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Bubikopf (Soleirolia soleirolii)

Der Bubikopf ist eine weiche, niedrige Polsterpflanze aus unzähligen winzigen Blättchen, die ständig feucht gehalten werden will.

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Bubikopf (Soleirolia soleirolii)
Licht
Helles, indirektes Licht oder sanfter Halbschatten.
Gießen
Das ist der entscheidende Punkt beim Bubikopf.
Kategorie
Zimmerpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Der Bubikopf - auf Englisch "Baby Tears", "Angel's Tears" oder "Mind-Your-Own-Business", botanisch Soleirolia soleirolii - ist eine weiche, niedrige, sich ausbreitende Pflanze aus unzähligen winzigen Blättchen an fadendünnen Trieben. Statt in die Höhe zu wachsen, bildet er eine dichte, kissenartige grüne Matte, die über den Topfrand fließt, den Boden eines Terrariums bedeckt oder den Raum am Fuß höherer Pflanzen füllt. Er hat einen zarten, moosigen, fast wolkenartigen Look, in den man sich sofort verliebt. Der Haken: In einer Hinsicht macht er seinem englischen Namen alle Ehre - lässt man ihn auch nur kurz austrocknen, fällt er in einem Häufchen "Tränen" zusammen. Hält man ihn aber feucht und die Luft feucht, ist er schnell, üppig und bezaubernd.

Herkunft & natürlicher Lebensraum

Soleirolia soleirolii stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum, besonders von den Inseln Korsika und Sardinien und benachbarten Küstengebieten. Dort wächst er als kriechender Bodendecker an kühlen, feuchten, schattigen Plätzen - auf feuchten Felsen, schattigen Böschungen und am Boden feuchter Wälder, oft in der Nähe von Wasser. Er wurzelt beim Ausbreiten und verwebt sich so zu einem durchgehenden grünen Teppich.

Diese Herkunft ist die ganze Pflegeanleitung im Kleinen. Er ist eine Pflanze des kühlen Schattens und der ständigen Feuchtigkeit, nicht der Sonne und Trockenheit. Im Freien wird er in milden, feuchten Klimazonen als Bodendecker gezogen und kann sich eifrig ausbreiten. In der Wohnung machen ihn dieselben Eigenschaften zu einem Liebling für Terrarien und feuchte Plätze.

Aussehen

Der Bubikopf ist aus der Nähe wie aus der Ferne unverwechselbar:

  • Blätter: winzige, runde, hellgrüne Blättchen, jedes nur wenige Millimeter groß, dicht an den Trieben gedrängt.
  • Triebe: sehr fein, zart und kriechend, bilden einen niedrigen Hügel oder hängenden Vorhang statt einer aufrechten Pflanze.
  • Wuchs: eine dichte, weiche, sich ausbreitende Matte, meist nur wenige Zentimeter hoch, die aber eine große Fläche bedecken oder über einen Topfrand fließen kann.
  • Gesamteindruck: kissenartig und moosig, manchmal mit Moos verwechselt, mit üppiger Teppichwirkung.

Es gibt auch goldgelbe und silbrig panaschierte Formen, die derselben weichen Textur einen helleren Ton geben.

Warum er so beliebt ist - Eigenschaften & Vorteile

  • Üppige, weiche Textur: Der feine, moosige Teppich ist einzigartig beruhigend und hübsch, anders als jede andere verbreitete Zimmerpflanze.
  • Perfekt für Terrarien: Er gedeiht unter den feuchten, geschlossenen Bedingungen eines Terrariums oder Flaschengartens und ist ein idealer lebender Bodendecker.
  • Schnellwüchsig: Unter guten Bedingungen füllt er sich schnell und breitet sich über die Erde, um andere Pflanzen oder über den Rand eines Gefäßes aus.
  • Bodendecker und Detail: wunderbar, um den Fuß höherer Pflanzen weicher wirken zu lassen, Bonsaischalen zu schmücken oder aus einer Hängeampel zu fließen.
  • Leicht zu vermehren: Kleine Büschel wurzeln bereitwillig, sodass aus einer Pflanze schnell viele werden.

Pflege

Licht

Helles, indirektes Licht oder sanfter Halbschatten. Grelle direkte Sonne, die die zarten Blätter verbrennt und austrocknet, mag er nicht. Ein Nord- oder Ostfenster oder ein gut beleuchteter Platz außerhalb direkter Strahlen hält ihn zufrieden. Auch unter Pflanzenlampen im Terrarium gedeiht er gut.

Gießen

Das ist der entscheidende Punkt beim Bubikopf. Er will, dass seine Erde jederzeit gleichmäßig feucht bleibt - nie nass und staunass, aber auch nie ausgetrocknet. Trocknet die Erde aus, welkt die Pflanze und wird beunruhigend schnell braun, oft innerhalb eines Tages. Kontrolliere ihn häufig und gieße wenig und oft, damit die Oberfläche feucht bleibt. Gießen von unten oder mit einem sanften Ausguss schont das feine Laub. Ist er doch vor Trockenheit zusammengefallen, schneide ihn zurück, gieße gut, dann treibt er oft vom Grund wieder aus.

Erde & Topf

Verwende eine wasserspeichernde, aber gut durchlässige Blumenerde. Eine normale Zimmerpflanzenerde funktioniert. Er hat flache, feine Wurzeln, ein flacher Topf oder ein breites Gefäß passt also gut. Sorg immer für Abfluss, damit die Wurzeln feucht bleiben, aber nicht im Wasser stehen.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Hohe Luftfeuchtigkeit liebt er am meisten - deshalb glänzt er in Terrarien, Badezimmern und Küchen. In trockener Raumluft werden die Blattspitzen braun und die Matte lichter. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit mit einer Kiesschale, einem feuchten Standort oder einem geschlossenen Gefäß. Er mag kühle bis durchschnittliche Temperaturen von etwa 10-21 °C und keine heiße, trockene Wärme.

Düngen

Dünge im Frühling und Sommer gelegentlich sparsam mit einem verdünnten ausgewogenen Flüssigdünger. Er wächst schnell, ist aber kein Starkzehrer; ab und zu eine schwache Gabe reicht völlig.

Pflegeschnitt

Schneide ihn ruhig in die gewünschte Form - er reagiert gut auf einen Haarschnitt und wächst schnell dichter nach. Kneif struppige Triebe zurück und entferne braune Stellen.

Vermehrung

Der Bubikopf könnte kaum leichter zu vermehren sein. Zupf oder schneide einfach ein kleines Büschel Triebe mit ein paar Wurzeln ab und drück es auf die Oberfläche feuchter Erde, wo es schnell wurzelt und sich ausbreitet. Selbst kurze Triebstücke, auf feuchte Erde gelegt, wurzeln oft an den Knoten. Eine etablierte Matte in mehrere Stücke zu teilen, ist der einfachste Weg, auf einmal viele neue Pflanzen zu bekommen. Halte die neuen Stücke feucht und die Luft feucht, während sie anwachsen.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Plötzliches Zusammenfallen / Braunwerden: fast immer, weil die Erde ausgetrocknet ist. Schneide das Abgestorbene zurück, gieße gründlich, dann erholt er sich meist vom Grund.
  • Braune, trockene Spitzen oder lichter werdende Matte: zu trockene Luft - erhöhe die Luftfeuchtigkeit oder stell ihn an einen feuchteren Platz.
  • Gelb werdende, matschige Stellen: staunasse, luftarme Erde. Er will feucht, nicht sumpfig, und braucht etwas Luft an den Wurzeln.
  • Verbrannte, verblasste Blätter: zu viel direkte Sonne.
  • Vergeilung oder kahle Stellen: zu wenig Licht oder alter Wuchs - zurückschneiden, um frischen, dichten Neuaustrieb anzuregen.
  • Schädlinge: recht schädlingsresistent, doch Blattläuse oder Trauermücken (in ständig nasser Erde) können auftreten. Behandle Blattläuse mit insektizider Seife und lass die oberste Oberfläche leicht antrocknen, um Trauermücken abzuhalten.

Giftigkeit & Sicherheit

Ungiftig und haustierfreundlich. Soleirolia soleirolii ist nicht als giftig für Katzen, Hunde oder Menschen bekannt und gilt als sichere Zimmerpflanze. Er ist eine gute Wahl für Wohnungen mit neugierigen Haustieren und Kindern. Wie immer ist er nicht zum Essen gedacht, und große Mengen könnten leichte Magenbeschwerden verursachen, eine ernsthafte Giftigkeit gibt es aber nicht.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Weicher, üppiger, moosiger Teppich, anders als jede andere verbreitete Zimmerpflanze.
  • Ideale Terrarien- und Bodendeckerpflanze.
  • Schnellwüchsig und füllt sich rasch.
  • Sehr leicht zu vermehren und zu teilen.
  • Ungiftig und für Haustiere unbedenklich.

Nachteile

  • Welkt und wird schnell braun, wenn er auch nur einmal austrocknet.
  • Braucht hohe Luftfeuchtigkeit, um am besten auszusehen.
  • Verlangt häufige Aufmerksamkeit bei der Feuchtigkeit.
  • Mag keine direkte Sonne und keine heißen, trockenen Räume.
  • Kann sich kräftig ausbreiten und braucht Rückschnitt, um ordentlich zu bleiben.

Am besten geeignet für

  • Terrarien- und Flaschengartenbauer, die einen lebenden Teppich wollen.
  • Feuchte Räume wie Badezimmer und Küchen.
  • Aufmerksame Besitzer, die die Erde zuverlässig feucht halten können.
  • Alle, die einen weichen Bodendecker um den Fuß anderer Pflanzen wollen.

Weniger geeignet für vergessliche Gießer, trockene, zentralbeheizte Räume ohne zusätzliche Luftfeuchtigkeit oder sonnige Fensterbänke.

Bubikopf (Soleirolia soleirolii) - häufige Fragen

Warum ist mein Bubikopf plötzlich braun und platt geworden?
Er ist ausgetrocknet - selbst wenn nur kurz. Schneide das Zusammengefallene weg, gieße ihn gut, halte die Luft feucht, dann treibt er meist vom Grund wieder aus.
Kann ich ihn in einem Terrarium ziehen?
Ja - er ist einer der besten Bodendecker für Terrarien überhaupt, gedeiht unter den feuchten, geschlossenen Bedingungen und bedeckt schnell den Boden.
Ist er eigentlich ein Moos?
Nein. Er sieht nur moosig aus. Er ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Brennnesselgewächse mit winzigen Blättern, kein echtes Moos.
Wie oft gieße ich ihn?
Oft - halte die Erde jederzeit gleichmäßig feucht. Kontrolliere ihn bei trockenen Bedingungen täglich und lass ihn nie ganz austrocknen.
Ist er für meine Katze und meinen Hund unbedenklich?
Ja, er gilt als ungiftig und haustierfreundlich und ist damit eine sichere Wahl für Wohnungen mit Tieren und Kindern.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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