Karolina-Haarnixe (Cabomba caroliniana)
Die Haarnixe ist die fedrige Fächerpflanze - gegenständige Paare fein zerteilter, fächerförmiger Blätter an weichen Stängeln, die in der Strömung wiegen.
Überblick
Die Haarnixe, im Handel meist Cabomba genannt, ist die fedrige Fächerpflanze - gegenständige Paare fein zerteilter, fächerförmiger Blätter an weichen Stängeln, die in der Strömung wiegen wie nichts anderes im Becken. Die grüne Karolina-Haarnixe (Cabomba caroliniana) ist die verbreitete Form; sie sieht zart aus, weil sie es ist: Sie braucht ordentliches Licht, mag keinen groben Umgang und löst sich in düsteren Becken schnell auf. Außerdem ist sie in mehreren Regionen als invasive Art gelistet, was einschränkt, wo sie legal verkauft werden darf.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Amerika - Cabomba caroliniana stammt aus langsam fließenden und stehenden Gewässern im Südosten der USA und in Teilen Südamerikas. Verwilderte Bestände sind anderswo ein Problemunkraut: Sie steht auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung und ist in mehreren US-Bundesstaaten und australischen Rechtsgebieten verboten. Aquarienpflanzen niemals in Gewässer entsorgen.
Aussehen
Aufrechte Stängel mit paarigen Fächern aus haarfeinen, gegabelten Blättchen, unter Wasser leuchtend grün und leicht glänzend. Gesunde Bestände sehen aus wie Reihen weicher grüner Federn; die verwandte Rote Haarnixe (Cabomba furcata) bringt rosarote Töne, ist aber deutlich schwieriger zu halten.
Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile
- Eine der schönsten feinblättrigen Hintergrundpflanzen
- Schnelles Wachstum und gute Nährstoffaufnahme, sobald sie eingewachsen ist
- Hervorragendes Laichsubstrat und Deckung für Jungfische
- Macht Layouts mit viel Hardscape sofort weicher
Pflege
Licht: Mäßig bis kräftig - das ist der entscheidende Faktor. Bei wenig Licht strecken sich die Stängel, die Fächer schrumpfen und die Pflanze zerfällt innerhalb von Wochen.
Wasser: 22-27 °C für die grüne Form, pH 6,0-7,5, weiches bis mittelhartes Wasser bevorzugt. Sanfte Strömung; starke Strömung zerfranst die feinen Blätter.
Bodengrund: Die Stängelenden in feinen Kies oder Soil pflanzen; sie wurzeln leicht an. Behutsam anfassen - Stängel knicken und bekommen beim Pflanzen leicht Druckstellen.
CO₂ & Düngen: Die grüne Haarnixe kommt bei gutem Licht mit Flüssigdünger ohne CO2 aus. Die Rote Haarnixe (C. furcata) braucht realistisch CO2, weiches Wasser und kräftiges Licht - sie ist als Pflanze für Fortgeschrittene zu betrachten.
Platzierung: Gruppen im Hintergrund, wo die fedrige Textur vor schlichteren Blättern zur Geltung kommt.
Extra: ⚠️ Feine Blätter fangen treibende Schwebstoffe und Mulm. Die mechanische Filterung ordentlich halten und den Bestand beim Wasserwechsel gelegentlich sanft durchschwenken.
Vermehrung
Gesunde Kopfstücke von 15 cm oder mehr abschneiden und neu pflanzen; die gekürzte Basis treibt meist Seitentriebe. Alle Schnittreste in den Hausmüll geben - Bruchstücke wurzeln leicht, genau deshalb ist sie invasiv.
Häufige Probleme & Schädlinge
Auflösen nach dem Versand oder bei schwachem Licht; Blätter, die vom unteren Stängel abfallen; Schwebstoffe und Algen, die die Fächer in schmutzigem Wasser verschmutzen; abgeknickte Stängel durch unvorsichtigen Umgang. Feinblättrige Pflanzen sind außerdem ein beliebtes Ziel von Goldfischen und anderen großen, pflanzenzerfetzenden Fischen.
Giftigkeit & Sicherheit
Keine bekannte Giftigkeit für Katzen, Hunde oder Aquarienbewohner. Garnelensicher.
Am besten geeignet für
- Halter mit gutem Licht, die einen weichen, fedrigen Hintergrund wollen
- Zuchtanlagen, die feines Laichsubstrat brauchen
- Low-Tech-Becken mit kräftiger Beleuchtung (nur die grüne Form)
- Nicht für dunkle Becken, Goldfische oder Regionen, in denen sie verboten ist
Karolina-Haarnixe (Cabomba caroliniana) - häufige Fragen
Warum ist meine Haarnixe innerhalb eines Monats zerfallen?
Darf man Cabomba kaufen?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.