Glänzender Lackporling (Reishi)
Reishi ist der "Pilz der Unsterblichkeit" - ein glänzender, wie lackierter roter Baumpilz, der in der ostasiatischen Heilkunde seit über zweitausend Jahren verwendet wird.
Überblick
Reishi (Ganoderma lucidum), in China Lingzhi genannt und im Deutschen Glänzender Lackporling, ist der "Pilz der Unsterblichkeit" - ein glänzender, wie lackiert wirkender roter Baumpilz, der in der ostasiatischen Heilkunde seit über zweitausend Jahren verwendet wird. Er ist viel zu zäh und bitter, um als Speise zu dienen; stattdessen wird er für Tees, Tinkturen und Extrakte gezogen. Reishi ist einer der leichter zu kultivierenden Heilpilze für zu Hause, und der Anbau bringt ein auffallend schönes, lackiertes Exemplar hervor.
Bestimmung & Aussehen
Eine nieren- oder fächerförmige Konsole von harter, holziger Textur mit glänzender, wie lackierter Oberfläche, gebändert in Rot-, Orange- und Kastanientönen mit einem hellen Zuwachsrand. Die Unterseite ist weiß mit winzigen Poren. Bei hohem Kohlendioxid gezogen, bildet er statt einer flachen Konsole seltsame geweihartige Verzweigungen.
Wo er wächst
Ein holzzersetzender Pilz an totem und absterbendem Laubholz, besonders an Eiche, in warm-gemäßigten und subtropischen Regionen weltweit, mit Fruchtung im Sommer und Herbst.
Anbau zu Hause
Reishi wird auf sterilisierten, aufgedüngten Laubholz-Sägemehlblöcken oder auf Stämmen gezogen. Er durchwächst bereitwillig und wächst über mehrere Wochen heran. Die Bedingungen formen die Gestalt: gute Frischluft ergibt die klassische flache lackierte Konsole; absichtlich hohes Kohlendioxid ergibt dekoratives "Geweih"-Reishi. Nach der Ernte wird die Konsole getrocknet und für Tee und Extrakte verwendet.
Wachstumsbedingungen
Licht
Indirektes Licht ist nötig, damit sich die satte rote Lackfarbe und die richtige Konsolenform entwickeln.
Gießen
Hohe Luftfeuchtigkeit (85-95 %) während des Wachstums der Konsole; Reishi wird langsam und stetig über Wochen gezogen.
Temperatur & Substrat
Wärmeliebend - wächst am besten bei 24-30 °C. Substrat: sterilisiertes, aufgedüngtes Laubholz-Sägemehl oder Laubholzstämme.
In der Küche
Reishi ist kein Speisepilz - er ist holzig und intensiv bitter. Verwendet wird er, indem getrocknete Scheiben zu einem lang gezogenen Tee oder Sud gekocht oder zu Tinkturen, Pulvern und Kapseln verarbeitet werden. Die Bitterkeit gehört zu seinem überlieferten Charakter.
Gesundheit & Nährwert
Reishi gehört zu den am besten untersuchten Heilpilzen, reich an Beta-Glucanen und Triterpenen, die zu Immunmodulation, Stress, Schlaf und allgemeinem Wohlbefinden erforscht werden. Er wird als Nahrungsergänzung eingenommen, nicht als Lebensmittel, und wer Medikamente nimmt, sollte vor regelmäßiger Anwendung mögliche Wechselwirkungen prüfen lassen.
Häufige Probleme
- Geweihformen statt flacher Konsolen - hohes Kohlendioxid; für die klassische Form mehr Frischluft geben (Geweihe sind ebenso brauchbar).
- Stumpfe Farbe - zu wenig Licht; Reishi braucht Licht, um seinen roten Lack zu entwickeln.
- Kontamination - sterilisiertes Substrat ist unerlässlich.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Einer der leichter zu ziehenden Heilpilze.
- Auffallend schönes, lackiertes Exemplar.
- Getrocknet lange haltbar.
Nachteile
- Als Speise nicht essbar - bitter und holzig.
- Langsam im Vergleich zu Speisepilzen.
- Braucht sterilisiertes Substrat.
Am besten geeignet für
- Züchter mit Interesse an Heil- und Funktionspilzen.
- Alle, die ihren eigenen Reishi-Tee oder ihre eigene Tinktur machen wollen.
Weniger geeignet für alle, die einen Pilz für den Teller wollen.
Glänzender Lackporling (Reishi) - häufige Fragen
Kann ich Reishi essen?
Warum hat meiner Geweihe gebildet?
Ist Reishi unbedenklich?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.