Waldrebe 'Hagley Hybrid'
'Hagley Hybrid' ist eine kompakte großblumige Waldrebe, geschätzt für ihre seidig muschelrosa Blüten mit dunklen rotbraunen Staubbeuteln, die sie vom Frühsommer bis in den Herbst reich hervorbringt.
Überblick
'Hagley Hybrid' ist eine kompakte großblumige Waldrebe, geschätzt für ihre seidig muschelrosa Blüten, die von dunklen rotbraunen Staubbeuteln betont werden und vom Frühsommer bis in den Herbst reich erscheinen (Clematis 'Hagley Hybrid'). Sie bleibt zurückhaltender im Wuchs als viele Hybriden, was sie zu einer der am leichtesten zu platzierenden großblumigen Clematis für kleine Spaliere, Obelisken oder Zaunfelder macht. Die zarte malvenrosa Farbe ist ihr Markenzeichen, kann in starker Mittagssonne allerdings verblassen.
Herkunft & Hintergrund
Clematis ist eine große Gattung mit rund 300 Arten in den gemäßigten Regionen beider Erdhalbkugeln, wobei viele Eltern der modernen großblumigen Hybriden aus China und Japan stammen. 'Hagley Hybrid' selbst ist eine in England gezogene Gartensorte, verbunden mit Percy Picton und Hagley Hall in Worcestershire, eingeführt Mitte der 1950er Jahre. In Nordamerika wird sie mitunter unter dem Namen 'Pink Chiffon' verkauft.
Aussehen
Die Blüten sind breit und offen, meist 12 bis 15 cm im Durchmesser, aufgebaut aus sechs sich überlappenden, spitz zulaufenden Sepalen in zartem Satinrosa bis Rosamauve. In der Mitte sitzt ein Kranz kontrastierender dunkel rotbrauner bis kastanienbrauner Staubbeutel, der der Blüte echte Kontur gibt. Die Blüte beginnt im Frühsommer und wiederholt sich durch den Spätsommer bis in den Herbst am Neuaustrieb. Sie ist eine mäßig wüchsige, ordentliche Kletterpflanze, die typischerweise 1,8 bis 2,4 m Höhe bei einer Breite von rund 90 cm erreicht, über den Winter fast bis zum Boden einzieht und jedes Frühjahr neu austreibt.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Lange Blütezeit vom Frühsommer bis in den Herbst am frischen Austrieb
- Kompakte, wohlerzogene Größe für kleine Gärten, Terrassen und Kübel
- Markante Farbkombination aus zartrosa Sepalen und dunklen Staubbeuteln
- Einfaches, nachsichtiges Schnittregime, das sie einsteigerfreundlich macht
Pflege
Licht: Volle Sonne bis Halbschatten; die klassische Clematis-Regel von Blüten in der Sonne und Wurzeln im Schatten gilt auch hier, und leichter Nachmittagsschatten hilft dem Rosa, seine Farbe zu halten, statt blass auszubleichen. Wasser: Gleichmäßig feucht halten, besonders in den ersten Jahren und bei Trockenheit; die Wurzeln nie ausdörren lassen. Boden: Fruchtbarer, humusreicher, gut durchlässiger Boden; sie verträgt eine gewisse pH-Spanne, gedeiht aber am besten unter neutralen bis leicht alkalischen Bedingungen. Winterhärte: USDA-Zonen 4 bis 9. Blüte oder Saison: Vom Frühsommer bis in den Herbst, etwa Juni bis September, mit einer langen, sich wiederholenden Schau. Extra: Dies ist eine Clematis der Schnittgruppe 3, daher im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr kräftig auf ein Paar starker Knospen etwa 20 bis 30 cm über dem Boden zurückschneiden; sie blüht vollständig am diesjährigen Holz. Hinweis für Tierhalter: Clematis ist giftig für Katzen und Hunde.
Pflanzung & Vermehrung
Im Frühjahr oder Herbst pflanzen und den Wurzelhals etwa 5 bis 8 cm tiefer setzen, als er im Topf stand, um kräftige Bodentriebe zu fördern und der Clematiswelke vorzubeugen. Den Wurzelbereich mit einer niedrigen Bepflanzung, einem flachen Stein oder Mulch beschatten und von Anfang an eine Kletterhilfe geben. Benannte Sorten wie diese fallen aus Samen nicht sortenecht, daher durch halbreife Stecklinge im Früh- bis Hochsommer vermehren oder durch einfaches Absenken eines tief liegenden Triebs im Sommer, den man bis zur Bewurzelung am Boden fixiert.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Clematiswelke, ein pilzbedingtes Triebsterben, das Triebe plötzlich zusammenbrechen lässt; tiefes Pflanzen und das Herausschneiden befallener Triebe helfen bei der Erholung
- Echter Mehltau bei feuchter, dichter Standweise oder trockenen Wurzeln
- Blattläuse, Ohrwürmer und Schnecken an weichem Neuaustrieb
Giftigkeit & Sicherheit
Clematis ist giftig für Katzen und Hunde. Der Saft enthält Protoanemonin, eine reizende Verbindung; kaut ein Haustier an Blättern oder Trieben, kann das Speicheln, Reizungen in Maul und Haut, Erbrechen und Durchfall verursachen. In der Praxis verlaufen Vergiftungen meist mild, weil die Pflanze bitter schmeckt und Tiere selten viel fressen. Nach dem Umgang den Saft von der Haut waschen und die Pflanze dort setzen, wo neugierige Haustiere seltener knabbern.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Kompakte Größe und lange Blüte machen sie ideal für kleine Flächen
- Einfacher Schnitt der Gruppe 3, der Clematis-Neulingen entgegenkommt
Nachteile
- Die rosa Farbe kann in starker, direkter Sonne verblassen
- Anfällig für die Clematiswelke, die plötzliches Zusammenbrechen von Trieben verursachen kann
Am besten geeignet für
- Kleine Gärten, Terrassenkübel, Obelisken und niedrige Spaliere
- Einsteiger, die eine verlässliche, nachblühende Kletterpflanze wollen
Waldrebe 'Hagley Hybrid' - häufige Fragen
Zu welcher Schnittgruppe gehört 'Hagley Hybrid'?
Warum sind meine Blüten blasser als erwartet?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.