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Fingerblatt-Anthurie (Anthurium pedatoradiatum)

Anthurium pedatoradiatum ist ein beliebtes Sammler-Aronstabgewächs, das ausschließlich wegen seines dramatischen, tief geteilten Laubs gehalten wird.

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Fingerblatt-Anthurie (Anthurium pedatoradiatum)
Licht
Helles, indirektes Licht.
Gießen
Die Mischung gleichmäßig feucht, aber nie nass halten.
Kategorie
Zimmerpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Anthurium pedatoradiatum ist ein bei Sammlern beliebtes Aronstabgewächs, das ausschließlich wegen seines dramatischen, tief geteilten Laubs und nicht wegen seiner bescheidenen Blüten gehalten wird. Jedes ausgewachsene Blatt teilt sich in einen Fächer aus langen, fingerartigen Lappen, die von einem zentralen Punkt ausstrahlen und der Pflanze eine kräftige, skulpturale Silhouette geben, mit der nur wenige andere Zimmerpflanzen mithalten können. Aroiden-Fans schätzen es für die Art, wie sich seine Blätter von einfachen jugendlichen Spreiten zu kunstvollen, vielfingrigen Altersformen verwandeln (Anthurium pedatoradiatum).

Herkunft & natürlicher Lebensraum

Es stammt aus Südmexiko, vor allem aus den feuchten Wäldern von Veracruz, Oaxaca und Chiapas, wo es als Boden- oder niedrig kletternde Pflanze unter schattigen, feuchten Bedingungen im Unterwuchs wächst, oft über Kalkstein. Im Lebensraum erlebt es warme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und gesprenkeltes, durch das Kronendach gefiltertes Licht.

Aussehen

Ausgewachsene Blätter sind fußförmig geteilt, das heißt, sie spalten sich in zahlreiche schmale, fingerartige Lappen (oft 10 bis 15 oder mehr), die sich in einem hand- oder sternförmigen Muster ausbreiten und an langen Stielen manchmal 45 bis 90 cm breit werden. Das Laub ist tief mattes bis halbglänzendes Grün mit ledriger Textur und sitzt an einem kurzen, gedrungenen Stamm, der mit der Zeit eine caudexartige Basis bilden kann. Jugendliche Blätter beginnen einfach und pfeilförmig und bekommen mit zunehmender Reife nach und nach Lappen, und ein gut gewachsenes Exemplar kann drinnen etwa 1 bis 1,5 m hoch und breit werden.

Warum man sie hält - Eigenschaften & Vorteile

  • Kräftiges, handförmiges Laub, das sofort als Blickfang wirkt
  • Ein faszinierender Reifeprozess, in dem einfache Jugendblätter zu tief gelappten Altersblättern werden
  • Ein relativ seltenes Sammler-Aronstabgewächs, das sich von gängigen Zimmerpflanzen abhebt
  • Große, architektonische Form, die eine Ecke füllt oder ein Pflanzenregal verankert

Pflege

Licht: Helles, indirektes Licht. Es verträgt mittleres Licht, bildet aber bei kräftigem gefiltertem Licht seine am stärksten geteilten, schönsten Blätter; grelle direkte Sonne meiden, die das Laub verbrennt.

Gießen: Die Mischung gleichmäßig feucht, aber nie nass halten. Gründlich gießen, sobald die oberen 2 bis 3 cm abgetrocknet sind, und im Winter seltener gießen. Es mag weder Trockenstress noch stehendes Wasser an den Wurzeln.

Erde: Eine grobe, gut belüftete Aroiden-Mischung - zum Beispiel Orchideenrinde, Perlit, Kokosfaser und etwas Wurmhumus -, damit Wasser schnell abfließt, während die Wurzeln leicht feucht und mit Sauerstoff versorgt bleiben.

Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wärmeliebend, am wohlsten bei 18 bis 27 °C und unzufrieden unter etwa 15 °C. Es bevorzugt wirklich Luftfeuchtigkeit über 60 %; in trockener Raumluft werden die Blattränder braun und der Schädlingsdruck steigt, daher hilft ein Luftbefeuchter oder ein gut beleuchteter, terrarienähnlicher Platz.

Düngen: Im Frühling und Sommer alle 3 bis 4 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger düngen. Im Herbst und Winter zurückfahren, wenn das Wachstum natürlich nachlässt.

Extra: Diese Pflanze geht nicht vollständig in Ruhe, verlangsamt sich aber im Winter deutlich, und ihre größte Eigenheit ist die Geduld, die sie verlangt - neue Blätter erscheinen einzeln und bekommen ihre volle gelappte Form erst mit der Reife der Pflanze, daher sind gleichmäßige Wärme und Luftfeuchtigkeit wichtiger als Tempo. ⚠️ Giftig für Katzen und Hunde (unlösliche Calciumoxalat-Kristalle im Saft) - außer Reichweite von Haustieren und Kindern halten.

Vermehrung

Die zuverlässigste Methode ist die Teilung: Ausgewachsene Pflanzen bilden Ableger oder mehrere Vegetationspunkte am Grund, die mit anhängenden Wurzeln abgetrennt und einzeln eingetopft werden können. Es lässt sich auch aus frischem Samen ziehen, doch das ist langsam und vor allem für engagierte Sammler interessant.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Spinnmilben sind die Hauptbedrohung, besonders in trockener Luft - auf feine Gespinste und gesprenkelte, matte Blätter achten
  • Auch Thripse, Wollläuse und Schildläuse können auftreten und sich entlang der Stiele und an den Unterseiten der Lappen verstecken
  • Wurzelfäule und vergilbende untere Blätter durch zu viel Wasser oder eine dichte, schlecht abfließende Mischung; braune, knusprige Ränder deuten meist auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit hin

Giftigkeit & Sicherheit

Wie alle Anthurium-Arten ist diese Pflanze giftig für Katzen und Hunde. Ihr Gewebe enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die sich beim Kauen in Maul und Rachen festsetzen und starke Reizungen im Maul, Speicheln, Pfoten am Maul und Erbrechen verursachen. Der Saft kann außerdem menschliche Haut und Augen reizen, daher ist es klug, sich nach dem Schneiden oder Umtopfen die Hände zu waschen und die Pflanze von neugierigen Haustieren und kleinen Kindern fernzuhalten.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Auffälliges, architektonisches Laub, anders als bei gängigen Zimmerpflanzen
  • Lohnend zu ziehen, wenn Jugendblätter zu ihrer gelappten Altersform heranreifen

Nachteile

  • Braucht wirklich hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, um am schönsten auszusehen
  • Anfällig für Spinnmilben und langsam bis zur vollen Größe

Am besten geeignet für

  • Aroiden-Sammler, die gern zusehen, wie sich eine Pflanze mit der Zeit entwickelt
  • Halter, die gleichmäßige Wärme und überdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit bieten können

Fingerblatt-Anthurie (Anthurium pedatoradiatum) - häufige Fragen

Warum teilen sich die Blätter meiner Pflanze nicht in Finger?
Tief gelappte Blätter sind ein Zeichen der Reife. Junge und gestresste Pflanzen bilden einfachere Blattspreiten, also gib ihr helles indirektes Licht, gleichmäßige Wärme, Luftfeuchtigkeit und Zeit, dann entwickeln sich die Lappen beim Wachsen.
Ist Anthurium pedatoradiatum schwer zu pflegen?
Es ist eine Pflanze für Fortgeschrittene. Die Pflege selbst ist unkompliziert, doch es ist anspruchsvoll bei Luftfeuchtigkeit und Wärme und kann in trockener Raumluft Spinnmilben anziehen, daher passt es zu Haltern, die diese Bedingungen zuverlässig erfüllen können.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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