Spaltstein (Pleiospilos nelii)
Der Spaltstein ist eine Lebende-Steine-Sukkulente, die wie ein in zwei Hälften gesprungener Granitkiesel aussieht - bis eine riesige Blüte aus dem Spalt bricht.
Überblick
Der Spaltstein, auf Englisch "Split Rock", ist eine Sukkulente aus der Gruppe der Lebenden Steine, die genau wie ein in zwei Hälften gesprungener Granitkiesel aussieht - bis eine riesige orangefarbene oder rosa Gänseblümchenblüte aus dem Spalt bricht. Er ist eine faszinierende, kompakte Mimikry-Pflanze mit einer goldenen Regel: fast nie gießen.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Pleiospilos nelii stammt aus der trockenen Karoo Südafrikas, wo er die umgebenden Steine nachahmt, um sich vor Weidetieren zu verstecken, und von spärlichem Regen und kräftigem Tau lebt. Genau diese Wüstensparsamkeit muss seine Pflege nachahmen.
Aussehen
Ein oder zwei Paare extrem dicker, halbkugeliger graugrüner Blätter, mit dunklen Punkten gesprenkelt und in der Mitte gespalten wie ein gesprungener Stein. Neue Blattpaare erscheinen aus dem Spalt, und ausgewachsene Pflanzen öffnen im Herbst große, seidige orangefarbene (manchmal rosa oder gelbe) Gänseblümchenblüten.
Warum er so beliebt ist - Eigenschaften & Vorteile
Die Leute lieben die perfekte Steintarnung, die Überraschung der riesigen Blüte aus etwas so Felsartigem und den winzigen Platzbedarf. Er ist eine Wüstenkuriosität, die in einem teetassengroßen Topf zufrieden lebt.
Pflege
Licht
Mehrere Stunden direkte Sonne - eine Südfensterbank - halten ihn kompakt, schön gefärbt und blühfähig. Im Schatten bläht er sich auf, streckt sich und verliert den Stein-Look.
Gießen
Die entscheidende Regel: Gieße nur, wenn das alte Blattpaar sichtbar runzlig geworden ist, und - ganz wichtig - nie, solange ein neues Paar das alte aufzehrt; die Pflanze verwertet das Wasser der alten Blätter. In der Praxis heißt das ein paar Wassergaben im Jahr. Mehr Spaltsteine sterben an gut gemeinter Pflege als an Vernachlässigung, und eine Pflanze, die mehrere Blattpaare übereinander bildet, bekommt zu viel Wasser.
Erde & Topf
Eine fast rein mineralische Mischung - Splitt, Bims, grober Sand mit etwas Erde - in einem kleinen Topf mit Abfluss. Nährstoffreiche oder feuchtigkeitshaltende Mischungen sind tödlich.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Trockene, luftige Bedingungen; Feuchtigkeit ist unerwünscht. Halte ihn frostfrei; kühle, trockene Winter verträgt er gut.
Düngen
Wenig bis gar nicht - höchstens eine sehr verdünnte Sukkulentendüngergabe einmal im Jahr. Er ist für Armut gebaut.
Umtopfen
Selten - alle paar Jahre, in einen ausreichend tiefen kleinen Topf für seine überraschend lange Pfahlwurzel. Stör die Wurzeln so wenig wie möglich und gieße danach eine Woche nicht.
Vermehrung
Meist aus Samen, auf körnige Mischung gesät - eine Teilung ist nur bei alten, mehrköpfigen Pflanzen möglich und riskant. Sämlinge wachsen langsam, sind aber lohnend.
Häufige Probleme & Schädlinge
Zu viel Wasser ist praktisch die einzige Todesursache: Aufplatzen, Matschigwerden oder eine Pflanze, die mehrere Blattpaare auf einmal auftürmt, bedeuten alle zu viel Wasser. Gelegentlich Wollläuse. Im Zweifel nicht gießen.
Giftigkeit & Sicherheit
Der Spaltstein ist nicht giftig für Menschen oder Haustiere - eine sichere, wenn auch etwas unzerstörbar aussehende Kuriosität für Wohnungen mit Tieren.
Vor- & Nachteile
Vorteile: verblüffende Steinnachahmung, riesige Herbstblüte, winziger Platzbedarf, ungiftig. Nachteile: verzeiht zu viel Wasser nicht, braucht kräftige Sonne, meist aus Samen gezogen und langsam.
Am besten geeignet für
Für vorsichtige Gießer und Wüstenpflanzenfans, die eine Pflanze mögen, die gedeiht, wenn man sie fast vollständig ignoriert.
Spaltstein (Pleiospilos nelii) - häufige Fragen
Wie oft sollte ich ihn gießen?
Warum bildet meiner viele Blattpaare übereinander?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.