher durch halbreife Stecklinge im Sommer vermehren oder einen tief liegenden Trieb im Sommer in die Erde absenken und abtrennen, sobald er bewurzelt ist.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Clematiswelke, ein pilzbedingtes Triebsterben, das Triebe plötzlich zusammenbrechen lässt; tiefes Pflanzen und das Herausschneiden befallener Triebe bis ins gesunde Gewebe helfen bei der Erholung.
- Echter Mehltau bei warmer, windstiller, feuchter Witterung, besonders an dicht stehenden Pflanzen mit schlechter Luftzirkulation.
- Blattläuse, Ohrwürmer und Schnecken, die an weichen jungen Trieben und Blütenknospen fressen.
Giftigkeit & Sicherheit
'Niobe' enthält wie alle Clematis Protoanemonin im Saft und ist giftig für Katzen und Hunde. Kaut ein Haustier an Blättern oder Trieben, kann es speicheln, sich mit der Pfote am gereizten Maul reiben und Erbrechen oder Durchfall entwickeln. Die Reaktionen sind in der Regel mild, weil der bittere, scharfe Geschmack die Tiere davon abhält, viel zu fressen, doch neugierige Haustiere im Blick behalten und eine Tierarztpraxis kontaktieren, wenn die Beschwerden anhalten oder schwer sind.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Außergewöhnlich tiefe, samtige rote Blüten mit auffälliger goldener Mitte.
- Kompakt, nachblühend und kübelfreundlich, mit bewährter Verlässlichkeit im Garten.
Nachteile
- Anfällig für die Clematiswelke und auf korrektes tiefes Pflanzen und gruppengerechten Schnitt angewiesen.
- Alle Teile sind giftig für Katzen und Hunde und verursachen Haut- oder Maulreizungen.
Am besten geeignet für
- Gärtner, die eine satt dunkelrote Kletterpflanze für Bogen, Obelisk, Spalier oder großen Topf wollen.
- Kleine und mittelgroße Gärten, in denen eine zurückhaltende, nachblühende Kletterpflanze praktischer ist als eine sehr wüchsige.
Waldrebe 'Niobe' - häufige Fragen
Wie und wann schneide ich die Waldrebe 'Niobe'?
Warum sind die Blüten meiner 'Niobe' weniger tiefrot als erwartet?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.